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Comeback vom letzten Platz: Button muss 15 Ränge zurück

Wieder Zuverlässigkeitsprobeleme bei Honda: McLaren tauschte MGU-H und Turbolader, weshalb es eine Strafe hagelt - Strategie mit Mammutstint

(Motorsport-Total.com) - McLaren-Fahrer Jenson Button erhält für das Rennen zum Monaco-Grand-Prix am Sonntag eine Strafversetzung um 15 Plätze in der Startaufstellung. Damit ist es wohl sicher, dass der Ex-Weltmeister sein Formel-1-Comeback von der letzten Position wird aufnehmen müssen. Grund für die Sanktion ist ein Wechsel der MGU-H und des Turboladers seines Honda-Antriebsstranges. Ein am Samstagvormittag entdecktes Problem mit der Hybridkomponente hatte die Maßnahme notwendig gemacht.

Jenson Button

Jenson Button muss in Monaco eine (fast) unmögliche Aufholjagd liefern Zoom

In beiden Fällen handelte es sich um das fünfte Bauteil für das Auto, schließlich muss Button gemäß des Reglements das Kontingent Fernando Alonsos weiterführen. Ergo hagelte es die Strafe, die für den 37-Jährigen ein Tiefschlag gewesen sein dürfte. "Es ist auch fürchterlich für McLaren. Damit hatte niemand gerechnet", schüttelt Rennleiter Eric Boullier den Kopf und betont, dass nicht aller Tage Abend sei: "Es ist nicht der beste Anfang - so ist Monaco. Wir müssen versuchen, es wieder zu richten."

Auf dem engen Stadtkurs wird es für Button jedoch besonders schwierig, nach vorne zu gelangen. Mit den neuen, breiteren Autos scheint das Überholen noch schwieriger geworden zu sein als ohnehin schon. "Es braucht einiges an Glück", weiß Boullier. "Aber die Reifen halten hier das komplette Rennen lang. Da lässt sich etwas mit einer alternativen Strategie versuchen." Heißt wahrscheinlich, dass der Brite auf Supersoft startet, früh an die Box kommt und mit Ultrasoft fast die gesamte Distanz fährt.


Fotos: Jenson Button, Großer Preis von Monaco


Boullier betont, dass der MCL32 - im Gegensatz zum Honda-Antrieb - Fortschritte verzeichnen würde. "Wir bekommen ständig Updates und neue Teile. Wir haben hier ein gutes Auto", beteuert der Franzose. Die McLaren-Ingenieure sollen für eine gute Rennpace sorgen, wenn das Qualifying schon aussichtslos ist: "Wir versuchen, die Abstimmung so zu gestalten, dass wir besser mit den Reifen haushalten", deutet Boullier den erwähnten Mammut-Stint für "Reifenflüsterer" Jenson Button an.

Auch im Schwesterauto Stoffel Vandoornes wurden der Verbrennungsmotor, die MGU-K, die MGU-H und der Turbolader gewechselt - allerdings planmäßig und straffrei, da es sich um zweite und dritte Komponenten handelte, die verbaut wurden.

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