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Button und Wurz über GPDA-Umfrage: Keine Überraschungen

GPDA-Vorsitzender Alexander Wurz und Direktor Jenson Button analysieren das Ergebnis der Fan-Umfrage - Button bringt "Iceman" Räikkönen zum Schmunzeln

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Fahrervereinigung GPDA hat am Mittwoch die Ergebnisse ihrer globalen Fan-Umfrage präsentiert. Von 22. Mai bis 8. Juni 2015 stimmten insgesamt 217.756 Personen aus 194 Ländern ab. Somit ist es die größte Befragung, die es in dieser Form im Sport jemals gegeben hat. Gemeinsam mit dem GPDA-Vorsitzenden Alexander Wurz war Jenson Button als Direktor die treibende Person hinter der Umfrage. Die Ergebnisse sind für die Verantwortlichen wenig überraschend.

Fans

Über 215.000 Fans haben bei der GPDA-Umfrage mitgemacht Zoom

Angesprochen auf die Ergebnisse zeigt sich McLaren-Pilot Button bei der Pressekonferenz vor dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone am Donnerstag positiv gelaunt: "Ich denke nicht, dass es große Überraschungen gibt." Er sorgt im Anschluss für einen kleinen Lacher, denn das Ergebnis listet auch die beliebtesten Fahrer und Teams auf. In der Pressekonferenz nahm neben Button der auf den ersten Platz gewählte Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen Platz. Der Brite meint mit einem Augenzwinkern in Richtung des "Iceman": "Offensichtlich ist Kimi der beliebteste Fahrer bei den Fans - aber das wussten wir sowieso schon." Damit entlockte er sogar dem kühlen Finnen ein kleines Lächeln.

Es sei gut, Einblicke in die Sichtweisen der Fans zu bekommen, die sich schließlich die Rennen, egal ob an der Strecke oder vor dem TV-Bildschirm, ansehen. Der durchschnittliche Fan ist laut der Umfrage 37 Jahre alt. Dreiviertel der Befragten verfolgen die Formel 1 bereits seit mehr als zehn Jahren. "Es ist gut deren Meinung zu hören. Viele von uns werden mit ihnen übereinstimmen - vielleicht nicht bei allem - aber wir haben alle unsere eigene Meinung darüber, wie man die Formel 1 verbessern kann. Es gibt viele Ideen für die Zukunft, die herumschwirren."

Derzeit wird die Königsklasse eher mit den Attributen "langweilig", "technologisch" und "teuer" in Verbindung gebracht. Die Fans wollen mehr Freiheit bei der Entwicklung der Autos, sie plädieren für einen besseren Sound und auch die Leistung der Motoren ist ihnen wichtig. Außerdem würden sich die Fans über mehr als einen Reifenhersteller freuen und 60 Prozent würden das Nachtanken wieder einführen. (Hier weitere Ergebnisse lesen!)

Bernie Ecclestone, Alexander Wurz

Monaco: GPDA und Bernie Ecclestone präsentieren die Fan-Umfrage Zoom

Gegenüber der 'BBC' meint GPDA-Vorsitzender Wurz zu dem Vorschlag des Nachtankens: "Wir wissen, dass das Nachtanken nicht die Antwort darauf ist, wie man die Action auf der Strecke erhöht, weil wir andere Daten von den Teams haben. Es ist interessant, dass wir Leute haben, die in den 2000er Jahren damit begonnen haben, die Formel 1 zu verfolgen, als es das Nachtanken gab." Die Fans sehen die Anfangsjahre des neuen Jahrtausends als die beste Ära der Königsklasse an und wählten die Autos aus der Zeit der Dominanz von Michael Schumacher mit Ferrari zu den schönsten.

Wurz begründet diese Ansicht auch darin, dass es zu wenig neue Anhänger des Sports gibt: "Es gibt keine neuen Fans, die diese Meinung ausgleichen könnten." Tatsächlich wünschen sich 85 Prozent, dass die Formel 1 neue Fans gewinnt.