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DTM-Training Nürburgring: Abt-Audi dominiert, Reifenschaden bei Rast

Abt-Audi-Pilot Nico Müller fährt auf der "Angststrecke" Nürburgring Bestzeit und einen brillanten Longrun, während bei Rast nicht alles glatt läuft - BMW verbessert

(Motorsport-Total.com) - Starker Trainingsauftakt für die Abt-Audi-Piloten Nico Müller und Robin Frijns auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings: Der Schweizer DTM-Leader sichert sich in 1:47,543 die Tagesbestzeit (hier geht's zum Ergebnis des zweiten Trainings), der Zweitplatzierte in der Meisterschaft folgt mit nur 0,017 Sekunden Rückstand. Es sieht also so aus, als hätte sich die Arbeit der Abt-Truppe auf der langjährigen Angststrecke beim ITR-Test im Juni bezahlt gemacht.

Nico Müller

Müller deutet an, dass Abt-Audi dieses Jahr auf dem Nürburgring bestens vorbereitet ist Zoom

Auf Platz drei folgt mit Rosberg-Audi-Pilot Rene Rast der Titelverteidiger und Herausforderer der Kemptener Truppe. Dem zweimaligen Champion fehlten 0,262 Sekunden auf die Tagesbestzeit. Rast erlebte einen schwierigen Auftakt, weil zu Beginn seiner Qualifying-Simulation im ersten Training die Warnlampen im Cockpit aufleuchteten.

"Es könnte sich um ein Sensorproblem handeln", meinte sein Renningenieur am Funk. Auslöser für die Warnsignale war die Tatsache, dass der Luftdruck bei Rasts Hankook-Reifen nicht passte. "Grund war ein Reifenschaden, der durch einen Fremdkörper ausgelöst wurde", erklärt eine Audi-Sprecherin auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. Da er sich daraufhin auf einen Longrun konzentrierte, blieb Rast im ersten Training Letzter.

Wittmann: "Mein bester Freitag in dieser Saison"

BMW erwies sich auf der Nürburgring-Grand-Prix-Variante, die erstmals seit 2001 gefahren wird, stärker als noch in Assen, wo man mit dem rauen Asphalt und den schnellen Kurven bei trockenen Bedingungen überhaupt nicht zurecht kam.

Marco Wittmann sicherte sich hinter Phoenix-Audi-Pilot Loic Duval mit 0,326 Sekunden Rückstand den fünften Platz. Teamkollege Lucas Auer, der seinen 26. Geburtstag feiert, fehlten auf Platz sieben 0,416 Sekunden.

Im ersten Freien Training war Wittmann in 1:48.113 ex aequo mit Müller Bestzeit gefahren. "Das war mein erstes P1 in diesem Jahr, daher ist das doch sehr positiv", frohlockte Wittmann nach der ersten Session.

Gute Longruns bei Wittmann, van der Linde und Auer

Und bilanziert am Abend: "Das war auf jeden Fall ein guter Freitag - und mit den Plätzen eins und fünf tatsächlich mein bester Freitag in dieser Saison. Es war klar, dass die Audis vom Speed her wieder ein bisschen stärker sein werden, was ja auch der Saison-Trend ist, aber wir sind nicht allzu weit weg."

Seine Hoffnungen für den Samstag? "Wenn wir für morgen noch ein paar Einstellungen machen können, dann könnten wir vielleicht eine Chance haben, vorne mitzufahren und ein Wörtchen mitzureden. Darauf kann man aufbauen."

Nicht übel waren auch die BMW-Longruns im ersten Training. Wittmann hielt sich bei seinem Zwölf-Runden-Dauerlauf zunächst im Bereich von 1:50,5, ehe sich die Zeiten nach rund sechs Umläufen eher um die 1:51er-Marke bewegten. Erst nach zwölf Runden kam er nicht mehr unter 1:51,5.

Longrun: Müller schockiert Konkurrenz mit später Topzeit

Durchaus konkurrenzfähig war auch Assen-Sieger Sheldon van der Linde, der sich zunächst unter der 1:51er-Marke hielt, aber dann ab der fünften Runde 1:50,6er-Zeiten fuhr. Das gilt auch für Lausitzring-Sieger Lucas Auer, der in seinen ersten sechs Runden konstant unter der 1:51er-Marke blieb. Erst nach zehn Runden stiegen die Zeiten wie bei den meisten BMW-Piloten deutlich über 1:51.5 an.

Ein Phänomen, gegen das bei DTM-Leader Müller am erfolgreichsten ankämpfte: Der Abt-Audi-Pilot blieb bei seinem bärenstarken Longrun nicht nur bis zu seiner zehnten Runde stets im Bereich von 1:50.5, sondern knallte dann in der elften Runde auch noch eine 1:49.948 hin - das gelang keinem anderen Piloten.

Ganz gut hielt sich neben Müllers Teamkollegen Robin Frijns auch Rosberg-Audi-Herausforderer Rene Rast. Der Titelverteidiger war nicht nur lange konstant im 1:50.5er-Bereich, sondern kam in seiner elften Runde immerhin auf 1:50.801. Zu diesem Zeitpunkt hatten die BMW-Piloten bei ihren Longruns ihr Pulver bereits verschossen.

Kubica wieder am Ende des Feldes

"Das hat sich auf Anhieb nicht schlecht angefühlt", meinte auch Glock nach dem ersten Training. "Wir haben immer noch ein paar kleine Probleme, die wir uns anschauen müssen, aber es war ein vielversprechender Auftakt." Dennoch wisse man, "dass Audi im Qualifying stark sein wird. Ihr Longrun-Tempo hat heute auch sehr gut ausgesehen. Vielleicht können wir bei der Strategie wieder ein bisschen riskieren."

ART-BMW-Pilot Robert Kubica, der in Assen sein bisher bestes DTM-Wochenende erlebte, hatte auf dem Nürburgring als 15. 1,291 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Müller. Damit war er um fast drei Zehntel langsamer als Jonathan Aberdein, der auf Platz 13 schwächster BMW-Werksfahrer war. Nur WRT-Audi-Rookie Harrison Newey reihte sich mit 1,345 Sekunden Rückstand hinter dem Polen ein.

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