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"Dachte, Nick hat ein Problem": Wieso Sheldon van der Linde bei FCY überholte

Sheldon van der Linde riskierte bei Full-Course-Yellow durch das Überholen von Nick Cassidy eine Strafe: Wie es dazu kam und wie er das Schlimmste verhinderte

(Motorsport-Total.com) - Die Situation war kurios, als Sheldon van der Linde in der 19. Runde zu Beginn der Full-Course-Yellow-Phase nach Stavelot am späteren Sieger Nick Cassidy vorbeischoss und die Führung übernahm, was eigentlich verboten ist (hier geht's zum Rennbericht). Dabei war der Grund banal, wie der DTM-Leader auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' offenbart: "Ich hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Funk."

Nick Cassidy, Sheldon van der Linde

Zu Beginn der FCY-Phase schoss Sheldon van der Linde an Leader Cassidy vorbei Zoom

Als er auf den langsamen AF-Corse-Ferrari auflief, dachte der Schubert-BMW-Pilot laut eigenen Angaben zunächst, "dass Nick ein Problem hat, denn ich habe nichts anderes gesehen". Er habe "keine Ahnung" gehabt, "dass wir Full-Course-Yellow haben, bis ich das erste Schild gesehen habe".

Für van der Linde, der die Meisterschaft im Hinterkopf hatte und aus diesem Grund nicht mit letztem Risiko fuhr, eine brenzlige Situation, denn eine Strafe hätte ihm den Sonntag verhageln können.

Wie Sheldon van der Linde das Schlimmste verhinderte

"Ich habe dann sofort verlangsamt und ihn wieder vorbeigelassen", erzählt er. "Das war glaube ich das Beste, was ich in dieser Situation tun konnte." Zudem habe er "sogar einen größeren Abstand gelassen. Ich war da superkonservativ, um sicherzustellen, dass alles passt."


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Der Südafrikaner hatte Glück, denn die Rennleitung ließ Milde walten und sah von einer Bestrafung ab. Zumal das Feld nach der Full-Course-Yellow-Phase ohnehin die Formation in engen Zweierreihen für den Restart aufnahm, ehe es in eine letzte entscheidende Runde ging.

Funkausfälle in Spa keine Seltenheit

Außerdem ist van der Lindes Argument, er habe durch einen Funkausfall nichts von der Full-Course-Yellow-Phase mitbekommen, absolut glaubwürdig.

Denn auf der 7,004 Kilometer langen Strecke in Spa-Francorchamps kommt es wegen der Distanz immer wieder zu Funkausfällen. Auch Bernhard-Porsche-Pilot Thomas Preining hatte beim Sonntagsrennen Probleme mit seiner Boxenfunk-Verbindung, weshalb er sogar den Boxenstopp antizipieren musste.

Und vor zwei Jahren gab es am DTM-Wochenende in der Passage bei Malmedy und Bruxelles, die am weitesten von Start und Ziel entfernt ist, Funkverbindungs-Schwierigkeiten mit dem Marshalling-System, wodurch Rene Rast damals unerlaubterweise das Push-to-pass-System nutzen konnte.

Ein funktionierender Boxenfunk ist bei einer Full-Course-Yellow-Phase deshalb so wichtig, weil der Renndirektor diese über das Audio-Signal ankündigt. Er zählt zuerst den Fünf-Sekunden-Countdown herunter, ehe er die Full-Course-Yellow-Phase ausruft.

Abgesehen davon wird die Full-Course-Yellow-Phase über Schilder bei den Streckenposten angekündigt. Das hat sich im Fall von Sheldon van der Linde ausgezahlt.

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