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Brawn zeigt sich nach Urteil zufrieden und kritisch

Ross Brawn gibt sich nach dem Urteil zufrieden, obwohl "offensichtlich Dinge falsch gelaufen sind" - Rauswurf des Teamchefs für Experte Marc Surer kein Thema

(Motorsport-Total.com) - Das FIA-Tribunal hat entschieden: Mercedes wird für seine Rolle in der "Testgate"-Affäre um Pirelli und einen Reifentest in Barcelona verwarnt und darf nicht am Young-Driver-Test teilnehmen. Nachdem sich die Stuttgarter das Urteil akzeptiert haben, meldet sich nun Mercedes-Teamchef Ross Brawn zu Wort. Auch der Brite ist mit dem Urteil unter den Umständen zufrieden, wenngleich er betont, dass "Dinge falsch gelaufen" seien.

Ross Brawn

Mercedes-Teamchef Ross Brawn zeigt sich mit dem Urteil zufrieden, aber auch kritisch Zoom

"Das Team hatte große Zuversicht vor und vor allem nach dem Tribunal", berichtet Brawn 'Sky Sports News'. Die Anhörung habe sich laut dem Briten als ein unabhängiger Prozess erwiesen, der seiner Meinung nach gut für den Sport sein wird. "Meiner Ansicht nach ist das, was die die FIA und der Präsident der FIA gemacht haben, wirklich ein Schritt in die richtige Richtung. Die Möglichkeit zu haben, vor ein aufrichtiges, unabhängiges Gericht gehen zu können, um diese Dinge zu debattieren, ist ein großer Schritt nach vorne", zeigt sich Brawn nach dem Urteil optimistisch.

Während Mercedes bestraft wurde, zeigt die Tatsache, dass die Kosten zwischen Mercedes, Pirelli und der FIA aufgeteilt wurden, dass die Schuld auf jede Partei verteilt wurde. Brawn glaubt aber, dass das Verfahren der Klarstellung seitens der FIA verfeinert werden muss. "Ich denke, wir müssen alle auf den Prozess schauen, weil der Prozess offensichtlich falsch gelaufen ist", hebt der 58-Jährige hervor und betont: "Einiges war unsere Verantwortung und einiges war die Verantwortung der FIA, wie es in den Ergebnissen des Tribunals dargelegt wurde."

"Wir müssen Wege finden, dass diese Dinge in der Zukunft nicht mehr passieren." Ross Brawn

"Ich denke, die Formel 1 und der FIA müssen zusammen gucken, wie wir das verbessern können", so Brawn weiter. "Ich denke, die wichtigste Sache, die festgestellt wurde, war, dass es keine böse Absicht gegen irgendjemanden gab. Wir müssen Wege finden, dass diese Dinge in der Zukunft nicht mehr passieren", fordert der Mercedes-Teamchef.


Fotos: FIA-Tribunal in Paris


Trotz der Bestrafung zeigt sich Brawn mit dem Urteil des Tribunals zufrieden. "Die wichtigsten Dinge sind für uns, dass es bestätigt ist, dass wir in gutem Glauben gehandelt haben. Wir haben nicht versucht, irgendeinen Vorteil aus dem Pirelli-Test zu ziehen. Und wir glaubten - und hatten gute Gründe zu glauben - dass wir die Erlaubnis hatten, diesen Test zu machen", berichtet er und fügt hinzu: "Ich denke also, dass wir von der Perspektive aus happy sind." Abschließend sagt er: "Offensichtlich sind Dinge falsch gelaufen, wir haben die Sanktionen erhalten und wir verstehen und akzeptieren sie."

Formel-1-Experte Marc Surer glaubt indes nicht an einen im Vorfeld des Prozesses kolportierten Rauswurf Brawns. "Er hat die Entscheidung gefällt, und hat es durchgestanden. Ich glaube, das ist kein Thema", entgegnet der 61-Jährige auf Nachfrage gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Gleichzeitig stellt sich der ehemalige Formel-1-Pilot die Frage, was passiert, wenn Paddy Lowe zu Mercedes kommt. "Man braucht nicht beide", stellt der Schweizer klar und zeigt sich "gespannt": "Ich kann mir schon vorstellen, dass vielleicht Ross Brawn schon weiß, was er vorhat", so Surer weiter.

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