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Das neue Gesicht von Silverstone

Silverstone muss ausgebaut werden, um mit dem Zustrom von exotischen Grand-Prix-Kursen konkurrieren zu können - die Pläne dazu bestehen bereits

(Motorsport-Total.com) - Obwohl sich die britische Regierung nach wie vor weigert, Silverstone bezüglich seiner Umbaumaßnahmen finanziell direkt den Rücken zu stärken, um die Strecke als Austragungsort im Grand-Prix-Kalender zu erhalten, möchte man den Streckenbetreibern zumindest anderweitig entgegenkommen - soweit es geht. Während seines Besuches in Northamptonshire traf sich der amtierende britische Sportminister Gerry Sutcliffe mit dem Präsidenten des 'British Racing Drivers' Club' (BRDC), Damon Hill.

Rubens Barrichello

Silverstone soll in Zukunft nicht mehr so altmodisch wirken

Die Zusammenkunft fand im Rahmen einer Präsentation für Behörden- und 'BRDC'-Mitglieder, darunter Richard Phillips (Geschäftsführer der 'Silverstone Circuits Limited', Anm. d. Red.) statt, wo Pläne über die Umstrukturierungsmaßnahmen der Strecke erläutert wurden.#w1#

Sutcliffe kommentierte das Treffen mit den Worten: "Wir wollen alle, dass der Große Preis von Großbritannien hier in Silverstone erhalten bleibt, und ich gratuliere dem 'BRDC' zu der Arbeit, welche sie bereits bewältigt haben, damit unser Wunsch in Erfüllung geht."

"Wir haben die große Möglichkeit, aus Silverstone einen sportlichen Austragungsort erster Klasse mit künftigen Möglichkeiten zur Ausbildung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Tourismus zu machen. Ich biete dem Vorhaben alle meine Unterstützung an und werde mit all meinen Kollegen zusammenarbeiten, um bei dessen Entwicklung zu helfen."

Während der Präsentation wurde der große "Master Plan" erläutert, eine Zusammenstellung von Bauvorhaben, welche die Attraktivität der Strecke steigern sollen. 'BRDC'-Präsident Hill betonte die Wichtigkeit der Erhaltung von Silverstone als Formel-1-Standort.

"Nächstes Jahr feiern wir das 60. Jahr Motorsport in Silverstone. In der ganzen Zeit hat der 'BRDC' Silverstone gefördert und den Kurs als weltweit führenden Motorsport- und Grand-Prix-Austragungsort aufrecht erhalten."

"Mit einer Handvoll Strecken wie Monza, Spa oder Monaco bleibt es einer der seltenen Originale auf dem Grand-Prix-Kalender. Zusammen mit einem hochprofessionellen Kommerz-Team der Silverstone Holdings Limited sind wir entschlossen, diese Tradition fortzuführen."

"Der stimulierende Effekt von Silverstone auf den Motorsport, Unterhaltung und die Hersteller darf nicht unterschätzt werden. Die Bedeutung des Großen Preises von Großbritannien für die kommenden Generationen von Fahrertalenten braucht man nicht weiter betonen. Die Mosses, Stewarts, Mansells und Hamiltons der Zukunft brauchen einen Heim-Grand-Prix", erklärt der Formel-1-Weltmeister von 1996.

"Nachdem ich selbst den britischen Grand Prix gewonnen habe, weiß ich, wie besonders es für einen Fahrer ist, das eigene Heimrennen zu gewinnen. Ich wünsche den britischen Fahrern der Zukunft sehr, dass sie diese Erfahrung einmal am eigenen Leib erfahren können."

Eine Kommission von 'BRDC'-Mitgliedern machte sich Gedanken über einen Ausbau der Einrichtungen an der Strecke von Silverstone und hielt ihre Überlegungen und Ergebnisse in einem sogenannten großen "Master Plan" fest. Das Bauvorhaben fand Beifall unter den übrigen Mitgliedern des Clubs großen Beifall und wurde der örtlichen Behörde zwecks Erteilung der Baugenehmigung übermittelt.

In den nächsten zehn Jahren soll das Gelände in und um Silverstone ausgebaut werden, die Fläche, auf der sämtliche Bauvorhaben realisiert werden sollen, ist in etwa 540.000 Quadratmeter groß. Die Planung schließt dabei ein Test-Zentrum für Hersteller ein, einen Business-Park, einen großen Sport- und Freizeitkomplex, zwei Hotels mit Blick auf die Strecke, ein Willkommens-Zentrum mit Museum sowie eine Arena für Veröffentlichungen und Open-Air-Events.

Dazu sollen die Boxenanlagen und Paddock-Einrichtungen erweitert werden, ebenso wie die Haupttribüne. Deren Ausbau ist eine der Bedingungen, die eingehalten werden müssen, damit ein neuer Vertrag für den Britischen Grand Prix in Silverstone überhaupt unterzeichnet wird.

"Die Regierungen auf der ganzen Welt haben die Bedeutung von Motorsport auf ihre Wirtschaft erkannt", führt Phillips aus. "Viele haben eine Menge Geld in den Grand-Prix-Sport investiert und einige andere haben auch Ambitionen, welche in diese Richtung gehen."

"Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass diese neuen Rennstrecken dazu benutzt werden, um die Attraktivität für High-Tech-Firmen zu erhöhen. Und sie haben uns ins Visier genommen. Die Bedrohung ist sehr groß und ein Verlust des Britischen Grand-Prix wäre ein Hinweis auf einen langsam schmelzenden Eisberg," sorgt sich Phillips um den "Mongolensturm" der asiatischen Rennstrecken, welche alle bereits die Hand am Türknauf zum schnellsten Sport der Welt haben.

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