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Berger: Vettel und Newey machen den Unterschied

Gerhard Berger sieht Red Bull auch für die neue Saison in der Favoritenrolle: Alle Zutaten für längerfristigen Erfolg vorhanden

(Motorsport-Total.com) - Die Saison 2012 wirft ihre Schatten voraus und die große Frage lautet, wer der Weltmeistermannschaft von Red Bull in diesem Jahr das Wasser reichen kann. Einen ersten, vorsichtigen Indiz werden die winterlichen Testfahrten geben, die am Dienstag kommender Woche in Jerez de la Frontera beginnen.

Gerhard Berger und Sebastian Vettel

Gerhard Berger war als Toro-Rosso-Mitbesitzer am ersten Vettel-Sieg beteiligt

Rein auf dem Papier geht Red Bull auch 2012 als Favorit in die Saison. Die wichtigen Schlüsselfiguren blieben allesamt an Bord. Für Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger sind es vor allem zwei Personen, die für den Erfolg der Truppe aus Milton Keynes verantwortlich sind. "Solange Adrian Newey und sein Technikerstab dort sind, wird Red Bull das schnellste oder das zweitschnellste Auto haben", so der Österreicher gegenüber 'auto motor und sport'.

Und: "Mit dem Vettel haben sie jetzt einen im Auto, der so viel Sicherheit, so viel Erfahrung gesammelt hat, dass er auch im zweitbesten Auto den Unterschied ausmachen kann", wie Berger festhält. Der ehemalige Toro-Rosso-Teilhaber erlebte den aufstrebenden Vettel in dessen ersten eineinhalb Formel-1-Jahren im B-Team von Red Bull aus nächster Nähe.


Fotos: Red Bull: Die Weltmeister-Fabrik


Im Unterschied zu anderen Fahrern - und da schließt er sich selbst in seiner aktiven Karriere nicht aus - macht Berger bei Vettel "eine riesige Plusliste, aber nur ganz wenige Minuspunkte" aus. "Man sieht ihm am Gesicht an, wenn er sein Ziel verfehlt hat", sagt er mit Blick auf Vettels Enttäuschung nach dem Reifenschaden in Abu Dhabi, nachdem der Red-Bull-Pilot zuvor bereits bei elf Saisonrennen siegreich war und den zweiten Titel längst in der Tasche hatte. "Besser wäre, wenn man es ihm nicht ansähe. Auf der anderen Seite hätte man dann einen Roboter. Das wäre auch nicht gut", so Berger.

So ist der Österreicher in Bezug auf Red Bull überzeugt: "Was auch immer sie machen, sie machen es gut." Eine Veränderung des aktuellen Leistungsverhältnisses sieht der Tiroler erst kommen, sollten im Weltmeisterteam entscheidende personelle Veränderungen anstehen. "Bei Red Bull würde das gleiche passieren wie bei Ferrari jetzt, wenn man ihnen Sebastian Vettel, Adrian Newey, Christian Horner und Helmut Marko wegnehmen würde", sagt Berger, der den entscheidenden Beitrag zum Erfolg in der Arbeit des Designers sieht: "Wahrscheinlich würde es schon reichen, nur den Newey rauszusprengen."