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Alpine-Boss überzeugt: Zusammenarbeit mit Alonso leidet nicht unter Trennung

Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer glaubt nicht, dass sich an der Zusammenarbeit mit Fernando Alonso etwas ändern wird: "Er ist ein Profi und ein Wettkämpfer"

(Motorsport-Total.com) - Wird die restliche Saison mit Fernando Alonso zum Problem für Alpine? Der Spanier hatte zu Beginn der Sommerpause seinen Wechsel zu Aston Martin verkündet und sein aktuelles Team damit in die Bredouille gebracht. Teamchef Otmar Szafnauer sah die Vertragsverlängerung eigentlich auf einem guten Weg und will den Abgang erst durch die Pressemitteilung erfahren haben.

Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer und Fernando Alonso

Otmar Szafnauer und Fernando Alonso: Nach 2022 trennen sich die Wege Zoom

Natürlich darf man sich die Frage stellen, inwieweit die Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien nach der Sommerpause noch funktioniert, doch Szafnauer sieht keinen Anlass zur Sorge. Er glaubt, dass das Team und Alonso ein gutes Verhältnis behalten werden.

"Ich habe absolut keine Bedenken für den Rest der Saison", betont er. "Unsere Ziele sind ziemlich eindeutig. Wir wollen zumindest Vierter in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft werden."

Alpine ist in einen engen Kampf mit McLaren um diese Position verstrickt. Beide Teams trennen nur vier Punkte, und der Abstand nach vorne und nach hinten ist jeweils recht groß.

"Und das weiß auch Fernando. Er ist ein Profi, er ist ein Wettkämpfer. Und wenn er den Helm aufsetzt, dann will er sein Bestes geben und gewinnen", sagt der Teamchef. "Und wenn er im Rennauto sitzt, geht nichts anderes durch seinen Kopf, als dass er im Rennen und in der Meisterschaft so weit wie möglich vorne sein möchte."

Alonso "besitzt diesen Antrieb"

Szafnauer betont: "Er besitzt noch diesen Antrieb, und dafür ist er hier. Und bei mir ist das genauso."

Alonso liegt nach 13 Saisonrennen allerdings nur auf Rang zehn der Gesamtwertung, zwei Plätze hinter seinem Teamkollegen Esteban Ocon. Mit einem Podestplatz hat es für Alpine in dieser Saison noch nicht geklappt.


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Damit sich das ändert, muss der A522 noch ein bisschen konkurrenzfähiger werden. Laut Szafnauer kommen die Updates bei Alpine in diesem Jahr in schnellem Tempo, und auch für das kommende Rennen in Spa-Francorchamps ist eins geplant. "Und wir werden das Auto bis zum Ende der Saison verbessern. Und das versteht auch Fernando", sagt er.

"Er wird genauso hart arbeiten wie Esteban, um das Beste für das Team herauszuholen. Daran habe ich keinen Zweifel", so Szafnauer.

Wie funktioniert Alonso bei Aston Martin?

Bei Aston Martin wird Alonso dann auf Lance Stroll treffen, den Sohn des Teameigentümers Lawrence Stroll. Man darf gespannt sein, wie sich das Verhältnis entwickeln wird, und auch ob der mittlerweile 41-jährige Spanier irgendwann doch leistungstechnisch abbauen wird.

"Er ist ein großartiger, großartiger Fahrer, einer der besten, mit denen ich je gearbeitet habe", lobt der Teamchef seinen Piloten. "Er fährt immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Er ist immer noch schnell, und bei schwierigen Bedingungen, die das Können des Fahrers wirklich zeigen, ist er sogar noch besser."


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"Wenn das noch drei Jahre so weitergeht, ist das großartig für Aston Martin und Fernando", meint Szafnauer, will aber keine Prognose abgeben: "Ich weiß nicht, wann das nachlässt."

Auch über die zukünftige Zusammenarbeit bei Aston Martin kann er nichts vorhersagen, auch wenn er das Team als langjähriger Teamchef in Silverstone bestens kennt: "Es gibt so viele Faktoren, die man berücksichtigen muss, um vorhersagen zu können, wie sich das entwickeln wird. Aber wir werden sehen, was passiert."