• 25.05.2023 16:38

  • von Kevin Hermann, Co-Autor: Matt Kew

De Vries reagiert auf Rauswurf-Gerüchte bei AlphaTauri: "Kein Schock"

AlphaTauri-Formel-1-Pilot Nyck de Vries hat sich zu Gerüchten geäußert, dass sein Cockpit beim italienischen Team unter Gefahr sein könnte

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Pilot Nyck de Vries sagt, es sei "kein Schock", Spekulationen zu hören, dass er bei AlphaTauri ersetzt werden könnte, nachdem er in seiner Rookie-Saison bisher viele Fehler gemacht hat.

Titel-Bild zur News: Nyck de Vries

Nyck de Vries im Fahrerlager von Monaco Zoom

Der Formel-2- und Formel-E-Champion liegt in der Meisterschaft aktuell auf dem letzten Platz, gleichauf mit Williams-Neuling Logan Sargeant, da die beiden nach fünf Runden noch keinen Punkt geholt haben.

Als schließlich der Red-Bull-Reservefahrer und achtfache Grand-Prix-Sieger Daniel Ricciardo Anfang des Monats, wie für einen Ersatzfahrer üblich, eine Sitzanpassung bei AlphaTauri vornahm, begannen die Gerüchte über de Vries' Zukunft zu brodeln.

De Vries: Spekulationen "sind ganz normal" bei Red Bull

Vor dem Rennen in Monaco an diesem Wochenende äußerte sich de Vries zu den Spekulationen über die Sicherheit seines Platzes in der Startaufstellung und räumt ein, dass es kein "Schock" sei, von der Ungewissheit zu hören.Er sagt: "Ja [ich fühle mich mit meinem Platz sicher]. Es ist auch kein Schock für mich. Es ist ganz normal."

"Das ist diese Branche. Das war bei Red Bull und in der Formel 1 schon immer so. Ich glaube wirklich, dass es nicht anders ist als zu Beginn der Saison. Man muss immer Leistung bringen, man muss immer liefern. Das war in meiner ganzen Karriere so. Als Fahrer kämpft man immer um sein Überleben, und man muss immer Leistung bringen, um seine Karriere erfolgreich fortzusetzen. Das ist ganz normal. So ist es immer gewesen."

Marko über de Vries: "Nicht das, was wir erwartet haben"

In einem YouTube-Video auf dem Kanal von 'Formel1.de' hat sich Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko über die Leistungen über de Vries wie folgt geäußert: "Wie Sie richtig sagen, sind die Leistungen von Nyck de Vries nicht dem, was wir uns von ihm erwartet haben."

"Er ist im Schnitt drei Zehntel hinter Yuki [Tsunoda]. Und dazu kommt noch, dass er in den letzten Rennen auch immer öfters Crashes hatte. Natürlich beobachten wir die Situation, aber von all den Gerüchten... Er ist, er ist nicht angezählt [und es gibt] kein Ultimatum."


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"Aber wir beobachten die Situation und wenn es notwendig ist, werden wir reagieren, in welcher Form auch immer. Und da sind auch die Zurufe von TV-Kommentatoren und dergleichen. Also in keiner Weise, dass das uns irgendwie beeinflussen würde."

De Vries: Druck ist nicht größer als zuvor

De Vries fügt hinzu, dass er versucht habe, die Berichte zu vermeiden, aber dass Nachrichten über seine Zukunft durchgesickert seien. Zudem wehrt sich der Niederländer weiterhin gegen den Eindruck eines erhöhten Drucks und vermutet, dass das größere Formel-1-Publikum für die verstärkte Prüfung seiner AlphaTauri-Position verantwortlich sei.

Er sagt: "Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass der Druck größer ist als zu jeder anderen Zeit. Der einzige Unterschied in der Formel 1 ist, dass man viel mehr Lärm um sich herum hat. Vor allem, wenn es eine kleine Lücke gibt, gibt es mehr Spekulationen und Gerede. Das ist wahrscheinlich der größte Unterschied im Vergleich zu anderen Meisterschaften. Aber wenn es um den Job geht, muss jeder seinen Job machen und Leistung bringen."


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De Vries ist bisher auch durch häufige Unfälle aufgefallen. Im Qualifying von Aserbaidschan crashte er in Kurve drei, ehe er im Rennen in Kurve fünf die Mauer berührte und das Rennen aufgeben musste. Auch in Miami kollidierte er mit McLaren-Fahrer Lando Norris.

De Vries gesteht: Habe zu viele Fehler gemacht

De Vries will diese Fehler nicht verschweigen und sagt: "Ich denke definitiv, dass ich persönlich zu viele Fehler gemacht habe. Das werde ich ganz offen zugeben. Ich glaube auch, dass die Pace in einigen Momenten stark war, und das ermutigt mich und gibt mir Zuversicht. Aber ich war nicht in der Lage, es am Ende auszuführen und zusammenzufügen. Aber ich glaube, das Tempo war da."

Beim Blick auf die Daten, die uns vom Technologieunternehmen 'PACETEQ' zur Verfügung gestellt werden, ist das Teamduell bei AlphaTauri bisher eine klare Sache. Im Qualifying fehlen de Vries knapp drei Zehntel auf Tsunoda, im Rennen sind es sogar fast viereinhalb Zehntel pro Runde.

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