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Die erfolgreichsten Formel-1-Teams: Wer hat die meisten WM-Titel?

Seit 1958 wird in der Formel 1 der WM-Titel für Konstrukteure vergeben - Die Liste der erfolgreichsten Teams der Geschichte

(Motorsport-Total.com) - Nach Einführung der Konstrukteurs-WM wurde der Teamtitel in der Formel 1 zunächst unter dem Namen "Internationaler Pokal für Formel-1-Hersteller" geführt, auch die Regeln variierten über die Jahre. Bis 1980 etwa wurde nur das bestplatzierte Auto eines Teams in die Teamwertung eingerechnet.

Michael Schumacher

Ferrari ist das mit Abstand erfolgreichste Team in der Formel-1-Geschichte Zoom

Doch welches Team hat sich in der langen Historie der Formel 1 einen besonders bedeutenden Namen gemacht? Die erfolgreichsten Hersteller im Überblick.

1. Ferrari: 16 Konstrukteurstitel, 15 Fahrertitel

Konstrukteurs-WM: 1961, 1964, 1975, 1976, 1977, 1979, 1982, 1983, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2007, 2008

Fahrer-WM: 1952, 1953, 1956, 1958, 1961, 1964, 1975, 1977, 1979, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2007

Ferrari ist mit großem Abstand das erfolgreichste Team der Formel-1-Geschichte und verfügt auch über die längste Tradition. Beim Großen Preis der Toskana im Vorjahr feierte die Scuderia ihr 1.000. Rennen in der Königsklasse.

Den ersten Konstrukteurstitel gewann Ferrari 1961 mit dem Fahrertrio Phil Hill, Wolfgang Graf Berghe von Trips und Richie Ginther. Zwischen Hill und von Trips entwickelte sich ein hochspannender WM-Kampf, der dem Deutschen beim vorletzten Rennen der Saison in Monza das Leben kosten sollte.

Nach dem Unfall wurde das Rennen aber nicht abgebrochen, Hill gewann das Ferrari-Heimspiel im Königlichen Park und sicherte sich den WM-Titel schlussendlich mit einem Punkt Vorsprung.

Auch 1964 triumphierte die Scuderia in der Teamwertung, zudem gelang durch den WM-Titel von John Surtees wie bereits drei Jahre zuvor das "Double". Besonders erfolgreich war Ferrari dann in den 1970er-Jahren, in denen Niki Lauda die Bühne der Formel 1 betrat.


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Zwischen 1975 und 1979 sicherte sich Ferrari gleich viermal den WM-Titel, 1975 und 1977 (Lauda) sowie 1979 mit Jody Scheckter kam auch der Fahrertitel hinzu. Es sollte der Triumph in der Fahrer-WM für über 20 Jahre bleiben. Bei den Konstrukteuren konnten sich die Italiener immerhin 1982 und 1983 noch einmal durchsetzen.

Anschließend folgte eine Phase der Erfolglosigkeit, die erst mit Michael Schumacher, Ross Brawn und Jean Todt enden sollte. Zwischen 1999 und 2004 gewann Ferrari sechsmal in Folge die Konstrukteurs-WM; Schumacher triumphierte von 2000 bis 2004 durchweg.

2007 und 2008 konnte Ferrari nochmals an die Erfolge anknüpfen und gewann in beiden Jahren die Konstrukteurs-WM sowie 2007 mit Kimi Räikkönen auch den Fahrertitel. Seither aber kam trotz einiger Chancen bis 2020 kein einziger Titel mehr hinzu.

2. Williams: Neun Konstrukteurstitel, sieben Fahrertitel

Konstrukteurs-WM: 1980, 1981, 1986, 1987, 1992, 1993, 1994, 1996, 1997

Fahrer-WM: 1980, 1982, 1987, 1992, 1993, 1996, 1997

Erst 1978 betrat Williams die Bühne der Formel 1, nur drei Jahre später gelang dem britischen Rennstall um Frank Williams und Technikchef Patrick Head der komplette Triumph. Mit Speerspitze Alan Jones und Carlos Reutemann gelang 1980 und 1981 der Triumph in der Konstrukteurs-WM, Jones krönte sich zudem 1980 zum Weltmeister.

In den folgenden Jahren gehörte Williams zu den Topteams der Formel 1. 1982 gewann Keke Rosberg die Fahrer-WM, das Team selbst triumphierte 1986 und 1987 wieder. Die erfolgreichste Zeit der Teamhistorie folgte allerdings in den 1990er-Jahren.

Zwischen 1992 und 1997 gewann Williams viermal die Fahrer-WM mit vier unterschiedlichen Fahrern (Nigel Mansell, Alain Prost, Damon Hill und Jacques Villeneuve) sowie gleich fünfmal die Konstrukteurs-WM. 1994 ereignete sich mit dem Tod Ayrton Sennas beim Rennen in Imola aber wohl auch die schwärzeste Stunde der Teamgeschichte.


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Einzig 1995 konnte Williams in dieser Zeit keinen Titel einfahren, zu stark war Michael Schumacher mit seinem Benetton-Team. Nachdem der Kerpener zu Ferrari gewechselt war und dort anfangs mit stumpfen Waffen kämpfte, war Williams 1996 und 1997 nicht zu schlagen. Nach dem Rückzug von Motorenpartner Renault ging die große Zeit des Teams jedoch zu Ende.

Nach einem kleinen Aufschwung mit BMW-Motoren zwischen 2000 und 2005 ging es von 2006 an immer weiter bergab, in den letzten Jahren zierte Williams gar das Ende des Feldes. 2020 wurde das Team nach über 40 Jahren in Familienbesitz an Dorilton Capital verkauft, der Name besteht jedoch weiter.

3. McLaren: Acht Konstrukteurstitel, zwölf Fahrertitel

Konstrukteurs-WM: 1974, 1984, 1985, 1988, 1989, 1990, 1991, 1998

Fahrer-WM: 1974, 1976, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1990, 1991, 1998, 1999, 2008

Im Jahr 1963 wurde der Rennstall durch den Neuseeländer Bruce McLaren gegründet, drei Jahre später gab das Team beim Großen Preis von Monaco sein Debüt in der Formel 1. Bruce McLaren war es 1968 beim Rennen in Belgien vergönnt, den ersten Sieg für das Team einzufahren. Zwei Jahre später verstarb er bei Testfahrten in Goodwood.

Das Team wurde anschließend von seiner Frau Patty und Teammanager Teddy Mayer fortgeführt, die ersten großen Erfolge gab es 1974 mit dem Doppelpack aus Konstrukteurs- und Fahrer-WM durch den Brasilianer Emerson Fittipaldi. Nach einem weiteren WM-Titel durch James Hunt 1976 konnte McLaren für einige Jahre nicht mehr mit den Topteams mithalten.


Fotostrecke: McLaren MP4/4 von 1988: Dominanz pur!

Durch die Fusion mit dem Formel-2-Team von Ron Dennis, der anschließend das Team führte, kehrten Mitte der 1980er-Jahre die Erfolge zurück. 1984 lieferten sich Niki Lauda und Alain Prost ein dramatisches WM-Rennen, das der Österreicher mit einem halben Punkt Vorsprung für sich entschied.

Die erfolgreichste Ära erlebte das Team zwischen 1988 und 1991 mit Honda-Antrieb im Heck, die Duelle der beiden Alphatiere Prost und Ayrton Senna im Cockpit gingen in die Geschichte ein. Mit der aufkommenden Dominanz von Williams zu Beginn der 1990er-Jahre wurde McLaren etwas zurückgedrängt. 1998 und 1999 gelang infolge einer massiven Regeländerung und mit Designguru Adrian Newey die Rückkehr an die Spitze.

Im neuen Jahrtausend gehörte McLaren zwar gerade in den ersten Jahren weiter zu den Topteams, mehr als der Fahrertitel durch Lewis Hamilton 2008 sollte aber nicht mehr gelingen. Nach einem fast grotesk anmutenden Absturz mit Honda-Motoren ab 2015 gelang dem Team zuletzt wieder ein deutlicher Aufschwung.

4. Mercedes: Sieben Konstrukteurstitel, neun Fahrertitel

Konstrukteurs-WM: 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020

Fahrer-WM: 1954, 1955, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020

Die lange Historie in der Formel 1 hat Mercedes nicht zu bieten, dennoch finden sich die Stuttgarter unter den erfolgreichsten Teams der Geschichte. Das liegt vor allem an der jüngsten Vergangenheit, in der die "Silberpfeile" (die teilweise nicht mehr silbern sind) die Formel 1 nach Belieben dominierten.

Bemerkenswert: Mercedes hat in der Formel 1 mehr Jahre mit Titelgewinnen als ohne. Denn schon beim kurzen Intermezzo in der Frühphase der Formel 1, als Mercedes 1954 und 1955 dabei war, gewann der Hersteller mit dem Stern mit Juan Manuel Fangio in beiden Jahren die WM.


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Das Comeback feierte Mercedes mit Pauken und Trompeten für die Saison 2010. Das amtierende Weltmeisterteam Brawn wurde übernommen, als Fahrer kein Geringerer als Michael Schumacher verpflichtet. Von Jahr zu Jahr machte Mercedes Fortschritte, aber erst mit der Einführung der Hybridmotoren 2014 gelang der Sprung zur dominanten Kraft.

In den ersten Jahren des neuen Reglements war der Mercedes-Motor haushoch überlegen, die Konkurrenz konnte gegen Lewis Hamilton und den nach seinem WM-Titel 2016 zurückgetretenen Nico Rosberg kaum etwas ausrichten.

Inzwischen sind die Motoren deutlich näher beieinander, an der Vormachtstellung der Silberpfeile hat sich aber bislang nichts geändert. 2020 stellte Hamilton durch seinen siebten Titel den für die Ewigkeit gedachten WM-Rekord Schumachers ein.

5. Lotus: Sieben Konstrukteurstitel, sechs Fahrertitel

Konstrukteurs-WM: 1963, 1965, 1968, 1970, 1972, 1973, 1978

Fahrer-WM: 1963, 1965, 1968, 1970, 1972, 1978

Der Name Lotus ist mit der Formel 1 untrennbar verbunden, vor allem durch den legendären Teamchef Colin Chapman. 1958 stieg der Rennstall in die Formel 1 ein, fünf Jahre später begann die große Zeit des Teams mit dem ersten Titel durch Jim Clark.

Chapman hatte bei seinen Autos stets ein Gespür für Innovationen, dadurch war Lotus den anderen Teams oft einen Schritt voraus. 1965 und 1968 gewann das Team mit Clark und Graham Hill weitere Titel. Auch 1970 stand am Saisonende der Doppelpack aus Konstrukteurs- und Fahrer-WM, doch jenes Jahr ging durch besonders tragische Umstände in die Geschichte ein.

Lotus Piquet

Die schwarz-goldene Lackierung war das Markenzeichen von Lotus Zoom

Der Österreicher Jochen Rindt dominierte die Saison fast nach Belieben, ehe er beim Rennen in Monza ums Leben kam. Da kein anderer Fahrer Rindt in den verbleibenden vier Saisonrennen in der WM-Wertung noch abfangen konnte, wurde Rindt der erste und bislang einzige posthum geehrte Weltmeister.

Auf die Erfolge von Lotus hatte dieses tragische Ereignis jedoch keine Auswirkungen. Die 1970er-Jahre standen ganz im Zeichen der schwarz-goldenen Boliden, mit denen 1972, 1973 und 1978 der Triumph in der Hersteller-WM gelang.

Besonders die Saison 1978 wurde dabei zum Sinnbild der Genialität Chapmans. Mit dem Lotus 79 entwickelte er erstmals einen Wagen, der komplett auf den sogenannten "Ground-Effect" setzte. Sein Debüt feierte das Auto im Training beim Großen Preis von Monaco, der erste Renneinsatz folgte beim sechsten Saisonlauf in Belgien.

Die beiden Lotus-Piloten Mario Andretti und Ronnie Peterson waren in der Folge kaum noch zu schlagen. Andretti wurde Weltmeister, Peterson Vize. Der Schwede verunglückte dabei jedoch - wie bereits Rindt acht Jahre zuvor - in Monza bei einem Unfall tödlich.

Nach dem Tod Chapmans im Jahr 1982 war auch die große Zeit des Teams zu Ende. 1994 bestritt das Lotus-Team in seiner ursprünglichen Zusammensetzung sein letztes Rennen in der Formel 1.

6. Red Bull: Vier Konstrukteurstitel, vier Fahrertitel

Konstrukteurs-WM: 2010, 2011, 2012, 2013

Fahrer-WM: 2010, 2011, 2012, 2013

Mit der Übernahme des Jaguar-Teams zur Saison 2005 betrat der Getränkehersteller Red Bull die Bühne der Formel 1. Nach wenig erfolgreichen Anfangsjahren verhalf eine Regeländerung zur Saison 2009 dem Team zum Durchbruch.

Unter Stardesigner Adrian Newey spielte Red Bull von nun an im Konzert der Großen mit, wenngleich 2009 durch den von Brawn eingeführten Doppeldiffusor der WM-Titel noch nicht erreicht wurde.

Zwar stieg Red Bull mit dem jungen Deutschen Sebastian Vettel durch konsequente Nachentwicklung des revolutionären Systems zum besten Team auf, der Rückstand in der WM-Wertung war aber nicht mehr aufzuholen.


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So knapp Red Bull 2009 gescheitert war, so dramatisch gelang Vettel 2010 im letzten Rennen der Saison durch einen gravierenden Strategiefehler von Ferrari bei deren WM-Kandidaten Fernando Alonso der Titelgewinn. Gemeinsam mit Mark Webber bildete Vettel ein Topduo, das Red Bull bis einschließlich 2013 zur unantastbaren Kraft machte.

Durch die Einführung der Hybridmotoren 2014 fand Red Bulls Siegesserie aber ein jähes Ende. Motorenpartner Renault hing völlig hinterher, Ende des Jahres verließ Vettel das Team Richtung Ferrari. Mit Honda-Antrieb im Heck und Max Verstappen als Galionsfigur gelang Red Bull zuletzt aber wieder der Aufstieg zum größten Mercedes-Jäger.

7. Cooper: Zwei Konstrukteurstitel, zwei Fahrertitel

Konstrukteurs-WM: 1959, 1960

Fahrer-WM: 1959, 1960

Cooper war nach Einführung 1958 der erste Rennstall, der die Konstrukteurs-WM zwei Jahre nacheinander gewinnen konnte. Gemeinsam mit Jack Brabham wurden 1959 und 1960 jeweils beide Titel gewonnen. Brabhams Teamkollege zu dieser Zeit war Bruce McLaren, der 1960 Vizeweltmeister wurde und später seinen eigenen Rennstall McLaren gründete.

Cooper war das erste Team, das die WM mit einem Fahrzeug mit Heckmotor gewinnen konnte. Die Briten galten als Pioniere dieses Designs, das sich seither in der Formel 1 durchgesetzt hat.

Cooper konnte noch bis 1967 vereinzelt Rennen gewinnen, die großen Erfolge in der WM blieben jedoch aus. 1969 bestritt das Team sein letztes Rennen in der Formel 1.

8. Brabham: Zwei Konstrukteurstitel, vier Fahrertitel

Konstrukteurs-WM: 1966, 1967

Fahrer-WM: 1966, 1967, 1981, 1983

Noch während seiner Zeit bei Cooper gründete Jack Brabham sein eigenes Team, mit dem er 1962 erstmals am Renngeschehen teilnahm. Bereits 1964 gewann das Team mit Dan Gurney die ersten Rennen, 1966 gelang Brabham dann durch den Teamgründer selbst der Triumph in Fahrer- und Konstrukteurs-WM.

Bob Anderson 1966

Der Brabham aus dem Jahre 1966 (hier Bob Anderson im Bild) Zoom

Auch 1967 sicherte sich Brabham beide Titel, auf Fahrerseite musste sich Jack Brabham aber seinem Teamkollegen Denny Hulme geschlagen geben. Es waren für längere Zeit die letzten Titel für das Team, wenngleich immer wieder starke Jahre und einige Siege dabei waren.

1981 und 1983 gewann der Brasilianer Nelson Piquet mit Brabham zwei WM-Titel. Spätestens mit Piquets Abgang Ende 1985 war der Niedergang des Teams nicht mehr aufzuhalten. WM-Punkte waren in den folgenden Jahren Mangelware, 1992 zog sich Brabham zurück.

9. Renault: Zwei Konstrukteurstitel, zwei Fahrertitel

Konstrukteurs-WM: 2005, 2006

Fahrer-WM: 2005, 2006

Der Name Renault hat eine lange Geschichte in der Formel 1 - bereits 1977 stiegen die Franzosen mit einem eigenen Team in die Formel 1 ein. Nach dem Ausstieg 1985 machte sich Renault vor allem als Motorenlieferant einen Namen und fuhr mit Benetton und vor allem Williams in den 1990er-Jahren große Erfolge und zahlreiche Titel ein.

Als Werksteam jedoch kehrte Renault erst 2002 nach der Übernahme des Benetton-Teams zurück. Mit dem jungen Spanier Fernando Alonso beendete Renault 2005 die jahrelange Dominanz von Ferrari und Michael Schumacher, wenngleich in jenem Jahr ohnehin McLaren mit Kimi Räikkönen der große Konkurrent war.

Fernando Alonso

Fernando Alonso gewann 2005 und 2006 die WM mit Renault Zoom

2006 kehrte Ferrari gestärkt zurück, es kam zum Duell zwischen Schumacher und Alonso. Ein Motorschaden beim vorletzten Rennen in Japan sorget für die Vorentscheidung zugunsten des Spaniers. Nach Schumachers erstem Rücktritt am Ende der Saison schien der Weg frei für eine dominante Epoche des Fernando Alonso. Doch es kam anders.

Alonso wechselte 2007 zu McLaren und kehrte nach einem Jahr verbrannter Erde 2008 zu Renault zurück. Die alten Erfolge gelangen dem Team aber nicht mehr. Ende 2011 zog sich Renault als Werksteam wieder zurück und beschränkte sich auf die Tätigkeit als Motorenpartner.

Das Comeback feierte Renault dann 2016 mit einem klaren Plan, binnen fünf Jahren um die WM mitkämpfen zu wollen. Daraus wurde nichts, wenngleich Daniel Ricciardo 2020 auf dem Nürburgring das erste Podium für das Team seit dem Comeback einfuhr. Mit Beginn der Saison 2021 startet Renault unter dem Namen Alpine.

10. Vanwall, BRM, Matra, Tyrrell, Benetton, Brawn - jeweils ein Konstrukteurstitel

Konstrukteurs-WM: 1958 (Vanwall), 1962 (BRM), 1969 (Matra), 1971 (Tyrrell), 1995 (Benetton), 2009 (Brawn)

Fahrer-WM: 1962 (BRM), 1969 (Matra), 1971 & 1973 (Tyrrell), 1994 & 1995 (Benetton), 2009 (Brawn)

Ein halbes Dutzend Teams hat einen Konstrukteurstitel in der Formel 1 gewonnen. Vanwall ging dabei als erster Gesamtsieger der Konstrukteurs-WM überhaupt in die Geschichte ein. Noch berühmter jedoch war das Fair Play von Vanwall-Pilot Stirling Moss, der sich gegen eine Disqualifikation seines schärfsten WM-Rivalen Mike Hawthorn aussprach und am Ende der Saison einen Punkt hinter Hawthorn landete.

Michael Schumacher

Michael Schumacher brachte Benetton 1995 den Konstrukteurstitel Zoom

BRM gewann seinen einzigen Titel 1962 mit Graham Hill und Ritchie Ginther als Fahrerpaarung. Matra trat als Werksteam 1969 zwar gar nicht an, tat sich aber mit Ken Tyrrell zusammen, der das Team als Matra International führte. Jackie Stewart sicherte sich überlegen den Titel.

1971 gewann dann Tyrrell unter eigenem Namen seinen einzigen Teamtitel. 1995 folgte Benetton mit Michael Schumacher, der bereits ein Jahr zuvor die Fahrer-WM für sich entschieden hatte. 2009 gelang dem Brawn-Team, das aus den von Ross Brawn übernommenen Resten des Honda-Werksteams bestand, die vielleicht größte Sensation.

Mit dem neu entwickelten Doppeldiffusor fuhr Brawn zu Saisonbeginn in einer eigenen Liga und erarbeitete sich genügend Vorsprung, um sowohl den Fahrertitel für Jenson Button als auch die Konstrukteurs-WM ins Ziel zu bringen.

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