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Albers kritisiert Red-Bull-Team: "Sind super unorganisiert"

Ex-Pilot Christijan Albers macht bei Red Bull fehlende Professionalität und fehlende Organisation aus - Motor im Kampf gegen Mercedes nicht der Schwachpunkt

(Motorsport-Total.com) - Der ehemalige Formel-1-Pilot Christijan Albers hat Red Bull für seine Arbeitsweise kritisiert und sieht in ihr einen Grund, wieso man seit Jahren das Duell gegen Mercedes verliert. "Alles im Team muss cool, exzentrisch und glänzend sein, aber wenn man von Weitem auf sie schaut, dann sind sie super unorganisiert", kritisiert der Niederländer in einem Podcast bei 'De Telegraaf'.

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Seinem Landsmann Max Verstappen, der seinem ersten WM-Titel seit Jahren hinterherläuft, will Albers dabei nichts absprechen - aber dem Team: "Andere Teams legen deutlich mehr Professionalität an den Tag, was die Kommunikation angeht", so der 46-fache Grand-Prix-Teilnehmer.

Auch dass Red Bull in den vergangenen Jahren häufig den Motor als Schwachpunkt des eigenen Autos ausgemacht hat, würde der Niederländer nicht unterschreiben: "Bei Honda war das nicht der Fall, weil sie im vergangenen Jahr einen guten Motor hatten. Ich glaube, dass es eher Probleme mit dem Chassis gab als mit dem Honda-Motor."

Ab 2022 liegt die Motorenverantwortung in der Hand von Red Bull selbst, die die Technologie von Honda übernehmen und einsetzen werden. Weil die Power-Units eingefroren werden, ist auch keine Entwicklung mehr vonnöten. Für Red Bull sei der Schritt natürlich positiv, findet Albers, sieht aber auch eine Gefahr.


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"Die Unterschiede zwischen Mercedes und Honda waren relativ gering, aber wenn Honda in diesem Jahr keinen guten Motor hat, dann werden sie bei Red Bull wieder rumschreien, dass sie irgendwas bei der Motorenentwicklung machen wollen", so Albers.

"Das ist aber das Schöne an der Formel 1", sagt der Niederländer weiter. "Es bleibt unvorhersehbar. Du weißt nie, in welche Richtung es gehen wird, weil vielleicht ein anderes Team plötzlich nach oben kommt. Darauf hoffen auch die Fans."

Christijan Albers fuhr von 2005 bis 2007 für Minardi, Midland und Spyker in der Formel 1 und kam beim Skandalrennen in Indianapolis 2005 auf den fünften Platz. 2014 kehrte er für kurze Zeit in die Formel 1 zurück und wurde Teamchef des Caterham-Teams, bis dieses in Insolvenz ging.

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