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  • 29.07.2001 · 20:00

  • von Marcus Kollmann

BAR: Villeneuve erneut auf dem Podium

Während Villeneuve als Dritter ins Ziel kam, überquerte Panis als undankbarer Siebter die Ziellinie

(Motorsport-Total.com) - Für das BAR-Honda-Team endete der Große Preis von Deutschland mit einem sehr guten Ergebnis. Jacques Villeneuve kam nämlich wie schon beim Großen Preis von Spanien als Dritter ins Ziel. Teamkollege Olivier Panis, der in der ersten Rennhälfte durch einen langen Zweikampf mit Jordan-Pilot Jarno Trulli aufgefallen war, sah jedoch nur auf dem undankbaren siebten Rang die schwarz-weiß-karierte Flagge. Nach dem Rennen standen beiden Fahrer, sowie der Technischer Direktor und der Teamchef Rede und Antwort.

Podium Hockenheimring

Jacques Villeneuve freute sich über seinen dritten Platz sehr

Jacques Villeneuve: "Das heutige Ergebnis ist wunderbar. Wir waren in den letzten Monaten nicht konkurrenzfähig, und dieses Rennen war das Letzte, in welchem wir erwartet hätten konkurrenzfähig zu sein. Die Qualifikation war eine Enttäuschung, jedoch konnten wir irgendwie eine gute Abstimmung für das Rennen finden. Das Auto fühlte sich im Warm Up schon gut an, jedoch waren wir auf den Geraden nicht schnell, weshalb alles eine Frage der Strategie war. Als Olivier dicht hinter mir war ließ ich ihn vorbei, denn ich wusste, dass er mit Jarno fighten würde. Genau ab da wussten wir, dass ich die bessere Strategie hatte und Olivier mir helfen konnte. Am Ende musste ich die Balance anpassen und auf die Bremsen und die Benzinmenge Acht geben, gleichzeitig aber auch den Abstand zu Giancarlo beobachten. Aber wir hatten genug Freiraum, um dies zu tun."

Der Kanadier weiter: "Ein weiteres Mal auf dem Podium gestanden zu haben ist großartig, dennoch müssen wir noch konkurrenzfähiger werden. Wenn wir alles hinbekommen und uns verbessern können, dann glaube ich, dass wir den Rest der Saison gut sein werden. Dieser Podiumsplatz freut mich mehr als der in Spanien, weil wir einfach dafür härter arbeiten mussten. Wir haben nach jedem Training hart gearbeitet und das Auto verbessern können. Die letzten Rennen waren hart für das Team, weshalb dieses Ergebnis wohl verdient ist."

Olivier Panis: "Jacques und ich sind auf zwei unterschiedlichen Strategien gewesen, weil wir dachten, dass das uns mehr Optionen in Bezug auf die Entwicklung des Rennens geben würde. Das Auto war im Rennen viel besser, nur die Strategie hat heute noch mehr verhindert. Ich glaubte, dass zwei Stopps die beste Option wären, für mich hat sich das aber offensichtlich am heutigen Tag nicht ausgezahlt. Über den Neustart war ich glücklich, da ich in der ersten Schikane einige Probleme hatte. Nach meinem zweiten Boxenstopp kam ich hinter Trulli zurück auf die Strecke. Ich versuchte ihn zu überholen, dabei habe ich aber viel Zeit verloren. Ich freue mich für das Team, denn diese vier Punkte haben wir wirklich benötigt. Dadurch haben wir auch den Abstand ein wenig geschlossen. Wir müssen jetzt weiter hart arbeiten und benötigen ein wenig Glück, um noch einmal in den Punkten ein Rennen zu beenden."

Malcolm Oastler, Technischer Direktor: "Wir sind natürlich alle sehr erfreut. Das Team hat über die letzten Monate hinweg und insbesondere an diesem Wochenende hart gearbeitet, sodass dieses Ergebnis eine Belohnung dafür ist. Wir waren schnell und zuverlässig genug und beide Fahrer haben heute einen tollen Job gemacht. Obwohl es viele Ausfälle gab, war unsere Geschwindigkeit im gesamten Rennen recht respektabel. Dies stimmt uns zuversichtlich für die ausstehenden fünf Rennen. Die Fahrer haben gut zusammengearbeitet. Am Ende hatten wir einen guten Vorsprung, und da dieses Rennen so hart für den Motor und die Bremsen ist, haben wir entschieden diesen zu nutzen, um so das Material zu schonen."

Craig Pollock, Teammanager: "Ich bin sehr zufrieden. Ein großartiges Ergebnis und perfektes Timing. Beide Fahrer sind absolut brillant gefahren und die Strategie für Jacques hat ganz offensichtlich gut funktioniert. Olivier war mit einer anderen Strategie unterwegs, welche leider nicht zu seinem Vorteil funktioniert hat. Das ist schade für ihn aber wir haben eine tolle Zusammenarbeit zwischen ihm und Jacques gesehen. Die wahre Stärke unseres Teams hat sich heute dadurch gezeigt. Das Auto war im Rennen schnell und sehr zuverlässig und ich denke, dass dies beweist, dass wir in die richtige Richtung hinarbeiten. Wir müssen uns nur weiter verbessern und noch härter arbeiten."