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Bremsprobleme bei Mercedes: Kommt das große Zittern?

Zwar konnte sich Mercedes in Austin wie üblich die erste Startreihe sichern, doch Bremsprobleme sorgen im Team für Unsicherheit: Wie schlimm ist es?

(Motorsport-Total.com) - Souverän platzierte sich Mercedes für das morgige Rennen in Austin wieder einmal in der ersten Startreihe. Bei mehr als acht Zehntelsekunden Vorsprung auf die Konkurrenz darf die berechtige Frage gestellt werden: Wer soll Mercedes am Sonntag stoppen? Im Grunde waren sie es immer wieder selbst in dieser Saison, wenn der Sieg mal nicht an einen Silberpfeil sondern an Daniel Ricciardo ging.

Lewis Hamilton

Viele Verbremser kann sich Lewis Hamilton im morgigen Rennen nicht leisten Zoom

Auch das Rennen auf dem Circuit of the Americas ist für Mercedes noch nicht gewonnen. Denn trotz der dominanten Vorstellung am Samstag sorgte ein kleines Problem für ein paar Sorgenfalten auf der Stirn der Verantwortlichen und Fahrer. Besonders bei Lewis Hamilton war im Verlaufe der ersten Austin-Tage auffällig, dass er sich häufig verbremste und somit heute auch im Qualifying nicht auf absolutem Topniveau war.

"Ich hatte ein Problem mit der linken Vorderradbremse", beschreibt der WM-Führende. "Die Temperatur war zu niedrig und sie blockierte ständig. Sobald man das Vertrauen und den Rhythmus beim Bremsen verliert, ist es sehr schwierig." Auf eine Runde mag das vielleicht verschmerzbar sein, doch wie es sich bei einem 56-ründigen Rennen verhält, ist eine ganz andere Frage. Könnte Mercedes in Probleme laufen?

"Das könnte im Rennen ein Problem werden", nickt Hamilton, möchte sich aber im Vorfeld nicht allzu viele Sorgen machen: "Ich werde jetzt mit meinen Jungs sprechen und dann können wir es uns gut ansehen." Doch sollte sich Hamilton auch im Rennen ständig mit dem Blockieren seiner Räder beschäftigen müssen, könnte das weitreichende Folgen haben. Bleibt das Rad stehen, fängt sich Hamilton einen Bremsplatten ein. "Und Bremsplatten führen dann zu Blasenbildung", erzählt er. "Ich muss daher versuchen, dass ich es heute Abend in den Griff bekommen kann."


Nico Rosberg vor dem Grand Prix der USA

Der Mercedes-Pilot freut sich auf eine tolle Strecke und die Atmosphäre in Austin Weitere Formel-1-Videos

Hinzu kommen leichte Vibrationen, die im schlimmsten Falle zu einem sofortigen Boxenstopp führen, wie Teamkollege Nico Rosberg noch zu gut aus der ersten Runde von Sotschi kennt. Doch Hamilton bleibt gelassen: "Die Vibration durch den Bremsplatten ist nicht so schlimm. Sie werden es neu ausbalancieren, und hoffentlich werde ich es nicht so sehr spüren", sagt der Brite.

Doch nicht nur der WM-Führende kämpft mit solchen kleinen Hindernissen an seinem Auto, auch bei Rosberg läuft es noch nicht zu 100 Prozent rund: "Wir hatten generell an diesem Wochenende ein paar Probleme an beiden Autos. Wir müssen nun versuchen, das für morgen hinzubekommen", fordert er. Sorgen macht er sich allerdings keine: "Wenn ich anfangen würde, mir Sorgen darüber zu machen, dann wäre das nicht gut für die Performance."

"Es ist immer ein wenig frustrierend, wenn so etwas auftritt, aber ich habe gelernt, nach vorne zu blicken, es zu akzeptieren und mich auf die Dinge zu konzentrieren, die ich beeinflussen kann. Das habe ich heute versucht, und es hat gut funktioniert." Jetzt sollte das gleiche Prinzip auch im Rennen aufgehen, denn wenn Mercedes patzt, lauert die Konkurrenz schon begierig: "Wir haben keine Bremsprobleme", betont Williams-Pilot Felipe Massa. "Vielleicht haben sie morgen welche, dann haben wir eine Chance."

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