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Ziel verfehlt? Schwieriger Einstand für Audi-Rookie Frijns

Wie Audi-Pilot Robin Frijns sein ersten DTM-Rennwochenende erlebt hat und warum er es in Hockenheim besonders schwer hatte

(Motorsport-Total.com) - Egal ums was geht - Rookies haben eigentlich immer nur ein Ziel: einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. An seinem ersten Rennwochenende in der DTM wurden Audi-Pilot Robin Frijns dabei aber Steine in den Weg gelegt. Zum einen hinkten die Ingolstädter generell von der Performance hinterher. Zum anderen hat Frijns bei Audi nicht nur die großen Fußstapfen von DTM-Liebling Mattias Ekström auszufüllen - der Schwede gab auf dem Hockenheimring auch noch seinen viel beachteten Abschied.

Robin Frijns

Robin Frijns hat sich von seinem ersten DTM-Wochenende mehr erhofft Zoom

"Ich plane, am ersten Rennwochenende so viel wie möglich zu lernen", hatte sich Frijns am Freitag noch vorgenommen. "Im Idealfall kann ich schon Punkte sammeln und mir eine gute Basis aufbauen. Ich möchte von Beginn an konkurrenzfähig sein. Aber ich habe noch viel zu lernen." Das Lehrgeld musste er dann auch zahlen und ging ohne Punkte aus.

Dass es am Samstag schon nur von Startplatz 17 losging und er sogar nur als 18. ins Ziel kam, viel dabei weniger auf. "Ich denke, im Vergleich zum vergangenen Jahr war es recht schwierig für Audi - nur Rene (Rast; Anm. d. Red.) hat es gerade so in die Punkte geschafft", betont er die enttäuschende Audi-Pace im Vergleich zu Mercedes und BMW. "Da können wir auch nicht viel ausrichten. Von der Pace her war ich gar nicht so schlecht, für einen Rookie. Aber es war halt generell keine gute Performance."


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Hinzu kam, dass die Teams generell noch wenig Erfahrung mit der neuen Aerodynamik und deren Auswirkung auf das Reifenmanagement hatten. "Ich habe früh gestoppt, weil ich den Undercut versuchen wollte", so Frijns. "In den letzten fünf Runden bin ich dann aber zurückgefallen, weil die Reifen am Ende waren. Mike (Rockenfeller; Anm. d. Red.) ging es genauso. Es ist natürlich nicht einfach, aber nicht nur für mich."

Am Sonntag lief es deutlich besser für Audi. Rast ergatterte sich Starplatz zwei, Rockenfeller schaffte es als Zweiter über die Ziellinie. Auch für Frijns ging es voran: Von Startplatz 14 auf Rang zwölf im Rennen. "Das erste Rennen war besonders schwer", zieht er den Vergleich. "Der reduzierte Abtrieb hat sich doch sehr auf den Reifenabbau ausgewirkt. Daraus haben wir unsere Lehren gezogen und sind am Sonntag später an die Box gefahren. Wir haben auch am Auto noch etwas geändert. Das war eine andere Herangehensweise, die sich ausgezahlt hat - meine Pace war viel stärker."

Das es dennoch nicht für Punkte gereicht hat, erklärt er so: "Wir haben beim Reifenwechsel drei Sekunden verloren. Dadurch bin ich hinter Spengler herausgekommen und musste über vier Runden mit Auer kämpfen. Das hat viel Zeit gekostet und die Reifen beansprucht. Als ich endlich freie Fahrt hatte, konnte ich schnell auf Wittmann aufschließen, aber da war das Rennen schon zu Ende. Wenn alles sauber abgelaufen wäre, wären wir definitiv in die Punkte gekommen."


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Eines seiner Ziele hat er also doch noch erreicht: Er konnte relativ unbeobachtet viel lernen. Ein Ausrufezeichen hätte man vom ihm allein aufgrund der mangelnden Audi-Pace nicht erwarten können. Es hätten außerdem mindestens drei Ausrufezeichen sein müssen, um auf sich aufmerksam zu machen, während in Hockenheim auch noch sei Vorgänger seinen großen Abschied feierte.

Dabei widmete er Ekströms Abschiedsrennen nur die von ihm verlangte Aufmerksamkeit. "Eki war 17 Jahren bei Audi und hat sich einen Namen gemacht", betont er. "Es ist klar, dass es da wirkt, als würde man unter Druck stehen, wenn man ihn ersetzen muss. Aber ich selbst sehe das nicht so. Ich konzentriere mich auf mich selbst und den Job, den ich zu erledigen habe."


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"Das Auto ist ganz anders als alles, was ich je gefahren bin", sind seine Eindrücke. "Man kann es eigentlich nicht vergleichen. Es ist sehr sensibel - jeder Fehler kann dich Zeit kosten. Da ist es schwierig, eine gute Runde hinzubekommen. Bei den Tests habe ich es viele Runden lang ausprobieren können und konnte mich eigentlich ganz gut darauf einstellen."

Und auch der Rookie ist davon beeindruckt, was für eine Show die DTM zu bieten vermag. Eine Show, die nicht nur die Fans unterhält, sondern auch den Fahrern Spaß macht. "Ich bin in der Vergangenheit viel GT gefahren, da wusste ich schon, was ich zu erwarten habe", sagt Frijns über die Zweikämpfe auf der Strecke. "Es gab bei mir aber keine Berührungen - es ist alles sauber abgelaufen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass es härter würde. Das würde mich jedenfalls nicht stören. Ich weiß ein paar Berührungen zu schätzen, solange es fair bleibt."

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