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GT-Winter-Series: Wieso Thiim bei SSR-Premiere von GT3-Neuling besiegt wurde

DTM-Pilot Nicki Thiim musste sich bei seiner SSR-Lamborghini-Premiere in Valencia GT3-Neuling Finn Wiebelhaus geschlagen geben: Was hinter der Überraschung steckt

(Motorsport-Total.com) - Bei Nicki Thiims SSR-Lamborghini-Premiere bei der GT-Winter-Series vergangenes Wochenende in Valencia gab es eine faustdicke Überraschung: Der erst 17-jährige Ex-Formel-4-Pilot Finn Wiebelhaus war im Mercedes-AMG GT3 des HRT-Teams schneller als das GT-Ass und dominierte beide Qualifyings und die Rennen. Doch jetzt relativiert HRT-Teamchef Ulrich Fritz, was sich auf dem Circuit Ricardo Tormo abspielte.

Titel-Bild zur News: Nicki Thiim

Nicki Thiim sah den HRT-Mercedes von Finn Wiebelhaus nur von hinten Zoom

"Man darf sich nicht blenden lassen, dass Finn jetzt Nicki Thiim geschlagen hat, weil er glaube ich auch an anderen Themen gearbeitet hat", sagt Fritz im Gespräch mit Motorsport-Total.com. Und liefert die Erklärung dafür, dass Thiim in den Qualifyings Zweiter und Dritter wurde und in den zwei Sprintrennen als erster Verfolger von Wiebelhaus ins Ziel kam.

"Bei uns geht es um die Fahrerausbildung - und darum, dass sie Streckenerfahrung sammeln und das reproduzieren können. Da heizt man natürlich wie jeder andere im Fahrerlager - außer vielleicht SSR - die Reifen vor", erklärt Fritz.

Warum nur SSR die Reifen nicht vorheizte

Eine richtige Annahme, denn wie SSR Performance bestätigt hat, schickte das Lamborghini-Team Pilot Thiim als Vorbereitung auf die Saison 2024 mit ungeheizten Reifen ins Qualifying und in die Rennen. Das Vorheizen ist in der DTM verboten - und das wirkt sich vor allem bei den schwierig anzuwärmenden Pirellis negativ auf die Performance aus.

"Würde ich dort zur DTM- oder GT-Masters-Vorbereitung dort hingehen, würde ich das auch so machen wie SSR, aber das war nicht unser Thema", stellt der HRT-Teamchef klar, dass die beiden für das ADAC GT Masters vorgesehenen Fahrer Wiebelhaus und Kwanda Mokoena erst mal ein Gefühl für ihren Boliden entwickeln sollen.

Fritz über Talent Wiebelhaus: "Das ist bemerkenswert"

Dennoch zeigt sich Fritz vor allem von Wiebelhaus begeistert, der die GT-Winter-Series dominiert. "Wir haben mit ihm das erste Mal beim Young-Driver-test in Valencia getestet", verweist der HRT-Teamchef auf den vergangenen November. "Da waren wir schon sehr positiv überrascht, denn er saß das erste Mal im GT3-Auto. Damals wollte er noch lieber Formel 4 fahren und das einfach mal ausprobieren."

Nach einem weiteren Zweitages-Test im Dezember in Portimao nominierte das Team den Hessen für die GT-Winter-Series, in der er bislang fünf von sechs Rennen gewann. "Ich glaube, dass wir da ein echt gutes Talent haben", reibt sich Fritz die Hände. "Finn zeichnet aus, dass er eine wahnsinnige Carcontrol hat, sehr soft mit dem Auto umgeht und trotzdem schnell ist."

Nicki Thiim

Nicki Thiim auf dem Podest neben den HRT-Piloten Wiebellhaus und Mokoena Zoom

Er sei bislang insgesamt "zwölf Tage bei uns im Auto gesessen und war kein einziges Mal im Kiesbett oder neben der Strecke. Das ist bemerkenswert."

Intensive DTM-Vorbereitung für Nicki Thiim

Bemerkenswert ist übrigens auch der Einsatz des SSR-Performance-Teams: Denn nach den vier Tagen bei der GT-Winter-Series, bei der man am Sonntag das Langstreckenrennen ausließ, reiste man mit Neuling Thiim sofort weiter nach Barcelona, um am Dienstag und am Mittwoch die nächste Testgelegenheit zu nutzen.

Somit absolvierte Thiim, der dieses Wochenende wieder im Aston Martin Vantage sitzt, 2024 bereits sechs Tage im Lamborghini Huracan GT3 Evo 2 der SSR-Mannschaft.

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