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April, April! Na, sind auch Sie reingefallen?

Wie in jedem Jahr ließen wir uns auch dieses Mal einen April-Scherz einfallen und prompt sind einige Leser darauf reingefallen

(Motorsport-Total.com) - Der erste April war erst wenige Minuten alt, da ging sie online, die "April, April!"-Meldung des Jahres 2002. Für die bis spät in die Nacht arbeitende F1Total.com-Redaktion war es zugegebenermaßen eine feine Sache, im Forum mitzulesen, wie einige Leser den Scherz sofort enttarnten, andere wiederum reingefallen sind. Vielen Dank an dieser Stelle auch für die zahlreichen Leser-eMails, die uns noch in der Nacht und heute Morgen erreichten!

Fans

Am 1. April sollten Formel-1-Fans nicht allzu gutgläubig sein...

Was sich Chefredakteur Fabian Hust dieses Mal wieder einfallen ließ, können Sie an dieser Stelle nachlesen. Und hier finden Sie noch einmal die April-Scherze der vergangenen zwei Jahre zum Nachlesen und Schmunzeln. Worauf Sie sich übrigens verlassen können: Bei uns bleibt es bei einem April-Scherz pro Jahr...

Aprilscherz 2001: "Ferrari lackiert um: Ab 2002 im traditionellen Ferrari-Gelb"

"Möglicherweise stehen wir vor einer neuen Ferrari-Ära", meinte Michael Schumacher am Rande des Großen Preises von Brasilien und hinter den Kulissen wird schon fleißig an dieser neuen Ära gefeilt. Wichtiger Bestandteil soll Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher sein, der seinen Vertrag Ende der Saison zunächst bis 2004 verlängern möchte, auch wenn Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo den Deutschen gerne "auf ewig" halten würde.

Dass man eine neue Ära in der Formel 1 einläuten möchte, will das Team aber noch mit einem ganz anderen Schritt deutlich machen: Ab der kommenden Saison lackiert man die Autos nicht mehr rot, sondern gelb. "Wir sind uns sicher, dass wir aus Italien für diesen Schritt die volle Unterstützung erhalten werden", so Ferrari-Marketingleiter Paolo Facorra. "Die Leute haben durch unser Formel-1-Engagement längst vergessen, dass Ferraris Traditionsfarbe nicht Rot, sondern Gelb ist. Wer an Ferrari denkt, hat die roten Formel-1-Autos aus Maranello im Kopf und weniger das gelbe Logo-Wappen mit dem springenden Pferd. Die Italiener sind ein traditionsbewusstes Volk und es ist uns gleichermaßen wichtig, an alten Traditionen festzuhalten."

Rot gehört in der Formel 1 einfach zu Ferrari, doch vor noch nicht allzu langer Zeit hatten zumindest die Mechaniker noch ein gelbes Teamhemd an, ab 2002 wird die Farbe Rot aber nicht nur bei der Teambekleidung in das traditionelle Gelb zurückverwandelt, sondern auch das Auto wird gelb lackiert. Der auslösende Faktor für diese Entscheidung dürfte wohl der Einstieg von Toyota sein, denn die Japaner lackieren ihr Auto ebenfalls rot: "Toyota baut wie wir ein komplett eigenes Auto samt Motor, die Verwechslungsgefahr wäre da", so Facorra. Und wie steht es mit der Verwechslungsgefahr mit den gelben Jordans? "Da haben wir Glück, mehr kann ich dazu aber nicht sagen", so Facorra geheimnisvoll.

Der Farbwechsel bei Ferrari hat aber hinter vorgehaltener Hand noch einen ganz anderen Grund: Manager Willi Weber pokert hoch, um Ferrari ein Vertragsverlängerung mit Schumacher zu verkaufen - schließlich steht der Kerpener auch bei anderen Teams hoch im Kurs. Rund 40 Millionen Mark jährlich nimmt Schumacher alleine durch den Verkauf von Fanartikeln ein, ab 2002 soll diese Summe deutlich nach oben gehen - wenn sich die Fans mit gelben Kappen und gelben Ferrari-Flaggen eindecken werden - auch eine Art der Gehaltserhöhung...

Aprilscherz 2000: "Formel 1 soll um einen 24 Stunden-Lauf ergänzt werden"

Die Formel 1 hat sich etwas von den 24 Stunden von Le Mans abgeschaut. Spätestens im Jahr 2002 soll der Kalender der Königsklasse des Motorsports um eine weitere Disziplin erweitert werden: Die 24 Stunden der Formel 1. Für dieses Ereignis gelten spezielle Regeln, denn ein normales Formel-1-Auto würde niemals 24 Stunden am Stück arbeiten können. Die meisten Autos haben bekanntlich schon Probleme, über eine Distanz von zwei Stunden zuverlässig zu arbeiten.

Stattdessen soll der ganz spezielle WM-Lauf das Teamwork stärker in den Vordergrund stellen. So fährt jedes Team nur mit einem einzigen Auto, beide Fahrer des Teams wechseln sich ab, wobei jeder Fahrer maximal zwei Stunden am Stück fahren darf. Des Weiteren darf jedes Team drei verschiedene Autos einsetzen und diese beliebig oft wechseln. Wenn sich an einem Auto also ein technischer Defekt ankündigt, kann der Fahrer an die Box kommen und in ein anderes Auto umsteigen. Die Mechaniker sind dann gefordert, so schnell wie möglich den Defekt zu beheben.

Das 24 Stunden-Rennen wird wie jeder Lauf zur WM-Gesamtwertung dazugezählt, wobei die doppelte Punktzahl wie üblich vergeben wird. Bei einem Sieg erhält jeder Fahrer eines Teams 10 Punkte, das Team selbst 20 Punkte. Austragungsort des Rennens wird der anspruchsvolle Stadtkurs von Monaco sein. Dort ist die Infrastruktur für ein solches Ereignis am besten gegeben, so können zum Beispiel Flutlichter leicht installiert werden.

Das Ereignis wird Privatsender 'RTL' komplett live übertragen: "Das Rennen in Monaco auszutragen passt hervorragend in unser Konzept. Wir werden selbstverständlich die Kameras nicht stur auf die Rennwagen halten, sondern ständig Interviews rund um die Strecke mit den in Monaco anwesenden Prominenten machen. Wir haben sogar schon einige Sponsoren gefunden, die es uns ermöglichen, die ganze Sendung werbefrei auszustrahlen. Das wird für jeden Formel-1-Fan ein einmaliges Erlebnis werden", so Programmdirektor Hans April.