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Bottas trickst Vettel aus, Massa wird vom Auto ausgetrickst

In einem spannenden Duell behält Valtteri Bottas gegenüber Sebastian Vettel die Oberhand, während sich Felipe Massa mit Technikpech und Maldonado herumärgert

(Motorsport-Total.com) - Auch im vierten Rennen der Saison wartet Williams weiter auf sein erstes Podest, doch beim Großen Preis von Bahrain konnte Valtteri Bottas zumindest zeigen, dass man gegen einen Ferrari kämpfen kann. In der Schlussphase des Rennens ließ der Finne den roten Boliden von Sebastian Vettel im Rückspiegel verhungern und gab dem Heppenheimer nicht einmal ansatzweise eine Chance für einen ordentlichen Angriff.

Der Lohn für Bottas hieß am heutigen Tag Rang vier: "Es war das bestmögliche Resultat mit unserem Auto", nickt der Finne nach dem gelungenen Rennen. Zwar hatte er einen Großteil des Rennens nicht viel Aufregung, doch das Ende entschädigte ihn für die Langeweile: "Es war ein schöner Kampf mit Sebastian", sagt er. "Ich kenne ein paar Tricks, die wirklich beim Verteidigen helfen können, und sie haben heute alle funktioniert. Ich bin froh, dass ich als Sieger hervorgehen konnte."

Doch trotz des Erfolgs im direkten Duell gibt sich Bottas realistisch. "Es ist klar: Wenn Mercedes und Ferrari ein sauberes Rennen haben, dann sind wir immer noch ein ganzes Stück zurück. Ihre Probleme haben uns aber einen guten Kampf verschafft." Bottas weiß genau, woran es bei Williams noch mangelt, um es mit den ganz Großen aufzunehmen: "Wir brauchen Rennpace und Abtrieb - und mechanisch müssen wir auch noch etwas verbessern", sagt er.


Fotos: Williams, Großer Preis von Bahrain, Sonntag


Das sieht auch Rob Smedley, Leiter der Fahrzeug-Performance, so: "Unsere Ziele in Sachen Meisterschaftsposition werden derzeit zwar erreicht, aber wir müssen unser Paket schneller entwickeln, wenn wir die Autos vor uns einholen wollen", so der Brite. 61 Punkte hat Williams derzeit auf dem Konto, Ferrari ist mit 107 schon ein Stück weg. Auch heute konnten die Roten wieder Punkte gutmachen. "Leider haben sie mehr Punkte als wir geholt", sagt Felipe Massa, "aber wir müssen weiter unsere Möglichkeiten nutzen."

Der Brasilianer verpasste heute den großen Zählersack und nahm als Zehnter nur ein Pünktchen mit nach Hause. "Für mich war es kein gutes Rennen", seufzt er, doch daran war nicht unbedingt er schuld: Aufgrund eines Sensorproblems kam Massa am Vorstart nicht weg und musste das Rennen aus der Boxengasse aufnehmen. "Sie haben die Einstellungen in der Boxengasse geändert, und dann ging es", schildert er.

Mit den Problemen war danach allerdings nicht Schluss: "Ich bin als Letzter gestartet, habe ein paar Autos überholt, und nach ein paar Runden hat Maldonado hinter mir seinen Bremspunkt in Kurve 4 verpasst und ist mir in den Diffusor gefahren. Vielleicht ist dadurch etwas kaputtgegangen, weil ich Stabilität verloren habe", erzählt er weiter. "Von da an war das Rennen schwierig für mich."

Und während Teamkollege Bottas an der Spitze Sebastian Vettel aufhalten konnte, musste Massa die Gegner ziehen lassen - selbst Sergio Perez im Force India kam mühelos vorbei. Schuld war neben dem beschädigten Auto wohl auch die falsche Strategie. Man wechselte nach dem Startproblem kurzerhand von einer Drei- auf eine Zweistoppstrategie. "Ich denke, das hat nicht so gut funktioniert, weil ich am Ende zwei Positionen verloren habe. Es waren wohl zu viele Runden für die Reifen", seufzt Massa und nimmt zumindest einen positiven Aspekt aus Bahrain mit: "Es ist ein Tag zum Vergessen, aber natürlich ist ein Punkt besser als nichts."

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