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DTM Lausitzring 2018: Glock reist als Tabellenführer an, Mercedes Favorit

Mercedes ist der erfolgreichste DTM-Hersteller am Lausitzring und am zweiten Rennwochenende der Favorit- Timo Glock kommt als Tabellenführer in die Lausitz

(Motorsport-Total.com) - Die DTM geht in die zweite Runde: Am Pfingstwochenende (18. bis 20. Mai) gastiert die deutsche Tourenwagenserie am Lausitzring. (Die DTM am Lausitzring im Livestream von Motorsport-Total.com!) Nach dem spektakulären Saisonauftakt in Hockenheim und dem packenden Zweikampf von Timo Glock und Gary Paffett werden die Karten wieder neu gemischt. Glock reist zum ersten Mal in seinen sechs DTM-Jahren als Gesamtführender (44 Punkte) der Fahrerwertung zu einem Rennwochenende. "Es wäre schön, wenn wir die Führung nach dem Wochenende behalten könnten. Aber Mercedes ist sehr stark dort", sagt Glock.

Timo Glock

Timo Glock: Zum ersten Mal reist er als Tabellenführender zum Rennwochenende Zoom

In der Lausitz will der BMW-Pilot die Führung verteidigen, doch Mercedes-Pilot Gary Paffett (43) ist ihm dicht auf den Fersen. Die Stuttgarter sind am Lausitzring in der Favoritenrolle, denn der Kurs in Brandenburg ist ein erfolgreiches Pflaster für den Hersteller aus dem Schwabenland: Mit bisher 13 Siegen ist Mercedes die erfolgreichste Marke.

2018 reisen die Stuttgarter genau wie die Konkurrenz von Audi und BMW mit geänderten Vorzeichen an. Denn in diesem Jahr gibt es geänderte Streckenführung. Zum ersten Mal seit 2004 wird wieder auf dem 4,570 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs gefahren. Die neue Streckenvariante ist technisch anspruchsvoll und der glatte und feinporige Asphalt bietet wenig Grip. Bei 14 Kurven und nur wenigen Geraden müssen die 18 DTM-Boliden viel Traktion liefern. Am Ende der Start-Ziel- und der Gegengeraden bietet sich den Piloten eine gute Überholmöglichkeit - auch dank DRS.

Neue Streckenführung sorgt für Fragezeichen

"Ich setze meine Hoffnung auf die neue Streckenführung. Ich sehe Mercedes aber noch als klaren Favoriten. Das Auto ist mechanisch sehr gut, hat eine gute Traktion, speziell im ersten Sektor. Die Stärken konnte ich mir am Sonntag lange genug anschauen", sagt Glock.

"Eine ausgewogene Fahrzeug-Balance ist auf dem Lausitzring entscheidend", bestätigt Hankook-Chefingenieur Thomas Baltes. "Ist das Set-up zu aggressiv, bekommen die Fahrer Probleme mit dem Bouncing. Ist die Abstimmung zu defensiv, könnte auf dem glatten Untergrund der Grip fehlen. Da aber der aerodynamische Abtrieb der Fahrzeuge nicht mehr so stark ist, können die Teams reifenseitig noch mehr an das Limit gehen."


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Der unebene Streckenbelag vor allem nach Top-Speed-Passagen macht das Anbremsen vor scharfen Richtungsänderungen schwierig. Durch die Bodenwellen entsteht das sogenannte Bouncing und die Fahrzeuge beginnen im Frontbereich auf und ab zu hüpfen. Wegen dieser unkontrollierbaren Nickbewegungen wird der Lausitzring auch von manchen Piloten scherzhaft die "Buckelpiste" genannt.

BMW-Mann Glock lag im Vorjahr auf den Plätzen elf und 15 außerhalb der Punkteränge. Nach seinem Sieg in Hockenheim will er sich aber nicht darauf verlassen, dass er auch in der Lausitz wieder ganz oben steht. "Hier geht wieder alles von vorne los. Das hat mit Hockenheim überhaupt nichts mehr zu tun. Natürlich ist es schön so in die Saison einzusteigen. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr besser aufgestellt sind. Wir hatten hier in den letzten Jahren definitiv Schwachpunkte", so der Tabellenführer.

Die Teams und Fahrer können aufgrund der Veränderung des Streckenverlaufs nicht auf die Daten aus dem Vorjahr zurückgreifen und müssen in den Freien Trainings so viele Daten wie möglich sammeln, um daraus die optimale Fahrzeugeinstellung zu finden.

Aufgrund der veränderten Aerodynamik und den reduzierten Abtrieb sieht sich Audi auch am Lausitzring im Nachteil. "Wir haben nach wie vor Rückstand, auch wenn das am Sonntag im Rennen toll aussah", sagt Mike Rockenfeller. "Durch den Zweikampf vorne wurde das ganze Feld zusammengebracht. Da ist schon noch ein Unterschied. Vergangenes Jahr hatten wir das beste Auto. Dieses Jahr ist durch die neuen Regeln unser Vorteil bei der Aerodynamik weg, da hängen wir ein bisschen hinten dran."

Mercedes der Favorit auf den Sieg

Die Vorzeichen für Mercedes sind da schon besser. Mit Gary Paffett, Paul Di Resta, Pascal Wehrlein und Lucas Auer haben bereits vier Stern-Fahrer in der Lausitz gewonnen. "Ich habe sehr gute Erinnerungen an den Lausitzring, auf dem ich 2014 meinen ersten Rennsieg in der DTM eingefahren habe. Besonders freue ich mich auf die lange Streckenvariante", sagt DTM-Rückkehrer Pascal Wehrlein, der mit seinem Comeback in Hockenheim auf den Plätzen fünf und sechs sehr zufrieden war.

"Hockenheim hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich hatte ein konkurrenzfähiges Auto, mit dem ich was anfangen konnte. Verbessern muss ich mich noch mit den kalten Reifen im Qualifying. Ich habe in Hockenheim viel gelernt und ich hoffe, dass es nun noch weiter nach vorne geht", so der Ex-Formel-1-Pilot.

Auch sein Teamkollege Lucas Auer verbindet positive Erinnerungen mit dem Kurs in der Lausitz. "Generell verbinde ich mit dem Lausitzring schöne Erinnerungen, da ich dort meinen ersten DTM-Sieg feiern konnte. Entsprechend ist es immer cool, wieder dorthin zurückzukommen. Die Vergangenheit ist zwar keine Versicherung, dass es wieder so gut funktioniert, aber man hat trotzdem ein gutes Gefühl", so der Österreicher.


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"Der Start in die Saison ist uns gut gelungen, jetzt müssen wir am Lausitzring aber nachlegen. Gerade auf einer Strecke, die uns traditionell sehr gut liegt", gibt Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz die Marschroute vor. "Gary konnte hier bereits dreimal siegen, Lucas war in den letzten beiden Jahren in der Lausitz erfolgreich und auch Pascal und Paul haben dort schon Rennen für sich entschieden. Trotz allen positiven Vorzeichen, dürfen wir uns aber trotzdem nicht im Optimismus verlieren. Zum einen wissen wir noch nicht, wie sich die Änderungen am Auto auf der Strecke auswirken, zum anderen fahren wir in diesem Jahr einen anderen Kurs als in den Vorjahren."

Für die BMW-Rookies Philipp Eng und Joel Eriksson ist es die DTM-Rennpremiere am Lausitzring. Doch die beiden gehen nicht ohne Vorkenntnisse ins Wochenende. "Auf dem Lausitzring war ich in der Vergangenheit immer erfolgreich, im vergangenen Jahr waren wir dort mit dem M6 GT3 im GT-Masters gut unterwegs. Meine ersten Runden im DTM-Auto beim Rookie-Test habe ich ebenfalls dort bestritten, das sind schöne Erinnerungen", erinnert sich Eng. "Nun werden wir sehen, wie es dort für uns mit dem M4 DTM laufen wird."


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Eriksson ergänzt: "Der Lausitzring ist eine meiner Lieblingsstrecken. Ich freue mich riesig darauf, es ist eine tolle Strecke. Ich habe dort schon in der Formel 4 gewonnen."

BMW auf der Erfolgswelle

Die Münchner stehen immer noch unter dem Eindruck des Auftaktsiegs. "Das Gänsehaut-Duell zwischen Timo Glock und Gary Paffett sowie der unglaubliche Saisonauftakt in Hockenheim insgesamt wirken natürlich noch nach. Für solchen Motorsport steht die DTM, das wollen wir den Fans jedes Wochenende bieten", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt.

"Timo führt die Fahrerwertung an, insgesamt sind wir sehr gut in die neue Saison gestartet. Anders als in Hockenheim hat in der Lausitz noch niemand mit den neuen DTM-Fahrzeugen des Jahrgangs 2018 getestet. Auch die längere Streckenvariante ist neu für alle. Das verspricht also wieder ein Wochenende mit einigen Überraschungen zu werden, hoffentlich mit ähnlich packenden Duellen wie dem von Timo und Gary", fügt er hinzu.

Die Rennen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils um 13:30 Uhr. Das Qualifying für Rennen 1 startet um 11:10 Uhr und für Rennen 2 um 11:25 Uhr. Im Livestream von Motorsport-Total.com können Sie die Sessions live verfolgen!

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