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Nach Funk-Ausraster: Timo Glock rechnete mit Shitstorm

Nach emotionalem Funkspruch mit derben Worten in Richtung Mercedes erwartete Timo Glock einen Shitstorm, stattdessen: Kniefall von Formel-1-Team-Manager!

(Motorsport-Total.com) - "Das war verdammt nochmal das beste Rennen, das ich je erlebt habe. Und verdammt noch mal, Mercedes: Ihr solltet diese Serie nicht verlassen, ihr verdammten Idioten!": Mit diesen Worten überquerte Sieger Timo Glock im Sonntagsrennen in Hockenheim die Ziellinie. Mit den Reaktionen auf seinen emotionalen Ausraster am Funk hatte der BMW-Pilot allerdings nicht gerechnet. "Ich habe gedacht, dass da ein Shitstorm kommen wird, weil ich das Wort 'Fuck' dann doch ein bisschen zu oft erwähnt habe", gesteht er. "Das Rennen war beste Werbung für den Sport und die DTM. Das hat alle völlig von den Sitzen gehauen."

Gary Paffett

Timo Glock jubelt nach seinem Sieg in Hockenheim Zoom

Von allen Seiten bekam er für seinen emotionalen Ausbruch nur positives Feedback - sogar im Formel-1-Fahrerlager in Barcelona. "Beat Zehnder (Sauber-Team-Manager; Anm. d. Red.) hat sogar einen Kniefall vor mir gemacht. Herr Zetsche von Mercedes hat selbst gesagt, dass er so ein Rennen noch nie gesehen hat. Es war alles durchweg sehr sehr positiv. Mich freut es, dass wir alle so gute Werbung für den Sport machen konnten. Das muss im Vordergrund stehen", so Glock.

Jeder, der ihn auf das Rennen in Hockenheim ansprach, hätte ihm versichert, dass genau das die Emotionen seien, die man sehen und hören will. Und auch von Mercedes kommen keine Giftpfeile zurück anlässlich der Worte in Richtung der Stuttgarter, die auch als Beleidigung rüberkommen könnten. Alles gut, versichert Glock, der in Barcelona im Rahmen seines TV-Jobs mit RTL weiterhin die Mercedes-Hospitality betreten durfte.

Der Ex-Formel-1-Pilot erklärt, warum er genau diese Worte im Funkspruch wählte. "Wir 18 Fahrer setzen uns schon seit Jahren dafür ein, dass der Abtrieb weniger wird, die Autos weniger Flügel haben und wir besseren Sport bieten können", erklärt der aktuelle Tabellenführer in der DTM-Fahrerwertung.

"Dann geht der erste Schritt in die richtige Richtung mit 30 Prozent weniger Abtrieb und es kommt so ein Rennen dabei raus. Das hätten wir schon vor zwei oder drei Jahren haben können, wenn es nach uns Fahrern gegangen wäre. Dass dabei so ein Resultat herauskommt...darüber musste ich am Funk einfach ein paar Worte loswerden", ergänzt er.

Am Wochenende steht das nächste DTM-Wochenende am Lausitzring an und vielleicht dürfen sich die Motorsportfans wieder auf interessante Funksprüche nach actionreichen Rennen freuen.

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