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Dream Race in Fuji: Wittmann macht Rennen um drittes BMW-Cockpit

BMW-Trio für gemeinsames Rennen mit der Super GT steht fest: Warum sich Marco Wittmann durchsetzte und BMW trotz mangelnder DTM-Erfahrung an das Trio glaubt

(Motorsport-Total.com) - Das BMW-Trio für das Dream Race steht fest: Neben Alex Zanardi und Kamui Kobayashi, die bereits bekannt sind, wird Marco Wittmann beim ersten gemeinsamen Rennen der DTM und der Super-GT-Serie Ende November in Fuji im BMW M4 sitzen. Damit sorgen die Münchner dafür, dass neben den zwei Gastfahrern auch ein DTM-Routinier im Cockpit sitzen wird.

Marco Wittmann

Hightlight wartet noch: Marco Wittmanns Rennjahr ist noch nicht beendet Zoom

Wittmann, der mit seinen zwei Titeln der erfolgreichste Fahrer in BMWs DTM-Aufgebot ist, löste erst in Hockenheim die Eintrittskarte für die Reise nach Japan, denn theoretisch hätte der Fürther in der Gesamtwertung noch von Philipp Eng überholt werden können.

Während Audi mit Meister Rene Rast und den beiden Phoenix-Piloten Mike Rockenfeller und Loic Duval gleich drei DTM-Profis nach Fuji schickt, während auch Benoit Teluyer immerhin Ersatzmann war, hat BMW nur einen DTM-Stammfahrer im Aufgebot.

Warum Marquardt auf zwei Gastfahrer setzt

Wie BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt die Fahrerwahl argumentiert? "Das Dream Race ist das erste eigene Rennen, bei dem die Super-GT- und DTM-Autos gemeinsam starten", sagt er.

Marco Wittmann

Marco Wittmann feierte diese DTM-Saison immerhin vier Siege Zoom

"Wie wir wissen, sind die Autos noch etwas unterschiedlich, da wir uns bereits voll an das Class-1-Reglement halten, während die Japaner noch immer mehr Aerodynamik nutzen. Ich denke, dass es daher für uns darum geht, die größtmögliche Aufmerksamkeit dafür zu generieren."

Dass weder Zanardi noch Kobayashi den aktuellen DTM-Boliden mit Turbomotor kennen, sieht Marquardt "überhaupt nicht" als Nachteil. "Alex hat in Misano gezeigt, dass er auf Topniveau konkurrenzfähig ist", verweist er auf Zanardis Gaststart im Vorjahr, bei dem der beinamputierte Italiener mit etwas Rennglück als Fünfter eine wahre Sensation schaffte.

Kobayashi als Bezugsperson für Japaner

Von Lokalmatador Kobayashi erhofft sich Marquardt, "dass die BMW-Fans in Japan hoffentlich einen Bezug zu ihm haben." Außerdem sei der von Toyota ausgeliehene 33-Jährige noch in jedem Auto, das er bewegte, "auf Anhieb extrem schnell" gewesen.

Kamui Kobayashi

Kamui Kobayashi soll bei seinen Landsleuten in Fuji für Begeisterung sorgen Zoom

"Wir hatten ihn in München im Simulator, und er hat dort ein paar Versuche gemacht. Er ist ein sehr professioneller und hochbegabter Fahrer, und ich glaube nicht, dass er irgendein Problem haben wird."

Marquardt will weltweite Aufmerksamkeit für Dream Race

Und der dritte Mann im Bunde sei ohnehin einer, "der es definitiv verdient hat, BMW in Japan zu repräsentieren", verweist er auf Wittmann. Das Aufgebot sei nicht nur hochkarätig genug, um "in Japan und in Asien etwas auszulösen, sondern weltweit, was wir mit diesem Event erreichen wollen. Mehr können wir nicht machen."

Das Dream Race wird von 24. bis 26. November in Fuji stattfinden und ist das erste gemeinsame Rennen der Class-1-Rennserien DTM und Super GT. Da Aston Martin nicht am Start sein wird, werden sieben DTM-Autos und 15 Super-GT-Autos in die zwei Rennen am Samstag und am Sonntag gehen.

Das Format ähnelt dem DTM-Reglement, man wird aber wie in Japan üblich einen fliegenden Start durchführen, zudem dürfen die Überholhilfen DRS und Push-to-pass, über die die Super-GT-Autos nicht verfügen, nicht eingesetzt werden. Dafür müssen sich die Japaner einmal mehr auf die in der DTM üblichen Hankook-Reifen einstellen, mit denen die Gäste schon in Hockenheim große Schwierigkeiten hatten.

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