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Alonso: McLaren wurde durch Regeländerung zurückgeworfen

Fernando Alonso ist davon überzeugt, dass Regeländerungen im Bereich des Hecks die Leistung des MCL33 und den Renault-Vorteil geschmälert haben

(Motorsport-Total.com) - Die große Auferstehung des McLaren-Teams dank des neuen Motorendeals mit Renault blieb in der Saison 2018 bislang aus. Der britische Traditionsrennstall ist hinter den Erwartungen geblieben, Rennleiter Eric Boullier trat daraufhin vor dem Grand Prix von Großbritannien zurück. Außerdem musste Geschäftsführer Zak Brown eine bittere Erkenntnis bestätigen: Der MCL33 ist nicht so stark wie sein Vorgänger. Fernando Alonso glaubt, dass der Performance-Abfall durch Regeländerungen erklärt werden kann - aber durch welche?

Fernando Alonso

Ohne "Monkey-Seat" verliert der MCL33 zu viel Anpressdruck - eine Schwachstelle Zoom

"Wir haben in diesem Jahr nicht so viel Anpressdruck wie im vergangenen", musste Brown am Beginn des Silverstone-Wochenendes feststellen. "Ich denke, ein Teil ist durch die eine oder andere Regel zu erklären", stimmt Alonso daraufhin ein. "Wir haben dieses Jahr einige Hilfsmittel verloren, die vergangenes Jahr noch im Auto waren, im hinteren Bereich des Autos", schildert er seine Vermutung, bleibt allerdings vage. Durch die Regeländerungen habe es McLaren 2018 bislang nicht geschafft, genügend Anpressdruck zu finden, um die Verluste auszugleichen.

Damit gemeint sind die Regelverschärfungen im Bereich des Auspuffs und des "Monkey-Seats". Bereits in der Saison 2014 wollte die FIA den Spielchen mit der angeblasenen Aerodynamik im Heckbereich ein Ende bereiten, 2017 wurde dies durch einen niedrigeren Heckflügel allerdings wieder möglich. Nachdem Renault mit einer aggressiven Variante des angeströmten Heckflügels zu Saisonbeginn überrascht hat, schritt die FIA vor dem Baku-Wochenende ein. Bereits seit Ende 2017 ist der sogenannte "Monkey-Seat" verboten - jene Bereiche also, in denen McLaren sich gut entwickelt hatte. Demzufolge sind dies auch die größten Problemstellen des MCL33.

Fernando Alonso

Abu Dhabi 2017: Der "Monkey Seat" ist oberhalb des Auspuffs zu erkennen Zoom

Bereits vor einer Woche hat der Ex-Rennleiter Eric Boullier in Österreich darauf hingewiesen. "Ich werde öffentlich nicht erklären, was da schiefläuft. Es gibt ein paar Änderungen im Reglement. Wenn man sich das genauer ansieht, dann wird man es verstehen", ließ der Franzose kryptisch wissen. Teamboss Brown hat in Silverstone diese Aussagen bestätigt und klargemacht, dass McLaren deshalb nicht so sehr vom Motorwechsel von Honda auf Renault profitieren konnte.

Alonso musste nun auch zugeben, dass McLaren in diesem Bereich des Chassis Boden auf die Konkurrenz verloren hat. "Wir versuchen, jede Session das Maximum herauszuholen. Jeden Freitag versuchen wir zu analysieren, Daten zu sammeln und vorwärts zu kommen mit verschiedenen Ideen." Er verriet außerdem, dass man sich auch von anderen Autos in der Boxengasse inspirieren lässt.

"Leider haben wir da etwas an Leistung verloren, womöglich haben wir aber auf der Antriebsseite dazugewonnen, speziell bei der Zuverlässigkeit - wir haben die meisten Rennen in diesem Jahr beendet." Allerdings vergisst Alonso dabei seine Ausfälle in Monaco (Getriebe) und Kanada (Auspuff) ebenso wie die Tatsache, dass er 2015 mit dem dritten WM-Titel im Visier zu McLaren gewechselt ist. Derzeit steht er auf dem achten WM-Rang mit 110 Punkten Rückstand auf Sebastian Vettel. In der Team-Wertung sind die Briten auf Rang sechs abgestürzt, 18 Zähler liegt man hinter dem Renault-Werksteam.

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