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"Da die Eier zu haben ...": Meister Preining verteidigt Rivale Bortolotti

Wieso sich Thomas Preining nach seinem Meistertitel hinter Rivale Mirko Bortolotti stellt und der SSR-Lamborghini-Pilot beim Sonntagsrennen keine Chance hatte

(Motorsport-Total.com) - Großer Jubel bei DTM-Champion Thomas Preining am Sonntag nach dem perfekten Wochenende in Hockenheim mit zwei Poles und zwei Siegen - und ein sportlich fairer Titelrivale Mirko Bortolotti, der am Samstag nach seinen kontroversen TV-Aussagen noch einen Socialmedia-Shitstorm ausgelöst hatte.

Titel-Bild zur News: Thomas Preining, Mirko Bortolotti

Mirko Bortolotti gratuliert Thomas Preining nach der Pole, die zum Titel reicht Zoom

"Es ist sicher nicht einfach, wenn du jetzt in seinen Schuhen steckst", sagt Preining bei ran.de über die Szenen nach dem Qualifying und der Pole, die für den Porsche-Piloten zum Titel reichte. "Du hast vor zehn Minuten die Meisterschaft verloren. Da die Eier zu haben und sofort hinzugehen und zu gratulieren - das ist wirklich schwerst in Ordnung."

Was Bortolotti Preining dabei sagte? "Ich habe ihm einfach gratuliert für sein grandioses Jahr - und gesagt, dass es Spaß gemacht hat, mit ihm bis zum letzten Tag zu kämpfen", so der 33-Jährige, dem am Ende 33 Punkte fehlten.

Preining über Bortolotti-Aktion: "Das kriegt er zurück"

Nicht nur nach dem entscheidenden Qualifying war Bortolotti sofort da. "Er war der erste Gratulant nach dem Qualifying und nach dem Rennen", so Preining nach dem Triumph beim Finale am Sonntag, bei dem er Bortolottis Druck standhielt. "Gegen ihn zu kämpfen und ihn dann auch zu besiegen, ist wirklich was Spezielles."

Nur bei einer Aktion ging Bortolotti für Preining eine Spur zu weit: Als er ihm bei der Sektdusche nach dem Sonntagsrennen die Flasche ins Genick steckte. "Das kriegt er zurück", schmunzelt Preining, dessen Anzug einen intensiven Geruch aufwies.

Bortolotti: "Was auf Socialmedia abgeht, juckt mich nicht"

Dass sein Rivale auf Socialmedia attackiert wurde, hält Preining für ungerechtfertigt. "Ich habe gestern gesehen, dass er im Internet viele schlechte Kommentare bekommen hat", so der 25-jährige Porsche-Werksfahrer. "Natürlich darf jeder schreiben und machen, was er will, aber ich muss wirklich sagen: Er war immer sehr respektvoll, die ganze Saison."

Und auch Bortolotti meldet sich diesbezüglich zu Wort. "Was auf Socialmedia abgeht, juckt mich überhaupt nicht", sagt der SSR-Lamborghini-Pilot auf ran.de. "Ich weiß, was ich sage, wann ich es sage und warum ich es sage. Vielleicht sollten sich gewisse Leute mal ein paar Fakten holen, bevor sie hier gratis Kommentare rausschießen."

Beim TV-Interview auf ProSieben und ran.de, als er suggerierte, dass er kritischer beurteilt werde als andere Fahrer, habe er wegen der Frage des Reporters entsprechend geantwortet. "Und nicht, weil ich irgendwelche Leute negativ anmachen wollte. Es war nicht an andere Fahrer gerichtet, sondern an die Frage, wie sie formuliert war."

Der Reporter hatte von "Brechstange" und "Risiko" gesprochen. Auch nach dem Shitstorm werde er aber seine Haltung nicht ändern. "Ich werde mich nicht zurückziehen, wenn ich meine Meinung äußern will. Da können die Leute da draußen schreiben, was sie wollen. Sollen sie doch ihr Leben auf die Reihe kriegen, anstatt über meines zu urteilen."

Wieso es Bortolotti gegen Preining am Sonntag übertrieb

Am Ende gelang es Bortolotti mit Platz zwei am Sonntag immerhin, seinem SSR-Performance-Team in der Teamwertung Platz zwei zu bescheren. Ob der Sieg möglich war? "Thomas war superstark, er hat keine Fehler gemacht", so Bortolotti. "Er hat sein Rennen wirklich gut gemanagt und mir keine Chance gelassen."


DTM-Finale Hockenheim 2023: Spektakel bis zum Zielstrich

Nachdem Thomas Preining schon im Qualifying zum Meister gekürt wurde, lieferte er sich mit Titelkonkurrent Marko Bortolotti noch einmal ein packendes Duell im letzten Rennen der Saison. Weitere DTM-Videos

Nur in der Anfangsphase und in der Endphase kam der Lamborghini dem "Grello" bedrohlich nahe. Eine Runde vor Schluss riskierte Bortolotti noch einmal alles und rutschte in der Zielkurve von der Strecke. "Ohne einen Fehler von ihm wäre nichts möglich gewesen. Deswegen musste ich über das Limit gehen und mehr pushen - und dann bist du schnell mal draußen. Aber so viel ist nicht passiert."

Wie Preining nun den Erfolg genießen wird? "Ein Bierchen wird sich ausgehen, aber bis sechs Uhr morgen wird man mich nicht sehen", sagt der Österreicher, der schon die nächsten Termine auf seiner "Weltreise" vor sich hat.

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