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  • 09.08.2004 · 13:22

Bob Bell: "Wir müssen jede Gelegenheit ergreifen"

Renaults Technischer Direktor der Chassisabteilung über das anstehende Rennen in Ungarn und den Kampf gegen BAR-Honda

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Bisher wurde Ungarn immer als ein Kurs angesehen, auf dem Renault sehr stark sein kann. Ist das noch immer der Fall?"
Bob Bell: "Ja, definitiv. Nach unserer Leistung in Monaco sind wir sogar noch zuversichtlicher. Der Kurs hat uns im vergangenen Jahr sehr gelegen, und unser diesjähriges Auto ist wohl auf langsamen Kursen, die maximalen Abtrieb verlangen, am besten. Das liegt auch an unserer guten Traktion und den Bremsen. Wir hoffen, dass wir eine ähnliche Leistung wie im letzten Jahr zeigen können, auch wenn ich bezweifel, dass wir Michael Schumacher wieder überrunden werden."

Bob Bell

Bob Bell erwartet einen harten Kampf um den zweiten Platz

Frage: "Den Reifen kommt in Ungarn eine besondere Rolle zu. Wie zuversichtlich seid ihr diesbezüglich?"
Bell: "Wir haben nach den Hitzetests in Jerez, direkt vor dem Deutschland-Grand-Prix, eine sorgfältige Entscheidung gefällt, wir sind zuversichtlich, dass die Reifen halten werden. Michelin war in Deutschland sehr konkurrenzfähig, und wir konnten das Maximum dabei herausholen. Natürlich wissen wir nicht, wie gut die Bridgestone-Reifen sein werden, aber durch das Testverbot dürfte das Kräfteverhältnis in etwa gleich bleiben."#w1#

Frage: "Zwei Drittel der Saison sind vorüber und Renault hat in der Konstrukteurswertung neun Punkte Vorsprung auf BAR-Honda. Bist du zufrieden mit dieser Situation?"
Bell: "Wir sind sehr zufrieden, dass wir die zweite Position nach der Saisonhälfte halten konnten, der Abstand blieb sein Beginn des Jahres relativ konstant. Natürlich wollen wir auf Kursen, die uns besonders liegen, diesen Abstand vergrößern, aber wir gehen ohnehin jedes Rennen mit der Zielsetzung an, die maximale Punkteausbeute einzufahren. Es ist wichtig, diesen Abstand abzusichern, denn ich bin sicher, dass der Kampf um den zweiten Platz bis zum letzten Rennen andauern wird. Wir haben in den letzten Rennen gesehen, dass der Abstand stetig schwankt, die Lücke ist also überaus gering. Wir müssen jede Gelegenheit, mit beiden Autos Punkte zu holen, ergreifen."