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  • 13.10.2012 · 12:37

Compliance: Daimler sichert sich im Fall Ecclestone ab

Mercedes hat zugestimmt, bis 2020 in der Formel 1 zu bleiben, könnte aber Druck ausüben, sollte Bernie Ecclestone in München verurteilt werden

(Motorsport-Total.com/SID) - Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone gerät wegen des Verdachts der Bestechung immer mehr unter Druck. Sollte der 81-jährige Brite wegen dubioser Zahlungen im Zuge des Verkaufs von Anteilen an der Rennserie tatsächlich angeklagt werden, will der Rennstall Mercedes offenbar die Absetzung Ecclestones vorbereiten. Das berichtet die 'Süddeutsche Zeitung'.

Norbert Haug und Pasquale Lattuneddu

Norbert Haug im Gespräch mit Pascquale Lattuneddu, Ecclestones rechter Hand Zoom

Die Silberpfeile wollen dann demnach mit anderen Teams und Sponsoren eine breite Front gegen Ecclestone aufbauen und den bisher allmächtigen Promoter stürzen. "Wir werden keinen monatelangen Prozess abwarten, sondern etwas unternehmen", wird eine namentlich nicht genannte Quelle zitiert. "Wir wollen, dass die Formel 1 ein sauberer Laden ist."

Ein Mercedes-Sprecher will den Bericht auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' weder dementieren noch bestätigen: "Wir bitten um Verständnis, dass wir Spekulationen nicht kommentieren. Vertraglich sind wir in der Formel 1 genauso nach Daimler-Standard aufgestellt wie überall anders auch. Das betrifft auch das Thema Compliance."

Ecclestone soll dem früheren BayernLB-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky 44 Millionen US-Dollar Bestechungsgeld im Zuge des Verkaufs einer Formel-1-Beteiligung der BayernLB an den britischen Investor CVC Capital Partners gezahlt haben. Der mittlerweile zu achteinhalb Jahren Haft verurteilte Gribkowsky soll Ecclestone bei der Münchner Staatsanwaltschaft schwer belastet haben, sodass eine Anklage gegen den Briten geprüft wird. Der Brite bestreitet die Vorwürfe und behauptet, Gribkowsky habe ihn unter Druck gesetzt.


Süddeutsche TV: Was passiert mit Ecclestone?

In dem neuen Grundlagenvertrag der Formel 1 zwischen Teams und Vermarkter, dem sogenannten Concorde-Agreement, soll sich Mercedes erstmals Compliance-Rechte zugesichert haben. Damit könnten die Stuttgarter im Falle von unsauberen Geschäften Konsequenzen fordern, um Imageschäden vom Unternehmen fernzuhalten.

Sollten hochrangige Manager wie Ecclestone trotz Gesetzesverstößen im Amt bleiben, gelte ein Sonderkündigungsrecht für Mercedes, sodass sich das Unternehmen aus der Formel 1 zurückziehen kann.

Für 23. Oktober ist in Paris ein Gipfeltreffen zwischen den Inhabern der kommerziellen Rechte, der FIA und allen zwölf Teams anberaumt. Im Idealfall soll dabei ein neues Concorde-Agreement ausverhandelt werden.

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