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Bob Bell: 18-Zoll-Felgen könnten Windkanal-Problem lösen

Die Formel 1 diskutiert über die Einführung von 18-Zoll-Reifen: Die könnten für Renault-Technikchef Bob Bell einige Schwierigkeiten im Windkanal lösen

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 diskutiert derzeit wieder einmal über die Einführung von 18-Zoll-Reifen. Was vor ein paar Jahren schon einmal Thema war, kommt nun für die Zukunft wieder auf den Wunschtisch. Reifenhersteller Pirelli hat schon angedeutet, sich einen Wechsel zu den neuen Dimensionen vorstellen zu können, und Renaults Technikchef Bob Bell glaubt, dass 18 Zoll auch für andere Reifenhersteller attraktiv wäre - zumindest viel attraktiver als die derzeitigen 13-Zoller.

Charles Pic

Die Formel 1 probierte vor einiger Zeit schon einmal 18-Zoll-Reifen aus Zoom

Auch der Nordire könnte sich mit neuen Reifen anfreunden, die den Autos "einen neuen, modernen Look verschaffen" würden, wie er sagt. Der ganz große Vorteil wäre aber, dass die Teams im Windkanal eine genauere Arbeit durchführen könnten. Denn weil sich die Reifen mit ihren großen Reifenwänden unter Belastung ziemlich bewegen, ist es für die Teams nicht so einfach, das auch im Windkanal darzustellen.

"Wir können dem Auto keine lateralen Kräfte im Windkanal zufügen. Das macht die Korrelation schwierig", sagt Bell. Die neuen Reifen wären in dieser Hinsicht etwas stabiler und damit ausrechenbarer. "Weil sich der Reifen weniger bewegt, wären die Ergebnisse näher mit denen auf der Strecke", so der Renault-Mann.

Und damit würden die Rennställe in letzter Konsequenz auch Geld sparen, sagt er: "Dadurch wenden wir weniger Zeit auf, um zu versuchen zu verstehen, wie man Windkanal-Autos so macht, dass sie sich wie auf der Strecke verhalten." Zwar sei es am Ende kein Unterschied von Tag und Nacht, aber es könnte auch eine Möglichkeit eröffnen, die Lücke nach vorne etwas zu schließen.


Formel 1 2018 - Thema: Reifen

Der ehemalige Formel-1-Pilot Karun Chandhok erklärt, warum Pirelli für die neue Saison neue Reifenmischungen an den Start gebracht hat Weitere Formel-1-Videos

Vor allem für die Aerodynamiker und Ingenieure wäre eine andere Reifendimension eine neue Herausforderung. Zum einen bieten die Reifen einen anderen Luftwiderstand, zum anderen hängen noch weitere Fahrzeugteile daran. Force-India-Technikchef Andrew Green denkt etwa schon an die Aufhängung, die steifer werden muss, wenn die Reifen selbst etwas steifer werden.

"Für uns wird das Wichtigste: Wie holen wir das Beste aus dem Reifen heraus", sagt er. Ein großer Fan ist er persönlich aber nicht von den 18-Zoll-Reifen, die ihn eher an die Formel E erinnern. Doch er würde sich damit arrangieren: "Es ist zwar für mich nicht Formel 1, aber wenn wir in die Richtung gehen wollen, dann gehen wir."

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