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  • 10.03.2022 · 11:41

  • von Stefan Leichsenring

Mercedes-AMG EQE 53: Sportversion mit rund 500 kW

Mercedes stellt gleich zwei Sportversionen des EQE vor - Mehr Leistung sowie sportlicheres Fahrwerk und Optik

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Die AMG-Version des Mercedes EQE (jetzt Mercedes-Benz EQE Gebrauchtwagen kaufen) startet wie die des EQS in zwei Allrad-Versionen: als EQE 53 mit 454 kW und als EQE 53 Dynamic Plus mit 498 kW. Das sind die Werte der US-Version; die deutschen dürften sich allenfalls im Rahmen der Rundungsfehler unterscheiden.

Mercedes-AMG EQE 53

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Damit sind die Leistungsdaten von EQE 53 und EQS 53 trotz der gleichen Nummer unterschiedlich; die AMG-Varianten leisten 484 beziehungsweise 560 kW, sind also nochmal etwas stärker. Zusammen mit dem EQE 350 sind nun drei Motor-Akku-Kombinationen des EQE bekannt:

EQE 350 - AMG EQE 53 - AMG EQE 53 Dynamic Plus

Antrieb: Heck - Allrad - Allrad

Systemleistung: 215 kW - 454 kW - 498 kW

Systemdrehmomemt: 530 Nm - 950 Nm - 1.000 Nm

0-100 km/h: k.A. - ca. 3,4 Sek - ca. 3,2 Sek

Höchstgeschwindigkeit: k.A. - 220 km/h - 240 km/h

Akku: 91 kWh - 91 kWh - 91 kWh

Reichweite (WLTP): 660 km - ca. 444-518 km - ca. 444-518 km

In den AMG-Versionen werden spezifische Elektromotoren eingesetzt, und zwar vorne wie hinten permanent erregte Synchronmotoren (PSM). Wie stark sie sind, verrät Mercedes nicht. Zu den spezifischen E-Motoren kommt ein besonderer Wechselrichter. Weitere AMG-Spezifika sind die Kühlung des Rotors durch eine Wasserlanze, spezielle Kühlrippen am Stator und dergleichen mehr.

Wie beim EQE 350 speichert die Batterie 91 kWh und arbeitet mit NCM811-Chemie (Nickel, Cobalt und Mangan im Verhältnis 8:1:1). Der Akku arbeitet mit 328 Volt und besteht aus zehn Modulen mit insgesamt 360 Pouch-Zellen. Das Batterie-Management-System ist speziell auf AMG abgestimmt. Aufgeladen wird jedoch wie beim EQE-Basismodell mit maximal 170 kW. In diesem Fall wird in 15 Minuten Strom für 180 Kilometer nachgeladen.

Reduzierung der Batteriebelastung dank ECO-Charging

Eine ECO-Charging-Funktion reduziert die Belastung der Batterie während des Aufladens - vermutlich wird in diesem Modus einfach langsamer geladen. Zudem kann man den Ladevorgang zu jedem beliebigen Zeitpunkt unterbrechen, um zum Beispiel günstigeren Nachtstrom zu nutzen.

Die Rekuperationsleistung beträgt bis zu 260 kW. Die Stärke kann über einen Schalter am Lenkrad dreistufig eingestellt werden: In den Rekuperationsstufen D und D- ist One-Pedal-Driving möglich, in DAuto werden bis zu 5 m/s² Verzögerung erreicht, davon 3 m/s² durch Rekuperation und 2 m/s² über die Scheibenbremsen.


Fotostrecke: Mercedes-AMG EQE 53: Sportversion mit rund 500 kW

Der Allradantrieb 4Matic+ verteilt das Antriebsmoment stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse. Dabei wird die Kraft in den Modi Sport und Sport+ stärker nach hinten verlagert. Das Fahrwerk besitzt AMG-spezifische Radträger, Lenker und steifere Stabilisatoren.

Fünf verschiedene Fahrprogramme

Ob die Luftfederung mit adaptiven Dämpfern, die beim EQE 350 Aufpreis kostet, hier Serie ist, geht zumindest aus der uns vorliegenden amerikanischen Pressemitteilung nicht hervor. Serie ist bei den AMG-Versionen allerdings die Hinterachslenkung. Der Lenkeinschlag ist mit bis zu 3,6 Grad (zumindest in der US-Version) geringer als beim EQE 350, wo es zwei Versionen mit 4,5 beziehungsweise 10 Grad gibt.

Die Anpassung an persönliche Vorlieben erlauben die fünf Fahrprogramme Slippery, Comfort, Sport, Sport+ und Individual. Zum Vergleich: Beim EQE 350 gibt es die Modi Eco, Comfort, Sport und Individual.

Die maximale Antriebsleistung wird in allen Modi außer Sport+ elektronisch begrenzt - es sei denn, man macht einen Kick-down. Am defensivsten ist Slippery, wo nur 50 Prozent der Leistung zur Verfügung stehen. Die 498 kW Systemleistung der Dynamic-Plus-Version stehen nur bei einem Race Start mit Boost-Funktion zur Verfügung.

Unterschiede der AMG-Version

Die AMG-Bremsanlage arbeitet mit Sechs-Kolben-Bremssätteln und 414-mm-Scheiben vorn und Ein-Kolben-Bremssätteln und 378-mm-Scheiben hinten. Optional gibt es eine Keramikbremsen mit noch größeren Bremsscheiben zum Einsatz.

Optisch hebt sich die AMG-Version ab durch die vertikalen Chromstreben und den AMG-Schriftzug am "Grill". Am Heck hat die AMG-Version vor allem eine schwarze Spoilerlippe.

Innen bietet die AMG-Version ein sportlicheres Ambiente mit einer roten Umrahmung des großen Displays und einem unten abgeflachten AMG-Doppelspeichenlenkrad. Außerdem gibt es Sportsitze mit AMG-Emblemen. Der Hyperscreen ist wie beim EQE 350 nur optional; er besitzt hier AMG-spezifische Funktionen und Anzeigen.

Mehr zum EQE 350 und zum AMG EQS:
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Quelle: Mercedes of USA (per E-Mail)

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