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Alain Prost: Rede ungern schlecht über Jolyon Palmer, aber ...

Im Renault-Team freut man sich über die erstarkte Fahrerpaarung mit Carlos Sainz und räumt ein, was mit Jolyon Palmer hinter den Kulissen schieflief

(Motorsport-Total.com) - Toro Rosso fährt ab 2018 mit Honda, McLaren mit Renault. Aber es ist das Werksteam Renault, das von dem Tausch zumindest bisher am meisten profitiert. Denn sie haben durch die Abmachung seit dem USA-Grand-Prix Carlos Sainz ausgeliehen bekommen, der sich schnell Freunde im Team machen konnte. Der Leidtragende war Jolyon Palmer, dessen Saison nach dem Rennen in Suzuka gelaufen war. Der Brite hatte es nicht nur versäumt, die nötige Performance im Auto abzuliefern. Auch hinter den Kulissen war man mit ihm nicht ganz zufrieden.

Jolyon Palmer

Der geschasste Jolyon Palmer wird im Renault-Team nicht vermisst Zoom

"Ich will nicht schlecht über einen Fahrer sprechen", sagt Renault-Berater Alain Prost bei 'Sky', verrät aber: "Er war nicht so ins Team involviert, wie die Ingenieure es gerne gehabt hätten. Wir wollen, dass unsere Fahrer nahe beieinanderliegen. Wir wollen aber auch, dass links und rechts in der Garage gleichermaßen gut zusammengearbeitet wird. Und in den Ingenieurs-Besprechungen sollten sich beide Fahrer gleichermaßen beteiligen."

"Man möchte nicht, dass auf der einen Seite der Garage mehr los ist als auf der anderen", lässt Prost erahnen, dass Nico Hülkenberg, der selbst erst seit der Formel-1-Saison 2017 dabei ist, ungleich besser mit dem Team zurechtkommt. Und auch auf der Strecke konnte er Palmer locker in die Tasche stecken.

Palmer auch zu langsam

"Ich bin mir sicher, dass er gute Arbeit hätte leisten können", bemüht sich Prost, Palmer nicht in ein allzu schlechtes Licht zu rücken. "Wir sprechen ja auch nur von einem gelegentlichen Unterschied von zwei oder drei Zehntelsekunden. Aber wenn man sich das Qualifying anschaut, da kann oft eben schon ein Zehntel eine Position ausmachen. Wir haben ein paar Punkte liegen lassen. Und wenn man in Zukunft an die Spitze will, braucht man zwei Fahrer mit der gleichen Einstellung."


Fotos: Renault, Großer Preis von Abu Dhabi


Ein Dreamteam scheint man daher in der Kombination Hülkenberg/Sainz gefunden zu haben. "Die Atmosphäre im Team hat sich geändert", berichtet Prost. "Es ist für uns sehr wichtig, dass die Fahrer gut miteinander zurechtkommen. Für Nico ist es auch nicht einfach, dass da mitten in der Saison jemand neues dazukommt. Und Carlos musste das Team wechseln und steht auch mehr unter Druck, weil es ein Werksteam ist. Ich muss aber sagen, dass sie das momentan absolut hinbekommen. Wenn einer ein kleines Problem hat, kann der andre aushelfen. Das ist auch für das Team angenehmer."

Was Sainz noch einbringen kann

Sainz, der zunächst nur bis Ende 2018 ausgeliehen ist, scheint außerdem eine Menge Know-how aus seinen drei Jahren im Red-Bull-Team Toro Rosso einbringen zu können. "Er hat uns auch schon gezeigt, wo es im kommenden Jahr mit ihm hingegen könnte", schwärmt Renault-Boss Cyril Abiteboul. "Er ist in der Lage, seine Ideen und Vorschläge einzubringen. Er hat ein gutes Verständnis für die Grundlagen des Autos. Das kommt uns in einer Zeit, in der die Entwicklung des Autos bereits voranschreitet, sehr gelegen."

"Er hat viel Energie, Motivation und Einsatzbereitschaft mitgebracht und bereits gezeigt, zu was er auch außerhalb des Red-Bull-Umfelds fähig ist. Er hat schon Punkte eingefahren und kann das hoffentlich fortführen."

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