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  • 18.11.2020 · 09:43

Mercedes-AMG GT Black Series (2020): Rekord auf der Nürburgring-Nordschleife

Rennfahrer Maro Engel stellt im Mercedes-AMG GT Black Series einen neuen Rundenrekord für die Nürburgring-Nordschleife auf

(Motorsport-Total.com) - Wie nah der neue Mercedes-AMG GT Black Series tatsächlich am Motorsport ist, hat jetzt GT3-Rennfahrer Maro Engel auf der Nordschleife des Nürburgrings eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Maro Engel

Der AMG GT Black Series ist das schnellste Serienfahrzeug auf der Nordschleife Zoom

Mit einer offiziell gemessenen und notariell beglaubigten Zeit von 6:43.616 Minuten für die 20,6 Kilometer lange Strecke (Messung ohne der Geraden bei Streckenabschnitt T13) und 6:48.047 Minuten für die 20,832 Kilometer lange Gesamtstrecke (Messung mit der Geraden bei Streckenabschnitt T13) ist der neue V8-Bolide in der Spitzengruppe der Kategorie "Sportwagen" mit Straßenzulassung platziert und die Nummer eins bei den vollkommen serienmäßigen, nicht nachträglich modifizierten Modellen.

Sehen wir uns die bisherigen Rekordhalter über 20,6 km an: Mit Lamborghini-Testfahrer Marco Mapelli am Steuer erreichte der Aventador SVJ im Juli 2018 eine mit Zeitnahme und GPS-Zertifizierung ermittelte Rundenzeit von 6.44,97 Minuten. Damit unterboten die Italiener nicht nur den Porsche 911 GT2 RS (6.47,3), sondern auch die 6.45,9 Minuten des elektrischen Nio EP9.

"Das war wirklich eine beeindruckende Fahrt", so Engel, nachdem er die Rekordrunde absolviert hatte. "Mit Geschwindigkeiten bis nahezu 270 km/h im Streckenbereich Kesselchen oder mit deutlich über 300 km/h auf der langen Geraden Döttinger Höhe ist der AMG GT Black Series deutlich schneller als mein GT3-Auto."

"Schlussendlich in 6:48,047 Minuten mit einem serienmäßigen Straßenfahrzeug um die Nordschleife zu fahren, bei diesen Streckenbedingungen, das ist echt der Hammer. Wie mein GT3-Rennfahrzeug bietet auch der AMG GT Black Series sehr viele Einstell-Möglichkeiten, womit ich ein speziell für mich maßgeschneidertes Set Up erarbeiten konnte", so Engel.

Vielfältige Einstellmöglichkeiten

Engel nutzte viele Einstellmöglichkeiten, die der neue Mercedes-AMG GT Black Series serienmäßig bietet. So war der Frontsplitter in Stellung "Race" ausgezogen, das untere sowie obere Flügelblatt des Heckspoilers war jeweils in mittlerer Position justiert. Das einstellbare AMG-Gewindefahrwerk mit adaptiver Verstelldämpfung wurde vorne um fünf und hinten um drei Millimeter abgesenkt, um den Venturi-Effekt des Frontdiffusors weiter zu verstärken.


Onboard bei der Rekordrunde

Der Sturz war auf die maximal möglichen Werte von minus 3,8 Grad an der Vorderachse und minus 3,0 Grad hinten justiert. Bei den einstellbaren Querstabilisatoren entschied sich Renn-Profi Engel für die jeweils härteste der drei möglichen Einstellungen und die neunstufige AMG-Traktionskontrolle regelte der 35-Jährige je nach Streckenabschnitt zwischen den Stellungen sechs und sieben ein.

Gefahren wurde der Rekord auf der serienmäßigen Bereifung Michelin Pilot Sport Cup 2 R MO mit der Mischung "soft compound", die zusammen mit dem Reifenhersteller speziell für den Top-Sportler der AMG GT-Baureihe entwickelt wurde. Für höchstmögliche Sicherheit sorgte nicht nur die serienmäßige AMG-Keramik-Hochleistungs-Verbundbremsanlage, sondern auch das werksseitig angebotene Track Package mit Überrollschutzsystem und Vierpunkt-Sicherheitsgurten.

Rekord auf serienmäßigen Reifen

Auch bei der aerodynamischen Effizienz hat der Mercedes-AMG GT Black Series sehr viele Parallelen vom Rennfahrzeug. Eine direkte Ableitung aus dem Motorsport ist beispielsweise die Motorhaube aus Carbon mit zwei großen Abluftauslässen. Diese führen die warme Luft, die vom schräg gestellten Kühlerpaket abströmt, gezielt aus dem Motorraum. Dies erhöht ebenso den Gesamtabtrieb wie das ausgefeilte Heckflügel-Konzept und der weitgehend geschlossene Unterboden.


Mercedes-AMG GT Black Series: Nordschleifen-Rekord

"Es ist wirklich beeindruckend, wie viel Abtrieb der Black Series generiert und wie souverän und verlässlich er auch am absoluten Limit zu fahren ist. Ich ziehe den Hut vor den Entwicklern aus Affalterbach, was sie hier auf die Räder gestellt haben. Und es freut mich riesig, dass ich diese faszinierende Ingenieurskunst mit dieser tollen Rundenzeit unter Beweis stellen konnte", so Engel.

Wie AMG-Entwicklungsingenieur Demian Schaffert, der mit dem Mercedes-AMG GT 63 S 4MATIC+ am gleichen Tag einen neuen Rundenrekord aufstellte, so waren auch für Engel die Bedingungen nicht ganz optimal. Denn als der GT3-Profi am 4. November 2020 um 17:02 Uhr die Lichtschranke der Zeitmessanlage durchfuhr, lagen nicht nur 20,832 Kilometer Grüne Hölle bei dämmrigen Licht hinter ihm.

Schwierige Streckenbedingungen

Der GT3-Profi setzte die Bestzeit bei sieben Grad Celsius Außen- und zehn Grad Celsius Asphalttemperatur. Zudem waren einige Passagen der extrem anspruchsvollen Strecken noch nicht hundertprozentig abgetrocknet.

Die schnellen Rundenzeiten wurden von den neutralen Experten der Firme Wige Solutions gemessen. Ein unabhängiger Notar beglaubigte zudem den ordnungsgemäßen Zustand des Fahrzeugs und die Messungen.

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