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  • 27.05.2011 · 21:01

Di Resta: "Muss Vertrauen aufbauen"

Force-India-Pilot Paul di Resta fährt zum ersten Mal mit einem Formel-1-Boliden in Monaco - Der Schotte muss sein Vertrauen zum Auto noch steigern

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Neuling Paul di Resta kennt den Stadtkurs in Monaco aus seiner Formel-3-Zeit. Trotzdem ist die Strecke in einem Formel-1-Boliden ganz anders. Der Schotte wollte sich am ersten Trainingstag daran gewöhnen, doch am Nachmittag rollte sein Force India schon früh aufgrund eines Getriebeproblems aus. Somit konnte der amtierende DTM-Meister nur 15 Runden fahren. Die beiden anderen Neulinge konnten bedeutend mehr Erfahrung sammeln. Pastor Maldonado drehte 49 und Sergio Perez 47 Runden.

Paul di Resta

Force-India-Pilot Paul di Resta gefällt der Casino-Abschnitt am besten

Frage: "Vor einigen Jahren bist du in der Formel 3 in Monaco gefahren. Wie ist es dir am Donnerstag ergangen?"
Paul di Resta: "Es war hart. Es gab nichts unerwartetes, aber man muss auf dieser Strecke sein Vertrauen aufbauen. Leider habe ich am Ende etwas Fahrzeit verloren. Das war unglücklich, aber ich konnte einige Runden fahren. Ich kann jetzt darüber nachdenken und auf den Erkenntnissen aufbauen."

Frage: "Wie ist es, wenn man auf einer Strecke, die man gut kennt, mit einem komplett anderen Auto fährt?"
Di Resta: "Es kommt darauf an, wie vertraut du mit dem Auto bist. Mir hat es gefallen, denn es ist ein Ort, den man genießen kann. Es bleibt nicht die Zeit um an irgendetwas anderes zu denken. Ich werde aber erst nach dem Wochenende mein Urteil abgeben. Im Moment kann ich nur sagen, dass noch viel Arbeit vor mir liegt. Ich brauche noch Runden, um die ideale Zeit zu fahren. Hoffentlich bekomme ich das bis zum Qualifying am Samstag hin."


Fotos: Force India, Großer Preis von Monaco, Donnerstag


Frage: "Geht es darum, wie knapp man Runde für Runde an die Leitplanken heranfahren kann?"
Di Resta: "Ich würde nicht sagen, dass es das ist. Man ist immer nur ein paar Zentimeter von den Leitplanken entfernt. Es geht darum, wie viel Vertrauen man hat. Man muss das Auto an die Leitplanken heranrutschen lassen. Man ist am Limit, wenn man das tut. Derzeit fahre ich noch das Auto Richtung Leitplanken, anstatt das mich das Auto dorthin treibt. Es ist ein Spiel. An der Spitze stehen die Jungs, die das größte Vertrauen in ihr Auto haben, und diejenigen, die das schon oft gemacht haben."

Frage: "Dir hat Monaco in deiner Formel-3-Zeit gefallen. In einem Formel-1-Auto muss es aber eine spezielle Erfahrung sein?"
Di Resta: "Mein Ingenieur war sehr glücklich mit meiner Leistung. Er ist zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich glücklicher als ich es bin. Wir wissen wie wir arbeiten müssen, denn wir sind schon seit einigen Grands Prix zusammen. Wir steigern uns ständig. Es wäre schön, wenn ich das Auto auch am Freitag fahren könnte, aber gleichzeitig mussten wir nicht über Nacht Entscheidungen treffen. Wie konnten uns mehr Überblick verschaffen."

Frage: "Was sagst du zu DRS in Monaco?"
Di Resta: "Es ist knifflig. Ich bin mir nicht sicher, ob man einen großen Vorteil daraus ziehen kann. Ich glaube nicht, dass es hier sehr wichtig ist. Es ist aber im Auto verbaut und gibt dir einen kleinen Zeitvorteil."

Frage: "Welcher Streckenabschnitt beeindruckt dich am meisten?"
Di Resta: "Casino. Das ist die schnellste Kurve der Strecke. Wenn man über die Kuppe fährt glaubt man, dass die Aerodynamik nicht funktionieren kann - aber sie tut es und leitet dich um die Kurve. Der mechanische Grip des Autos ist auf den Bodenwellen sehr gut."

Frage: "Was war genau das technische Problem?"
Di Resta: "Es war nur eine kleine Panne. Es ist nichts gebrochen, aber wir mussten das untersuchen. Ich bin durch die Schikane gefahren und habe den Vortrieb verloren. Dabei habe ich mehr als das halbe Training verloren und konnte nicht mit der superweichen Reifenmischung fahren."

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