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Formel 1 Monaco 2017: Vettel nach Bestzeit Pole-Favorit

Ferrari dominiert beim Grand Prix von Monaco 2017: Auch wenn sich Mercedes steigern kann, fährt Sebastian Vettel Bestzeit vor Kimi Räikkönen

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel ist nach Abschluss der Freien Trainings zum Grand Prix von Monaco (Formel 1 2017 live im Ticker) der erklärte Favorit auf die Pole-Position. In der abschließenden Session am Samstagvormittag verbesserte er seinen Streckenrekord vom Donnerstag auf 1:12.395 Minuten. Die starke Form des Ferrari-Teams unterstrich Kimi Räikkönen (+0,345) mit dem zweiten Platz.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel sicherte sich die Bestzeit im dritten Freien Training Zoom

Mercedes scheint mit dem Rückbau des Set-ups auf die Variante vom Donnerstagmorgen einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Aber: "Es reicht nicht für Ferrari. Vor allem nicht für Vettel", analysiert Formel-1-Experte Marc Surer. Valtteri Bottas (+0,435) wurde im Abschlusstraining Dritter, Lewis Hamilton (+0,835) Fünfter.

"Lewis hat einfach keine gute Runde hingekriegt. Wenn er das schafft, ist er auch dabei", gibt Surer teilweise Entwarnung. Insgesamt sieht er Mercedes auf dem Weg der Besserung: "Die sind näher gekommen." Auch wenn Hamilton in der Hafenschikane einmal neben der Strecke war. Aber das passierte vielen, die vor dem Qualifying das Limit einmal ausloten wollten.

Ungünstig ist, wenn dabei die Bremsen versagen. Passiert bei Daniel Ricciardo (6./Red Bull/+0,997), als er in den letzten Minuten in den Notausgang von Sainte Devote rollte. Fast zeitgleich fuhr sein Teamkollege Max Verstappen (4./+0,545) in der Schwimmbad-Schikane geradeaus. Tendenziell scheint Red Bull in Monaco dritte Kraft zu sein. Jetzt auch noch mit Bremsproblemen?

Eine echte Schrecksekunde erlebte Räikkönen, als er in der letzten Kurve die Kontrolle über sein Heck verlor, scharf abbremsen musste und einen Einschlag gerade noch vermeiden konnte. Letztendlich führten die drei Topteams das Feld an. Übrigens erneut vor Toro Rosso: Mit gut einer Sekunde Rückstand landeten Carlos Sainz und Daniil Kwjat auf den Positionen sieben und acht.

Glimpflich ging der erste heftige Crash des Wochenendes aus. Esteban Ocon (13./Force India/+1,677) lenkte am Schwimmbad zu früh ein, beschädigte die Lenkstange rechts vorne und fuhr geradeaus in die Leitplanke. Er konnte unverletzt aussteigen, aber seine Mechaniker müssen ihre Mittagspause wegen der Reparatur nun streichen. Zumal der Unfall erst neun Minuten vor Ende passierte.

Erfreulich eigentlich das Tempo des McLaren-Teams: Stoffel Vandoorne (+1,410) und Jenson Button (+1,581) konnten als Zehnter beziehungsweise Zwölfter überzeugen. Bitter aber: Vandoorne schleppt aus Barcelona eine Plus-Drei-Strafe mit - und Button muss heute Nachmittag sogar um 15 Positionen nach hinten (Wechsel von MGU-H und Turbo).

Weiterhin ernüchternd verläuft Monaco 2017 für Nico Hülkenberg (Renault/+1,888), der den 15. Platz belegte. Ermutigend nur, dass er auf seiner schnellsten Runde Verkehr hatte und bei freier Fahrt sicher etwas schneller gewesen wäre. Das kann bei so knappen Abständen im Mittelfeld einen großen Unterschied machen.

Und auch das Sauber-Team rund um Pascal Wehrlein ist mit der bisher gezeigten Performance nicht zufrieden. Wehrlein ließ am Samstagmorgen zwar seinen Teamkollegen Marcus Ericsson um 0,572 Sekunden hinter sich, aber die beiden landeten auf den letzten beiden Plätzen. Auf die Bestzeit fehlten Wehrlein 2,896 Sekunden.

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