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Baku wird wohl auch in Zukunft kein Nachtrennen werden

Bernie Ecclestone würde Baku in Zukunft gerne als Nachtrennen sehen - Der Rennpromoter lehnt diesen Vorschlag aus Kostengründen ab

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Premiere in Aserbaidschans Hauptstadt Baku lief glatt über die Bühne. Bernie Ecclestone wünscht sich dennoch, dass dieses Rennen in Zukunft unter Flutlicht ausgetragen wird. Ähnlich wie in Singapur könnte auch in Baku am Abend gefahren werden, doch für die Veranstalter des Rennes kommt das derzeit nicht infrage. Die Kosten für eine Flutlichtanlage entlang der sechs Kilometer langen Strecke wären zu hoch.

Nico Rosberg

Das Stadtrennen in Baku wird auch in Zukunft am Tag ausgetragen werden Zoom

"Ein Nachtrennen würde deutlich komplizierter werden", wird Rennpromoter Arif Rahimov von 'Foxsports' zitiert. "Die Lichtanlage wäre sehr kompliziert. Sie müsste aufgebaut und jedes Jahr abgebaut werden. So machen sie es in Singapur. Das würde rund 20 Millionen Dollar kosten, soweit ich von anderen Veranstaltern gehört habe." Aktuell fährt die Formel 1 nur in Singapur und Bahrain in der Nacht. Dazu kommt Abu Dhabi, wo das Rennen bei Tageslicht startet und in der Dunkelheit zu Ende geht.

Das Stadtrennen in Singapur war 2008 das erste Nachtrennen in der Formel 1 und der Aufwand dafür ist enorm. 108 Kilometer Stromkabel mussten in der City für die Formel 1 verlegt werden, 1.600 Lichtprojektoren erhellen die Szenerie und die Lichtleistung von 3.000 Lux ist etwa viermal so hoch wie bei einem Fußballspiel im Stadion. Der Strombedarf liegt bei über drei Millionen Watt. Diese Zahlen und der finanzielle Aufwand sind enorm.


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"Singapur wollte diesen einzigartigen Verkaufspunkt", meint Rahimov. "Ich glaube, wir haben mit unserer Stadt genug Verkaufsgründe. Wenn mit der Zeit die Leute finden, dass wir ein Rennen wie jedes andere sind, dann könnten wir vielleicht ein neues Element hinzufügen. Ich glaube, momentan sind wir in den nächsten fünf bis sechs Jahren eine Veranstaltung, die man besuchen muss. Was wir hier haben, ist ausreichend."

Offen ist noch, wann Aserbaidschan im nächsten Jahr im Kalender stehen wird. Aus logistischen Gründen war es diesmal nicht ideal, direkt eine Woche nach Kanada stattzufinden. "Ich glaube nicht, dass das im nächsten Jahr der Fall sein wird", hofft der Rennpromoter. "Es war eine Herausforderung, bis Dienstag alles an die Strecke zu bringen. Dazu war es noch unser erstes Rennen. Wir mussten auch lernen, wie wir mit allem im Paddock umgehen. Es lief gut, aber idealerweise haben wir vor dem Rennen eine Lücke."

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