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Daniel Ricciardo schließt Übergangsjahr als Testfahrer nicht aus

Weil Daniel Ricciardo die Optionen auf ein Stammcockpit 2023 ausgehen könnten, würde er auch in die zweite Reihe zurückgehen, um 2024 wieder im Grid zu sein

(Motorsport-Total.com) - Muss Daniel Ricciardo auf der Suche nach einem Stammcockpit in der Formel 1 eine Zwangspause einlegen? Der Australier braucht nach der Trennung von McLaren zum Saisonende 2022 ein neues Team, will er auch im kommenden Jahr in der Königsklasse fahren. Doch weil ihm die Optionen auszugehen scheinen, schließt er auch einen Testfahrerjob oder ein Jahr Auszeit nicht aus.

Daniel Ricciardo (McLaren) bereitet sich auf das Training zum Formel-1-Rennen in Zandvoort 2022 vor

Daniel Ricciardo könnte 2023 eine Auszeit nehmen müssen Zoom

"Ich bin was mögliche Szenarien angeht ziemlich offen", sagt Ricciardo und sieht bei allen Varianten Vor- und Nachteile. "Die vergangenen 18 Monate waren ziemlich hart, von daher würde mir etwas Auszeit vielleicht gut tun, aber natürlich ist es auch gut, wenn man aktiv bleibt. Von daher möchte ich mir alles anhören", meint er.

Auch eine Reserverolle bei einem anderen Team sieht er als Option an: "Ich möchte nicht zu stolz oder zu gut dafür sein. Ich möchte mir einfach alles anhören, was sinnvoll ist", sagt er. "Das könnte auch etwas sein, das mir für die Zukunft hilft. Das kommende Jahr könnte eines sein, in dem man vielleicht etwas Geduld braucht."

"Nicht um jeden Preis" mitfahren

Viele Cockpits sind in der Formel 1 nicht mehr offen. Die beste Option wäre wohl eine Rückkehr zu Alpine, doch dort scheint man ein Auge auf Pierre Gasly geworfen zu haben. Die Rückkehr nach Faenza zu AlphaTauri erscheint unlogisch, und ansonsten gibt es offiziell mit Williams, Alfa Romeo und Haas nur offene Cockpits weiter hinten im Feld.


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"Ich möchte weiterhin im Grid sein, aber vielleicht nicht um jeden Preis", sagt er. Das heißt, dass eine Rolle als Testfahrer bei einem großen Team vielleicht sogar attraktiver sein könnte als ein Renncockpit am Ende des Feldes.

"Das sind alles Dinge, die ich herausfinden muss. Ich habe nicht jede Option unter dieser Sonne, aber es wird Entscheidungen geben, die ich für mich selbst treffen muss, was das Beste für mich ist und wo ich das Gefühl habe, dass ich wieder auf das Niveau komme, das ich kenne", so der Australier, der betont, dass er zumindest mit Stolz sagen kann, dass er nicht gebrochen sei.

Kein Wechsel in andere Rennserie

"Ich hätte mir gewünscht, dass die 18 Monate besser verlaufen wären, aber mir geht es noch gut und ich schaue nach vorne", stellt er klar. Und darum liebe er die Formel 1 noch immer und möchte weiter ein Teil von ihr sein.


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Die Formel 1 zugunsten einer anderen Rennserie aufgeben möchte er vorerst nicht. "Wenn ich im kommenden Jahr nicht im Grid stehe, dann werde ich definitiv versuchen, einen Weg zu finden, um 2024 dabei zu sein. Das ist der einzige Rennsport, an dem ich im Moment interessiert bin. In meinem Kopf bin ich immer noch ein Formel-1-Fahrer", sagt er.

"Ich bin stolz darauf, was ich erreicht habe, und ich habe das Gefühl, dass ich noch etwas mehr von mir zeigen oder geben kann." Ricciardo stellt klar: "Ich würde im kommenden Jahr in keiner anderen Rennserie fahren."