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Brown: O'Wards "schnellster Weg in die F1" ist Gewinn des IndyCar-Titels

Patricio O'Wards beste Chance, in die Formel 1 zu wechseln, wäre der Gewinn der IndyCar-Meisterschaft, meint McLaren-CEO Zak Brown

(Motorsport-Total.com) - Patricio O'Ward kam Ende vergangenen Jahres in Abu Dhabi zum ersten Mal in den Genuss, ein Formel-1-Auto zu pilotieren, als er als Belohnung für seinen ersten IndyCar-Sieg im Team Arrow McLaren SP am Young-Driver-Test teilnahm.

Patricio O'Ward

Patricio O'Ward will es innerhalb der nächsten zwei Jahre in die F1 schaffen Zoom

Nach seiner Fahrt im McLaren MCL35M sagte der 22-Jährige, er glaube, dass es ein Zwei-Jahres-Fenster gebe, um einen Wechsel in die Formel 1 zu ermöglichen, und dass er "alles tun werde, was ich kann, damit es klappt". Dabei sei der Gewinn der IndyCar-Gesamtsieg der einfachste Weg, sagt McLaren-CEO Zak Brown.

"Das ist genau das, was ich ihm gesagt habe: Der schnellste Weg in die Formel 1 ist, das zu tun, was Juan Pablo Montoya oder Alex Zanardi oder Jacques Villeneuve oder Michael Andretti getan haben: in der IndyCar zu gewinnen", erklärt der US-Amerikaner. "Das ist seine beste Chance, in die Formel 1 zu kommen."

Der Vergleich mit Montoya ist einer, den Brown schon früher über O'Ward geäußert hat. Die beiden Fahrer werden beim diesjährigen Indianapolis 500 als Teamkollegen für McLaren antreten, wenn Montoya in einem dritten Auto zum Team zurückkehrt.


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2021 beendete O'Ward als Dritter in der IndyCar-Wertung, war aber bis zum letzten Rennen im Kampf um die Meisterschaft dabei. "Er ist unglaublich talentiert. Er ist eine großartige Persönlichkeit. Ich denke, er hat das Zeug dazu, ein Formel-1-Fahrer zu werden, wenn man sein Talent betrachtet", urteilt Brown.

Er sagt aber auch: "Natürlich ist die Formel 1 eine ganz andere Disziplin, sodass er noch viel lernen muss, zum Beispiel mit all den Knöpfen. Aber das wird er sicher. Er muss sich sehr auf IndyCar konzentrieren. Das wird sein bester Weg in die Formel 1 sein."

Noch hat O'Ward nicht genug Punkte, um eine Lizenz in der Formel 1 zu bekommen. Dass die erforderlichen 40 Zähler nur der IndyCar-Champion erhält, kritisierte er zuletzt scharf: "Für mich ist es lächerlich, dass jemand, der in der IndyCar-Serie Dritter und Vierter geworden ist, keine 40 Punkte für die Superlizenz bekommt."