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  • 25.02.2006 · 12:49

Burgess hält große Stücke auf die MF1-Racing-Fahrer

Sportdirektor Adrian Burgess glaubt, dass Tiago Monteiro und Christijan Albers eine annähernd optimale Fahrerkombination für MF1 Racing darstellen

(Motorsport-Total.com) - Von vielen Experten wird MF1 Racing die Kompetenz abgesprochen, sich langfristig in der Formel 1 durchsetzen zu können, doch die russisch-britische Truppe gibt sich zumindest nach außen hin kämpferisch und hält - das muss man den Herren Shnaider, Kolles und Co. lassen - eisern an der ursprünglich eingeschlagenen Linie fest.

Adrian Burgess

Adrian Burgess hält große Stücke auf Tiago Monteiro und Christijan Albers

MF1 Racing will Superstars nicht kaufen, sondern selbst züchten - und getreu diesem Motto verpflichtete man für die bevorstehende Saison mit Tiago Monteiro und Christijan Albers zwei noch relativ junge Fahrer, die erst ein Grand-Prix-Jahr hinter sich haben. Aber: "Vergangenes Jahr hatten wir zwei Fahrer, von denen noch niemand ein Formel-1-Rennen bestritten hatte", erklärte Sportdirektor Adrian Burgess.#w1#

Fahrer des Teams sind erfahrener als 2005

"Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein echter Bonus. Unsere Fahrer müssen nicht erst diesen Lernprozess durchmachen und sie haben ein Jahr Erfahrung, auf das sie aufbauen können. Natürlich ist das weniger als bei anderen Fahrern, aber es ist ein guter Fortschritt gegenüber einem richtigen Rookie", so der Brite.

Monteiro habe 2005 "genau das gemacht, was wir wollten, weshalb er ja auch als Rookie des Jahres aus der World-Series kam", fügte er an. "Er arbeitet sehr gut mit dem Team und mit den Ingenieuren zusammen. Er ist ein echter Vollprofi, einer der am härtesten arbeitenden Fahrer, die mir je untergekommen sind. Bei McLaren habe ich Leute wie Mika Häkkinen und David Coulthard gesehen, aber was die Anstrengungen angeht, ist Tiago auf einer Höhe mit ihnen."

Burgess gab zu, dass Monteiro auf eine schnelle Runde nicht ganz die Pace seines letztjährigen Teamkollegen Narain Karthikeyan hatte, attestierte ihm aber insgesamt die besseren Rennfahrerqualitäten: "Narain konnte schließlich nicht jede Runde eines anderthalbstündigen Rennens wie im Qualifying fahren! Bei ihm baute manchmal die Konzentration für ein paar Momente ab, aber bei Tiago kommt so etwas nie vor", sagte der MF1-Racing-Sportdirektor.

Monteiro startete schlecht, entwickelte sich aber gut

Christijan Albers und Tiago Monteiro

Diese beiden Herren sollen MF1 Racing 2006 möglichst viele Punkte bescheren Zoom

"Während der Saison kreuzten sich die Leistungskurven unserer beiden Fahrer", erinnerte er sich an das vergangene Jahr mit Spätzünder Monteiro und Karthikeyan. "Tiago arbeitet mit den Daten, versteht diese auch sehr gut - und er konnte von Narain relativ rasch und viel lernen. Am Ende des Jahres war er Narain mindestens ebenbürtig."

Und was ist zu Albers zu sagen, Adrian? "Wir ließen ihn im Dezember viel testen, um im die Chance zu geben, sich ans Team zu gewöhnen - und umgekehrt. Er ist schnell, verfügt über viel Naturtalent und arbeitet ebenfalls sehr hart", entgegnete Burgess. "Ich denke, dass es zwischen den beiden einen harten Kampf geben wird. Beide sind extrem wettbewerbsorientiert - auf und abseits der Rennstrecke - und treiben sich gegenseitig an."

Albers ist an die Arbeit kleiner Teams gewöhnt

"Für Christijan wäre ein Jahr als McLaren-Testfahrer klasse gewesen, denn dann hätte er uns so viele Informationen bringen können! Man muss aber fairerweise sagen, dass der Minardi vergangenes Jahr nur unwesentlich langsamer war als unser Auto. Dadurch ist er daran gewöhnt, mit einem kleinen Team zu arbeiten und nicht mit 150 Ingenieuren wie bei McLaren, denn das wären zwei Drittel unserer gesamten Belegschaft", sagte der Brite.

Und weiter: "Christian versteht, wie wir als Team operieren, und er fühlt sich in dieser Umgebung zu Hause. Ich habe im Winter etwas Zeit mit ihm verbracht und muss sagen, dass er ein wirklich netter Kerl ist. Er hat sich ins Team sehr gut eingefügt", so Burgess. "Christijan bekommt einen neuen Renningenieur, aber Tiago hat denselben Ingenieur wie bisher, Bradley Joyce. Die beiden haben 2004 bei Carlin in der World-Series und 2005 zusammengearbeitet."

"Zwischen Tiago und Christijan gibt es eine gewisse Kontinuität", meinte er abschließend, "und weil sie schon ein Formel-1-Jahr auf dem Buckel haben, werden sie effektiver und aktiver sein als im Vorjahr. Das kann für uns nur gut sein. Tiago kennt die Mechaniker und die Gesichter, was einem Fahrer immer hilft. Das macht ihm das Leben einfacher - und überhaupt hat er sich wunderbar bei uns eingefügt."

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