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Barrichello: Einer von Schumachers Titeln sollte mir gehören

Rubens Barrichello hadert immer noch mit der Teamorder beim Grand Prix von Österreich 2002 und meint, dass ihm auch ein Formel-1-Titel zustehe

(Motorsport-Total.com) - Während seiner Jahre bei Ferrari stand Rubens Barrichello klar im Schatten seines Teamkollegen Michael Schumacher. Die in dieser Zeit erlittenen Niederlagen und Demütigungen haben offenbar stark am Selbstvertrauen des Formel-1-Rekordstarters gekratzt, denn auch mehr als zehn Jahre später hat Barrichello mit einigen Ereignissen noch nicht abgeschlossen. So überrascht er gegenüber dem brasilianischen TV-Sender 'Bandeirantes' mit der Aussage: "Von Schumachers sieben Titeln sollte einer mir gehören."

Michael Schumacher, Rubens Barrichello

Die Wunde "Spielberg 2002" ist bei Rubens Barrichello noch nicht verheilt Zoom

Zu dieser Meinung kommt Barrichello vor allem aufgrund der Ereignisse beim Grand Prix von Österreich 2002, wo der Brasilianer Schumacher auf Anweisung von Ferrari den Sieg schenken musste. "Ich wollte ihn nicht vorbeilassen, erhielt aber die Ansage von Ferrari, die mich nachdenklich machte. Also habe ich den Fuß vom Gas genommen", erinnert sich Barrichello, der Schumacher demonstrativ in der letzten Rennrunde erst wenige Meter vor der Ziellinie passieren lies.

Nicht nur deshalb gehört diese Szene zu einem Tiefpunkt der Formel-1-Geschichte. Die Worte von Teamchef Jean Todt "Let Michael pass for the championship" wurden damals von den Mikrofonen der TV-Sender eingefangen, womit die Einflussnahme des Teams auf das sportliche Geschehen überdeutlich wurde.

Darüber hinaus wurde die Notwendigkeit einer Teamorder zu diesem Zeitpunkt heftig kritisiert. Der Österreich-Grand-Prix war das sechste von 17 Saisonrennen, und nach vier Siegen in den ersten fünf Rennen führte Schumacher die WM mit 44 Punkten gegenüber 23 von Juan-Pablo Montoya (Williams) deutlich an.


Fotostrecke: Barrichello vs. Schumacher

Nicht nur wegen seiner Rolle als Schumacher-Adjutant haftete Barrichello während seiner Formel-1-Karriere der Makel der ewigen Nummer zwei an, woran sich der 42-Jährige aber nicht stört. "Das kümmert mich nicht. Es ärgert mich nur, wenn über meine Familie gesprochen wird", sagt er.

Und auch motorsportlich hat Barrichello nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere und einem Jahr in der IndyCar-Serie in seiner Heimat mit der brasilianischen Stockcar-Meisterschaft eine neue Heimat gefunden, in der er sich wohlfühlt. "Ich tue, was ich liebe, und kann so in Brasilien zeigen, dass ich ein guter Fahrer bin", so Barrichello.

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