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  • 13.04.2015 · 09:49

  • von Ryk Fechner

Arrivabene über Vettel-Sieg gegen flinke Osterhasen

Ferrari-Teamchef Arrivabene unterstreicht, dass der erste Ferrari-Sieg für Vettel etwas ganz Besonderes war - Mercedes will er ärgern, doch Ostern sei vorbei

(Motorsport-Total.com) - Mehr als zwei Wochen liegt Sebastian Vettels erster Triumph für Ferrari zurück. Eine Woche vor Ostersonntag überquerte der Deutsche beim Grand Prix von Malaysia 2015 als Erster die Ziellinie. Mit einer taktischen Meisterleistung gelang es den Roten aus Maranello, der Konkurrenz von Mercedes ein Schnippchen zu schlagen. Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene erkennt Parallelen zu den Erfolgen von Michael Schumacher. "Das war schon eine emotionale Sache", sagt Arrivabene gegenüber 'RTL'.

Sebastian Vettel, Maurizio Arrivabene

Sebastian Vettel und Maurizio Arrivabene: Kommt der Jubel nun regelmäßig? Zoom

"Mit Ferrari zu siegen, ist natürlich immer etwas Besonderes. So war es natürlich auch für Michael bei seinem ersten Sieg in Barcelona (1996; Anm. d. Red.)", findet der Italiener. Trotz einiger Ähnlichkeiten will Arrivabene sich nicht falsch verstanden wissen: "Die beiden sind ganz unterschiedliche Charaktere." Der 58-Jährige geht jedoch nicht davon aus, dass bei Ferrari im Moment Seriensiege möglich sind: "Ich habe den Fans in Deutschland gesagt: 'Ostern ist vorbei.'"

"In Deutschland gibt es ja den Osterhasen", so der Ex-Philip-Morris-Manager weiter, "und wir haben gesehen, dass die Mercedes flink wie die Osterhasen sind". Diese gelte es nun zu fangen. Wie schon in Malaysia, so wurde auch beim Grand Prix von China deutlich, dass Ferrari im Rennen weit besser mit den Silberpfeilen mithalten kann als im Qualifying, in dem man sich immer noch nicht in Schlagdistanz befindet.

Arrivabene habe großen Respekt vor der Mercedes-Pace in der Qualifikation, aber: "Man bekommt da einfach nur die Startposition, keine Punkte." So muss Ferrari auf den Moment lauern, an dem Mercedes patzt oder Lewis Hamilton und Nico Rosberg sich behaken. Auch 2015 scheint der WM-Kampf bei den Silbernen verbissen geführt. In der vorangegangenen Saison nutzte Daniel Ricciardo im Red Bull dreimal die Fehler von Rosberg und Hamilton zu seinen Gunsten, doch die Bullen schwächeln derzeit. Aktuell scheint sein Ex-Teamkollege Vettel die besten Karten zu haben, die Gunst der Stunde zu nutzen.