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Anthony Hamilton: Lewis und Max sind gar keine Feinde

Anthony Hamilton betont, dass sein Sohn Lewis und Max Verstappen zwar auf der Strecke Konkurrenten sind, sonst aber kein Problem miteinander haben

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamiltons Vater Anthony hat in einem Interview erklärt, dass sein Sohn Lewis und dessen großer WM-Rivale Max Verstappen gar nicht so verfeindet sind, wie das nach außen manchmal den Anschein hat: "Das stimmt alles nicht. Die beiden sind nur scharfe Kontrahenten", sagt Hamilton sen. gegenüber 'talkSPORT'.

Vater Anthony mit Sohn Lewis Hamilton

Anthony Hamilton war lange Zeit auch Manager seines Sohnes Lewis Zoom

"Lewis ist, wo Max sein möchte, und Max ist, wo Lewis sein möchte. Sie sind wie Boxer, die gemeinsam in den Ring steigen. Aber ich garantiere: Wenn es einmal vorbei ist, dann werden sie sich umarmen und gemeinsam darüber lachen", erklärt der langjährige Managervater des siebenmaligen Weltmeisters, der seinen Sohn heute nur noch als Freund zu manchen Rennen begleitet.

So friedlich, wie das von Hamilton dargestellt wird, hat die Beziehung zwischen Hamilton jun. und Verstappen 2021 nicht immer ausgesehen. In Silverstone kam es nach einer Berührung zwischen den beiden zu einem Hochgeschwindigkeitscrash von Verstappen, und ein paar Wochen später passierte in Monza die nächste spektakuläre Kollision.

Dazu kam am vergangenen Wochenende eine Szene im Freien Training zum Grand Prix der USA, als sich Hamilton im Freien Training vor Verstappen drängelte, der das aber nicht auf sich sitzen und sich zu einem Beschleunigungsduell hinreißen ließ.

Als er am Ende der Start- und Zielgerade zurückstecken musste, steckte Verstappen seinen Mittelfinger aus dem Cockpit und schimpfte Hamilton am Boxenfunk einen "dummen Idioten".

Aber Hamilton sen. relativiert: "Man nennt das Wettkampf. Wenn du zu freundlich zu deinem Gegner bist, wenn du auch nur ein bisschen vom Gas gehst, dann wirst du den Kürzeren ziehen."

Dass das im Motorsport ganz normal sei, sehe man auch bei anderen Fahrern, nicht nur bei seinem Sohn und Verstappen.

Hamilton nennt den Dreikampf zwischen Carlos Sainz, Lando Norris und Daniel Ricciardo in Austin als Beispiel. Das Trio versteht sich abseits der Strecke blendend, lieferte sich aber in der ersten Runde einen harten Rad-an-Rad-Kampf, nach dem Sainz Ricciardo vor laufenden Kameras als "fies" bezeichnete.

"That's Racing", sagt Hamilton sen. "Abseits der Strecke kannst du ja freundlich miteinander umgehen. Aber wenn du dich gerade im Kampf befindest, dann gilt: In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt ..."