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De la Rosa: Lewis Hamilton brachte McLaren aus dem Konzept

Ex-McLaren-Testpilot Pedro de la Rosa erklärt, inwiefern sich die Truppe aus Woking von Lewis Hamilton blenden ließ und wie viele Titel er dem Briten noch zutraut

(Motorsport-Total.com) - Pedro de la Rosa war dabei, als der inzwischen dreimalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton sein Formel-1-Debüt gab. Der Youngster schlug bei seiner McLaren-Premiere in Melbourne 2007 ein wie eine Bombe, attackierte seinen Teamkollegen Fernando Alonso und wurde starker Dritter - und startete so eine Weltkarriere. De la Rosa, der als Ersatzmann im Jahr davor für Juan-Pablo Montoya eingesprungen war, musste damals sein Cockpit für den Briten räumen.

Lewis Hamilton, Pedro de la Rosa

Lewis Hamilton und Pedro de la Rosa waren eine Zeitlang Teamkollegen Zoom

Und ihm war von Anfang an klar, dass Hamilton sich von den meisten seiner Kollegen unterschied. "Als er sein Debüt machte, da merkte ich, dass er etwas ganz Besonderes ist", sagt der 44-jährige Spanier gegenüber 'El Mundo'. Ein Glücksfall für McLaren, den abgesehen von Gary Paffett hatte das britische Team keine große Tradition in der Nachwuchsförderung.

Dass man mit Hamilton aus dem Nichts einen Goldgriff machte, wurde der Mannschaft später laut de la Rosa zum Verhängnis. "Vielleicht war es ein Problem, dass der erste Pilot, auf den sie gesetzt hatten, ein Volltreffer war. Sie dachten, dass das gleiche wieder passieren würde." Nach Hamilton setzte McLaren mit Heikki Kovalainen und Sergio Perez weiter auf die Jugend, mit Kevin Magnussen und Stoffel Vandoorne bildete man zwei Nachwuchshoffnungen aus, doch bislang scheiterte man daran, einen neuen Hamilton zu finden.

Pedro de la Rosa, Martin Whitmarsh

De la Rosa rieht Martin Whitmarsh davon ab, auf die Jugend zu setzen Zoom

"Ich erinnere mich an ein Gespräch mit Martin Whitmarsh", verweist de la Rosa auf den McLaren-Teamchef der vergangenen Jahre. "Ich sagte ihm, er solle das Lotteriespiel beenden, denn er habe mit diesem Jungen bereits den Jackpot geknackt." Doch bei McLaren wollte man sich nicht vom Kurs abbringen und setzte weiter auf junge Talente.

De la Rosa traut Hamilton zu, noch weitere zwei Titel zu holen, wodurch er am Ende fünf Weltmeisterschaften auf sein Konto verbuchen würde. Der Brite habe seit der gemeinsamen Zeit bei McLaren gelernt, "besser mit den Reifen umzugehen, denn sein Fahrstil ist sehr aggressiv". De la Rosa sieht seinen Landsmann Alonso nach wie vor als den "kompletteren Fahrer", Hamilton habe aber im Gegensatz zu ihm und Sebastian Vettel "eine tödliche Waffe, die den anderen deutlich überlegen ist".

2016 rechnet er zwar damit, dass die Konkurrenz zu Mercedes aufschließen wird, "aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er dann nicht das Auto haben wird, mit dem man Weltmeister werden kann".

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