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Aerodynamik 2009: Williams zeigt neues Geflügel

Williams wagt sich als erstes Formel-1-Team mit der 2009er Aerodynamik in die Öffentlichkeit: vorne breit und zart, hinten schlank und hoch

(Motorsport-Total.com) - Die Aerodynamik der nächstjährigen Formel-1-Boliden war bislang ein Buch mit sieben Siegeln - bis heute. Als erstes wagte sich Williams mit der neuen Konfiguration an die frische Luft. Ex-Formel-3-Pilot Jonathan Kennard wurde die Ehre zuteil, auf dem Flugfeld von Kemble erste Tests mit dem Paket durchzuführen. Dass die Fahrten gleichzeitig der erste Formel-1-Auftritt des 23-Jährigen waren, geriet angesichts der neuen Aerodynamik am Williams fast in Vergessenheit.

Gewöhnungsbedürftig: Williams zeigte sich erstmals im neuen Gewand

Auf den ersten Blick wird schnell deutlich, warum die Fahrzeuge der neuen Generation offenbar erheblich weniger Abtrieb generieren werden. Vom extrem beschnittenen Heckflügel hatte man sich beim Barcelona-Test im September bereits ein Bild machen können. Auch der Frontflügel fällt deutlich weniger voluminös aus als zuvor.#w1#

Das wichtige Aerodynamik-Element weist weniger Fläche auf, ist insgesamt breiter und gleichzeitig zart geformt. Oberhalb des großen Hauptblattes - welches nun sichtbar näher an der Fahrbahn ist - prangen an den Seiten der Nasenspitze zwei vergleichsweise kleine Elemente. Diese mit den seitlichen Endplatten verbundenen Aerodynamikteile sind laut Reglement vom Piloten pro Runde zwei Mal um maximal sechs Grad per Knopfdruck verstellbar.

Der junge Jonathan Kennard durfte die Tests auf dem Flugfeld in Kemble fahren Zoom

"Es war für mich ein unglaublicher Tag", fasste Kennard seine Eindrücke nach dem Test auf der Start- und Landebahn in Kemble zusammen. "Erstmals in einem Formel-1-Auto zu sitzen und gleichzeitig einer der ersten Piloten zu sein, die ein Auto der neuen Generation testen dürfen, ist für mich eine fantastische und wertvolle Erfahrung. Ich möchte dem Team und Frank Williams für diese einzigartige Gelegenheit danken."

Bei den Barcelona-Tests in der kommenden Woche wird man womöglich mehrere Teams mit der neuen Aerodynamik-Ausstattung sehen. Neben der neuen Konfiguration von Front- und Heckflügel gibt es zum kommenden Jahr weitere Veränderungen: Der Diffusor wird neu dimensioniert, alle Luftleitelemente an den Fahrzeugseiten sind verboten, außerdem kehren die Slicks zurück und einige Teams werden mit KERS Versuche fahren.

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