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Andretti: Vettel kann bei Ferrari nicht schlechter abschneiden

Die aktuelle Scuderia-Krise betrachtet der Ex-Weltmeister auch als Chance für einen Piloten, der ihn schwärmen lässt: "Brillantes Talent wird sich durchsetzen"

(Motorsport-Total.com) - Michael Schumacher und Lewis Hamilton machten es vor: Sie gaben bei Benetton respektive McLaren Topautos auf, um mit strauchelnden Teams die besten Boliden zu entwickeln und um die WM-Krone zu kämpfen. In ihre Fußstapfen zu treten scheint Sebastian Vettel, dessen offizielle Vorstellung als neuer Ferrari-Pilot nur noch Formsache scheint. Mario Andretti ist sich sicher, dass der Heppenheimer in Maranello nicht enttäuschen und an frühere Erfolge anknüpfen wird.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel und Mario Andretti hatten auf dem Podium ihren Spaß Zoom

Im Gespräch mit 'GPUpdate.net' blickt der US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln voraus: "Sebastian wird sich wacker schlagen - egal, wo er hingeht", erklärt Andretti mit großem Respekt vor Vettel. "Er braucht wahrscheinlich nur eine Herausforderung, um auf neue Art und Weise gewürdigt zu werden. Das wird er sicher, wenn er zu Ferrari geht." Dass die Scuderia derzeit durch eine Krise schreitet, wertet der Altmeister weniger als Risiko, sondern auch als Chance.

Der 74-Jährige verweist darauf, dass sich die Erwartungshaltung bezüglich der Roten im Keller befindet, die Kompetenz und die Kapazitäten für eine Rückkehr an die Spitze aber vorhanden sind. Für Vettel ist das die Gelegenheit, ohne übermäßigen Druck Aufbauarbeit zu leisten. "Das Team mag am Boden sein, aber früher oder später werden sie wieder eine Rolle spielen. Er kann ja gar nicht schlechter abschneiden als Fernando (Alonso; Anm. d. Red.) zur Zeit", meint Andretti.


Fotostrecke: Sebastian Vettels Weg zu Ferrari

Der Champion von 1978 traut es dem Deutschen zu, Ferrari "mit einem konkurrenzfähigen Auto das springende Pferd an die Spitze zu führen". Die Leser von 'Motorsport-Total.com' sind sich in diesem Punkt nicht einig. In einer Umfrage mit 9.991 abgegebenen Stimmen sind 52,04 Prozent der Meinung, dass es Vettel gelingt, mit Ferrari Weltmeister zu werden. 47,96 Prozent hingegen glauben, dass dem langjährigen Red-Bull-Star die fünfte Krone in Rot verwehrt bleiben wird.

Andretti warnt davor, das unschmeichelhaft ausfallende Teamduell mit Daniel Ricciardo als Referenz heranzuziehen: "Man könnte meinen, er sein ein eindimensionaler Fahrer, weil er es nicht schafft, mit weniger Abtrieb und der veränderten Kraftübertragung klarzukommen", rekapituliert Andretti die Argumente der Kritiker, zeichnet aber eine positive Perspektive und schwärmt in den höchsten Tönen von Vettel: "Er wird stärker und stärker, sein brillantes Talent wird sich durchsetzen und er wird wieder zeigen, wozu er in der Lage ist. Ich würde seine Fähigkeiten nie in Abrede stellen. Er zeigt sowieso, dass mal falsch liegt."

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