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CUPRA SimRacing Series 2020 Schanghai: Pinczes sichert sich zweiten Saisonsieg

Adam Pinczes hat das Rennen der CUPRA SimRacing Series 2020 im virtuellen Schanghai gewonnen - Der Titelkampf spitzt sich immer weiter zu

(Motorsport-Total.com) - Die neunte von 13 Runden der CUPRA SimRacing Series 2020 fand auf der virtuellen Rennstrecke im chinesischen Schanghai statt. Adam Pinczes, der vor dem Rennen inklusive Streichergebnis auf Rang sechs der Gesamtwertung lag, gewann das Rennen. Im 60-minütgen virtuellen Lauf machte der Ungar keine Fehler, um letztlich auf Platz eins über die Ziellinie zu fahren. Derweil spitzt sich der Meisterschaftskampf in der zweiten Saisonhälfte immer weiter zu.

Pinczes

Pinczes setzt sich in China gegen die Konkurrenz durch Zoom

Von der Pole-Position aus erwischte Bence Banki einen starken Start, schaffte es aber nicht, sich an der Spitze signifikant abzusetzen. In den ersten Runden wurde er von Pinczes und Florian Hasse aus Deutschland unter Druck gesetzt. Dahinter erlebten drei der fünf Titelkandidaten eine echte Schrecksekunde.

Jack Keithley und David Nagy, die von den Plätzen acht und neun aus gestartet waren, verloren in den ersten Kurven jeweils eine Position. Deshalb schaffte es Moritz Löhner, sich zu seinen direkten Konkurrenten im Titelkampf dazuzugesellen. Löhner machte beim Start eine Position gut und stellte damit den direkten Anschluss an Keithley und Löhner her.

Dann stellte sich ein Konkurrent direkt vor dem Trio quer, weshalb Löhner es schaffte, sich an seinen beiden Mitstreitern vorbeizudrücken. Löhner lag nach diesem kribbeligen Moment hinter Keithley auf Platz acht, gefolgt von Nagy. Doch der Ungar zündete anschließend den Turbo.

Mit einem beherzten Manöver überholte er sowohl Löhner als auch Keithley, um anschließend die Flucht nach vorne anzutreten. Nur wenige Minuten später übernahm Nagy bereits den sechsten Platz von Zoltan Csuti. Zwei Runden später kam auch Löhner an dem Ungar vorbei, während Keithley sich mit Gergo Baldi einen heißem Kampf um Platz neun lieferte.

In den ersten zehn Minuten kam keine echte Ruhe ins Feld. Sowohl an der Spitze als auch im Mittelfeld gab es auf dem virtuellen Kurs in Schanghai Kämpfe um die Positionen. Trotz einer fehlerfreien und starken Anfangsphase gelang es Banki, der inklusive Streichergebnis als Gesamtdritter in das Rennen gegangen war, an der Spitze nicht, Pinczes abzuschütteln. Der Abstand blieb konstant bei unter 0,5 Sekunden.

Keine Zeit zum Ausruhen

Als noch 44 Minuten zu fahren waren, schaffte es Keithley, sich wieder auf Platz acht und damit direkt hinter Löhner zu setzen, während die ersten Piloten zum Pflicht-Boxenstopp kamen. Baldi war der erste Fahrer, der mit einem frühen Stopp auf eine riskante, aber vielversprechende Strategie setzte. Während der Ungar nach dem Service freie Fahrt hatte, ging es im Kampf um Rang sechs weiter heiß her.

Der zweite Fahrer an der Box war der Türke Emre Cihan, der vor dem Lauf in der Gesamtwertung mit 512 Punkten Rückstand auf die Spitze auf Rang fünf lag. Der teamlose Sim-Racer musste in Schanghai unbedingt ein gutes Ergebnis holen, um seine Titelhoffnungen am Leben zu halten. Mit Startplatz 18 im Qualifying hatte sich der Türke aber keine gute Ausgangslage herausfahren können.

Löhner, der auf Gesamtplatz zwei ins virtuelle Schanghai reiste, steuerte seinen Williams-CUPRA im Paarflug mit seinem Teamkollegen Keithley an die Box, der in der Gesamtwertung auf Platz vier lag. Während Löhner direkt hinter Tabellenführer Nagy aus der Box kam, fiel Keithley hinter Baldi und Csuti zurück.

Zeitgleich entbrannte an der Spitze der Kampf um die Führung: Pinczes übernahm für einen Bruchteil einer Sekunde den ersten Platz, musste sich dann aber wieder hinter Banki einreihen. Anschließend entschied sich der Ungar, an die Box zu gehen. Auch Hasse, der auf Platz drei auf seine Chance lauerte, kam zum Service.

Das neue Bild nach den Boxenstopps

Als alle Boxenstopps geleistet wurden, gab es zur Rennhalbzeit folgendes Bild: Pinczes übernahm die Führung, weil Banki viele Positionen verlor. Neuer Zweiter war Hasse vor Gianmarco Fiduci aus Italien, Nagy, Banki, Martin Barna aus Ungarn, Löhner, Baldi, Csuti und Keithley, der die Top 10 zu diesem Zeitpunkt komplettierte.

Nur wenige Minuten später versuchte Fiduci, an Hasse vorbeizukommen. Das Manöver ging mächtig daneben, weshalb der Gesamtführende Nagy es schaffte, seinen CUPRA an dem des Italieners vorbeizuschieben. Pinczes fuhr sich während dessen an der Spitze einen Vorsprung von rund einer Sekunde auf Hasse heraus. Der neue Dritte Nagy blies derweil zum Angriff auf die beiden Piloten auf den ersten beiden Plätzen.

Danach wurde das Rennen auf dem rund 5,5 Kilometer langen Schanghai International Circuit zu einer echten Geduldsprobe. Keithley versuchte, im Mittelfeld wieder den Anschluss an seine direkten Konkurrenten herzustellen und fuhr rundenlang ohne Druck und Chance, eine Position gutzumachen, auf Platz zehn gute Rundenzeiten. Nagy verkleinerte stetig den Abstand auf Hasse auf Platz zwei, während sich Löhner und Banki mit Barna um die Plätze fünf, sechs und sieben stritten.


CUPRA SimRacing Series 2020: Schanghai

Als noch 20 Minuten zu fahren waren, spitzte sich der Kampf um den Rennsieg immer weiter zu. Pinczes verteidigte mit allen Mitteln seinen ersten Platz gegen Hasse, der wiederum von Nagy unter Druck gesetzt wurde. Auch Fiduci, Banki und Barna gehörten zur Spitzengruppe, während Löhner den Anschluss allmählich verlor. Auch Keithley schaffte es nicht, dem Rennen seinen Stempel aufzudrücken, weshalb er erst einmal nicht weiter als Platz zehn nach vorne kam.

Nur fünf Minuten später durfte Hasse für eine Zehntelsekunde lang die klare Luft an der Spitze genießen. Der Deutsche im Dienste von Euronics Gaming fasste sich ans Herz und attackierte Pinczes. Für eine kurze Zeit war Hasse auf Platz eins, doch der Konter von Pinczes ließ nicht lange auf sich warten. Während dessen schaffte es Fiduci, Nagy von Platz drei zu verdrängen.

Die finale Phase

In der "Crunch-Time" behielt Pinczes die Nerven, um sich nach dem Auftaktsieg am Nürburgring seinen zweiten Saisonsieg zu sichern. Der Ungar katapultierte sich damit zumindest rechnerisch mitten rein in den Titelkampf. Hasse sicherte sich dahinter einen soliden zweiten Platz, während Fiduci das Podium komplettierte.

Banki mischt mit einem soliden vierten Platz in Zukunft ebenfalls wieder im Tielkampf mit, während der Gesamtführende Nagy nur auf Platz fünf ins Ziel kam. Auf Löhner, der Siebter wurde, machte der Ungar dennoch wichtige Punkte gut. Mit Platz neun verlor Keithley den Anschluss an die Spitze, während Cihan auf Platz 18 seine Hoffnungen auf den Titel langsam, aber sicher begraben muss.

Das nächste Rennen findet am 19. September im virtuellen Dubai statt. Dann gibt es wieder zwei 25-minütige Sprintrennen, in denen die besten RaceRoom-Sim-Racer um Punkte in der CUPRA SimRacing Series 2020 kämpfen werden.

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