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Carlos Sainz: Angst vor dritter Verwarnung und Gridstrafe?

Zwei Verwarnungen hat Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz bereits kassiert - Wie er das Risiko einer Strafversetzung durch eine dritte Verwarnung bewertet

(Motorsport-Total.com) - Nicht nur Weltmeister Lewis Hamilton muss für den Fall einer dritten Verwarnung in der zweiten Saisonhälfte der Formel 1 2016 eine Gridstrafe fürchten. Auch Toro-Rosso-Kollege Carlos Sainz hat bereits zwei Verwarnungen auf dem Konto. Beim dritten Vergehen sieht das Regelwerk der Königsklasse eine Strafversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung vor. Doch der Spanier, der aktuell mit 30 Zählern auf Platz elf der WM-Fahrerwertung liegt betont: "Darüber denke ich ehrlich gesagt nicht nach."

Carlos Sainz

Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz hat bereits zwei Verwarnungen auf dem Konto Zoom

Die erste Verwarnung kassierte der 21-Jährige beim Spanien-Grand-Prix, weil der die Boxengasse bei Rot verließ. Nummer zwei kam am Rennwochenende in Ungarn dazu, nachdem Sainz die weiße Linie am Boxeneingang überfahren hatte. "Ich hoffe natürlich, dass es nicht dazu kommt, dass ich eine Gridstrafe von zehn Startplätzen für eine dritte Verwarnung erhalte", sagt er Toro-Rosso-Fahrer. "Und wenn ich sie doch bekomme, dann hoffentlich auf der richtigen Strecke."

Das sollte dann wohl am liebsten ein Kurs sein, auf dem ein schlechter Startplatz nicht ganz so schmerzt und man einfach überholen kann. Doch am liebsten würde Sainz das Risiko einer Strafe selbstredend gänzlich vermeiden: "Hoffentlich kommen wir in der zweiten Saisonhälfte drumherum." Er und Hamilton sind die einzigen Formel-1-Fahrer, die zur Halbzeit bereits zwei Verwarnungen zählen. Lediglich eine haben Bottas, Verstappen, Grosjean, Rosberg, Wehrlein und Ericsson in ihrer Akte. Alle anderen stehen bei null.


Fotos: Carlos Sainz, Großer Preis von Deutschland


Zuletzt musste Sainz beim Großen Preis von Deutschland eine Strafe einstecken. Nach dem Qualifying war er um drei Startplätze strafversetzt worden, weil er Williams-Kollege Felipe Massa in Q2 behindert hatte. Daraufhin ging es für den 21-Jährige von Startplatz 13 auf 16 zurück. Noch am Funk hatte sein Team Sainz gewarnt, dass Massa von hinten komme - doch es war zu spät. Zwar versuchte er, noch ins Gras auszuweichen, doch es half nichts. Die Strafe folgte auf dem Fuße - allen Entschuldigungen zum Trotz.

"Ich dachte, wir würden nicht bestraft werden", gibt Sainz rückblickend zu. "Unglücklicherweise war Felipe sehr hart bei den Rennkommissaren." Neben der Strafversetzung nach hinten brachte ihm der Fauxpas auf dem Hockenheimring auch noch zwei zusätzliche Strafpunkte ein. Sainz liegt damit aktuell bei vier Zählern. Erst bei zwölf für einen Fahrer erfolgt die Sperre für ein Rennen. Allerdings werden die Strafpunkte erst nach zwölf Monaten wieder gestrichen.

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