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DTM-Training Nürburgring: Müller Schnellster, Technikpanne bei Rast

Warum Nico Müllers Herausforderer Rene Rast erneut keinen guten Trainingsauftakt hatte und Jonathan Aberdeins starker Longrun BMW Hoffnung gibt

(Motorsport-Total.com) - Nach dem ersten Wochenende auf der Grand-Prix-Strecke gastiert die DTM dieses Wochenende auf der um 1,519 Kilometer kürzeren Nürburgring-Sprintstrecke, die über die Kurzanbindung führt: Und die Nase vorn hat wieder einmal DTM-Leader Nico Müller. Der Abt-Audi-Pilot fuhr beim Freitagtraining (hier geht's zum Ergebnis) in 1:19.943 Tagesbestzeit vor Rosberg-Audi-Routinier Jamie Green.

Rene Rast

Nächster Rückschlag: Rast verpasst wegen eines Getriebeproblems das erste Training Zoom

Dem Schnellsten des ersten Trainings fehlten nur 0,040 Sekunden auf Müller. Auch Phoenix-Audi-Pilot Mike Rockenfeller (+0,061) und der beste BMW-Pilot Philipp Eng (+0,086) hatten auf den Plätzen drei und vier weniger als eine Zehntelsekunde Rückstand, was auf die nur 3,629 Kilometer lange Strecke zurückzuführen ist. Erst auf den Plätzen fünf und sechs landeten Müllers Titelrivalen Rene Rast (+0,168) und Robin Frijns (+0,265).

"Im ersten Training haben wir etwas probiert, von dem wir glaubten, dass es uns im Vergleich zum vergangenen Wochenende einen Vorteil gibt, aber es hat nicht funktioniert", meint Müller, der im ersten Training auf Platz sechs gelandet war. "Wir mussten das also überdenken, um die richtigen Schritte für das zweite Training zu machen. Es war nicht zu 100 Prozent perfekt, aber ganz gut. Mit dem Longrun-Tempo war ich ziemlich zufrieden. Beim Shortrun ist es sehr eng, da hatte ich also auch ein bisschen Glück mit dem Timing."

Rast verpasst erstes Training

Vor allem Rast erlebte wie schon vor einer Woche, als er zu Beginn des ersten Trainings einen Reifenschaden verzeichnete, einen schwierigen Auftakt: Der Rosberg-Audi-Pilot musste diesmal nach nur vier Runden an die Box kommen und aussteigen: Audi meldete einen Ölverlust am Getriebe, das Problem konnte aber rechtzeitig bis zum Start des zweiten Trainings behoben werden.

Aber wie lief der Trainingsauftakt für BMW? Nachdem die Münchner im ersten Training die Plätze zwei bis vier belegten, kam am Abend abgesehen von Eng mit Marco Wittmann (8./+0,375) nur noch ein weiterer Pilot der Münchner in die Top 10.

Der RMG-BMW-Pilot hatte im ersten Training ein unruhiges Heck beklagt. "Liegt es am Wind?", fragte Wittmann am Funk und verwies damit auf die teilweise heftigen Windböen. Dennoch zeigt sich Eng, der von einem "guten zweiten Training" spricht, zufrieden: "Die Änderungen nach dem ersten Training haben wirklich gut funktioniert. Ich bin sehr happy mit dem Auto - im Short- und im Longrun. Ich hoffe, dass wir das Momentum in den morgigen Tag mitnehmen können."

Sprintstrecke ein Vorteil für BMW?

Nach dem mäßigen ersten Wochenende auf dem Nürburgring hatten sich die Münchner für die Sprintstrecke ohnehin mehr ausgerechnet. "In Sektor zwei haben wir die meiste Zeit verloren. Und diese Kurven fallen in der Sprintvariante weg. Das wird uns definitiv ein bisschen helfen, auch wenn ich keine Wunder erwarte", meinte RMG-BMW-Pilot Jonathan Aberdein vor dem Wochenende.

Schnelle Kurven wie das Michael-Schumacher-S, die dem M4 nicht liegen, werden diesmal nicht genutzt. Stattdessen hat die Traktion aus langsamen Kurven - eine BMW-Stärke - eine größere Bedeutung.

BMW-Hoffnung: Südafrikaner fahren starke Longruns

Ob sich die Aberdeins Hoffnung bewahrheitete, wollte dessen Teamkollege Lucas Auer auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' nicht bestätigen: "Schwierig zu sagen. Beim ITR-Test hat es gut ausgesehen, aber da weiß man nie, was die anderen machen."

Die Longruns im ersten Training, die ein guter Gradmesser für das Renntempo sind, geben BMW Hoffnung, auch wenn sich die Audi-Piloten insgesamt als etwas stärker erwiesen: Die Ingolstädter waren auch nach zehn Runden noch in der Lage, Zeiten unter 1:23.0 in den Asphalt zu brennen, während die Reifen bei den Münchnern da bereits stark abbauten.

Mit zwei Ausnahmen - die beiden Südafrikaner Aberdein und Sheldon van der Linde. Vor allem Aberdein knallte einen beeindruckenden 16-Runden-Longrun hin, bei dem er bis zur fünften Runden sogar unter 1:22.0 blieb. Das sah man nicht einmal bei Audi. Zudem hielt der Youngster den Abbau in Grenzen.

Van der Linde lobt BMW nach erstem Training

Bis zur 14. Runde blieb Aberdein mit einer Ausnahme in jedem Umlauf souverän unter 1:23.0. Van der Linde hielt sich bis zur zehnten Runde seines 17-Runden-Longruns noch souveräner im Bereich von 1:22.0, ehe er dann nach drei schwachen Runden wieder mit Zeiten um 1:22.5 beeindruckte.

"Mein Longrun war ziemlich konkurrenzfähig", meinte van der Linde nach dem ersten Training. "Es ist natürlich noch früh, aber wenn wir so weitermachen und Audi herausfordern können, dann haben wir gute Chancen. Ich war mit dem Auto happy. Jetzt müssen wir darauf aufbauen."


Fotos: DTM am Nürburgring 2


Zum Vergleich: Müller startete bei seinem Longrun im Bereich von 1:22.5, ehe sich die Zeiten bis zur zehnten Runde der 1:23.0er-Marke annäherten. Dafür zeigte der Schweizer in der 13. und 14. Runde, dass er Zeiten wie 1:22.244 und 1:22.120 aus dem Ärmel schütteln kann. Von einer deutlichen Audi-Dominanz im Renntrimm war aber zumindest gegen Aberdein und van der Linde nichts zu merken.

Müller ist davon überzeugt, dass es bereits im Qualifying (ab 10:20 Uhr auf 'DTM Grid' und im Livestream auf 'Motorsport-Total.com') eng wird: "Wir müssen noch ein bisschen Feintuning für morgen betreiben, denn auch die BMW sind ziemlich nah dran. Das Audi-Paket liegt eng beisammen. Wir können uns also auf einen sehr spannenden Tag freuen."

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