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Spät Bremsen - Früh Gas geben

Das morgige Qualifying verspricht spannend zu werden - Der Norisring ist schwieriger als sein Layout vorspielt

(Motorsport-Total.com) - Die beiden Tests am Freitag haben angedeutet, was am Samstag wohl Wirklichkeit werden wird: Im Qualifying wird es verdammt eng. Die 19 Piloten lagen in beiden Sessions nicht mal eine Sekunde auseinander, was sich hauptsächlich durch den kurzen Kurs erklären lässt. Aber trotzdem darf sich morgen keiner der Fahrer auch nur den geringsten Fehler erlauben, wenn er ein Wörtchen vorne mitreden will.

Martin Tomczyk

Der Norisring bietet den Fahrern viele tükische Streckenpassagen. Zoom

"Es geht um Hunderstel - Tausendstel. Da gilt es wirklich eine perfekte Runde hinzubekommen und mit dem Team im Vorfeld ein richtig gutes Setup auszuarbeiten", unterstreicht Maro Engel gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Dann ist hier sicherlich für das gesamte Feld viel möglich." Wie der Mercedes-Pilot schon sagt, haben im Falle einer perfekten Runde alle die Möglichkeit zumindest den zweiten Qualifyingteil zu erreichen.#w1#

Im Gegenzug muss auch jeder der Fahrer damit rechnen, bei nur der kleinsten Unaufmerksamkeit in den Tiefen der Zeitenliste zu verschwinden. Das sieht auch Timo Scheider so: "Ein kleiner Fehler oder mal ein Kuss an der Mauer, kann dich ein paar Reihen weiter nach hinten bringen." Ein ganz besonderer Druck, dem Maro Engel viel abgewinnen kann: "Das ist doch ein schöner Druck - lieber so als andersrum, wenn man wüsste, dass man keine Chance hat."

Tückisches Layout

Auch wenn das Streckenlayout des Norisring auf den ersten Blick sehr einfach aussieht, hat es doch seine Tücken. "Es sind eben nur vier Kurven, extrem viele Bodenwellen, die das Auto versetzen", erklärte Engel. "Dadurch kann man es sich nicht erlauben, in einer Kurve vielleicht etwas schwächer zu sein und ein Zehntel zu verlieren. Es gibt keine weiteren sieben oder acht Kurven, in denen man es wieder aufholen könnte." Die Fahrer müssen also absolut am Limit fahren, ohne sich dabei einen Fehler erlauben zu können.

Das Rezept eine sehr gute Runde hinzulegen klingt einfach: "Spät Bremsen - früh Gas geben." Daraus resultiert, dass die Fahrer die Bremsbalance sehr weit nach hinten stellen. "Das heißt, man verliert immer das Heck ein bisschen", erklärte Lauda gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Dazu brauchen die Fahrer noch eine gute Traktion, um aus den Ecken schnell hauszukommen. Eine gute Bremse ist auch für das Rennen sehr wichtig. "Wenn du eine Bremse hast, die in Runde 70 noch gut ist, dann hast du hier am Norisring viel gekonnt", so Timo Scheider.

Selbst eine jahrelange DTM-Erfahrung bringt im Qualifying nicht den entscheidenden Vorteil, meinte zumindest Bernd Schneider: "Erfahrung nutzt dir gar nichts. Ich sage immer, dass du den Speed haben und im Qualifying vorne stehen musst. Erfahrung hilft dir vielleicht im Rennen was."

Hoher Druck und hohe Konzentration werden demnach morgen in der Boxengasse und auf der Strecke zu spüren sein. Vielleicht können die Zuschauer auch die ein oder andere Überraschung erleben.

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