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CUPRA SimRacing Series 2020: David Nagy erobert Brands Hatch

Zweimal Pole, zweimal Sieg: David Nagy dominiert bei der CUPRA SimRacing Series in Brands Hatch - Dicker Schritt in der Meisterschaft für den Ungarn

(Motorsport-Total.com) - "Kurz und knackig" galt an diesem Samstagabend in der CUPRA SimRacing Series gleich doppelt: Nicht nur standen wieder zwei Sprintrennen auf dem Programm, sondern auch die kürzeste Strecke der Saison. Eine Umrundung des Brands-Hatch-Indy-Kurses dauert mit dem 340 PS starken CUPRA Leon Competicion gerade einmal 48 Sekunden.

David Nagy

David Nagy war nicht zu schlagen Zoom

Der große Gewinner des Rennabends heißt David Nagy (M1RA Esports). Der Ungar holte sich beide Pole-Positions und gewann beide 25-Minuten-Rennen. Damit machte er in der Meisterschaft einen deutlichen Schritt nach vorn, denn sein unmittelbarer Gegner Moritz Löhner (Williams Esports) kam nicht über die Plätze sechs und drei hinaus.

Nagy unantastbar

Aufgrund eines Serverneustarts wurden die beiden Qualifyings in einer fünfminütigen Privatsession ausgefahren. Nagy zeigte sich abgezockt und holte sich in 47,902 Sekunden die Pole-Position. Diese konnte er in einen Start-Ziel-Sieg ummünzen.

Zunächst konnten Bence Banki (Red Bull Racing Esports), Zoltan Csuti (M1RA Esports) und Jack Keithley (Williams Esports) das Tempo mitgehen. Mit der Zeit verstrickten sie sich jedoch in eigene Kämpfe, die es Nagy erlaubten, sich abzusetzen. Er gewann das erste Rennen mit einem für ein Sprintrennen der CUPRA SimRacing Series unerhörten Vorsprung von 3,294 Sekunden.

Banki wurde in der letzten Runde hart von Csuti attackiert, konnte aber Platz zwei geradeso halten. Csuti hatte zuvor bereits eine heftige Attacke von Keithley abwehren müssen. Nur weil er auf dem Start/Ziel-Bogen den Windschatten von Banki bekam, konnte er vorn bleiben.


CUPRA SimRacing Series Brands Hatch 2020

Genauso hart ging es in einem Zweikampf um die fünfte Position zur Sache. Hier verteidigte Gergo Baldi (M1RA Esports) gegen einen furios attackierenden Löhner. Baldi fuhr hierbei auch für seinen Teamkollegen Nagy im Hinblick auf die Meisterschaft.

Auch Löhner wäre fast vorbeigekommen, als er in Graham Hill Bend innen mit Vorbande attackierte. Er hielt die Aktion jedoch scheinbar für unfair und brach den Angriff ab. So kamen die ersten sechs genau in der Reihenfolge des Qualifyings ins Ziel.

Keithleys Überholmanöver kommt zu spät

Auch im zweiten Blitz-Qualifying war Nagy wieder Schnellster, diesmal in 47,899 Sekunden. Sehr entscheidend für das Rennen: Baldi brachte es fertig, auf den zweiten Startplatz zu fahren. So besetzte M1RA Esports die erste Startreihe. Das war für Nagy Gold wert, denn Keithley startete nur von Platz drei. Und dieser hatte als einziger die Rennpace von Nagy.

Das M1RA-Duo konnte die Plätze beim Start verteidigen. Keithley begann sofort, Baldi zu attackieren - wohl wissend, dass Nagy an der Spitze davonfahren würde. Tatsächlich gelang es ihm, in der fünften Runde mit einem harten, aber fairen Manöver in Clearways vorbeizugehen.

Nagy hatte sich allerdings schon um 1,1 Sekunden abgesetzt. Keithley gab alles, doch der Abstand pendelte das ganze Rennen zwischen 1,1 und 1,4 Sekunden. Der Ungar und der Brite waren exakt gleichschnell und keiner leistete sich auch nur den kleinsten Fehler. Am Ende setzte sich Nagy mit 1,147 Sekunden Vorsprung durch.

Tim Jarschel

Gerade im Mittelfeld ging es auf dem kurzen Kurs hoch her Zoom

Löhner nutzte die Attacke von Keithley, um gemeinsam mit seinem Teamkollegen an Baldi vorbeizugehen. Dieser ließ anschließend auch noch Teamkollege Csuti durch. Doch keiner konnte das Tempo von Nagy und Keithley mitgehen. Das Dreierpaket blieb zusammen, angegriffen wurde aber nicht mehr. Emre Cihan (Privatfahrer) machte im Rennen einen Platz gegen Florian Hasse (EURONICS Gaming) gut und wurde Sechster.

Unglücksrabe des Tages war Peter Szanto (Max Biaggi E-Sport Racing). Der Ungar wurde in beiden Rennen in Kollisionen verwickelt. Besonders bitter war es im zweiten Lauf, für den er sich als Siebter qualifiziert hatte und im Rennen auf Position neun fuhr.

Ebenfalls keinen guten Tag hatte Kirill Antonow (LADA Sport ROSNEFT eRacing Team), vor dem Rennen Fünfter der Meisterschaft. Im ersten Rennen geriet der Russe mit seinem Landsmann Kirill Sokowikow (Privatfahrer) aneinander und fiel weit zurück. In Lauf 2 holte er immerhin Rang neun.

In der CUPRA SimRacing Series geht es nun Schlag auf Schlag: Schon am kommenden Samstag steht der nächste Lauf auf dem Programm. Auf dem Shanghai International Circuit geht es wieder über eine Langstrecken-Distanz von 60 Minuten.

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