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  • 29.11.2007 · 14:03

Legendärer Mille-Miglia-SLR als Super-Modell

Von seinen 194 Siegen in 466 großen Rennen zählt Stirling Moss den Mille-Miglia-Erfolg 1955 zu seinen Sternstunden. CMC präsentiert jetzt diesen SLR

(Motorsport-Total.com/autogericke.de) - Mehr als 1500 von Hand montierte Teile, unglaublich gut gelungene Details des 3-Liter-Reihenmotors mit 310 PS, der Vorderradaufhängung mit innenliegenden Trommelbremsen, der Aluräder mit eingesetzten Nippeln für die Edelstahldraht-Speichen oder des Cockpits: Dieses 1:18-Modell degradiert das bislang existierende Maisto-Pendant zu einem - wenn auch sehr preiswerten - Spielzeug.

Authentizität und äußerst filigrane Arbeitsvorgänge vereinen sich hier zu einem Opus, bei dem einfach alles stimmt. So zog Moss bei diesem SLR ein dreispeichiges Lenkrad dem vierspeichigen Original vor, und die Wartungsklappe vor den Auspuffrohren blieb während des Rennens offen. CMC liefert dieses Teil, per Magnethaftung montierbar, natürlich mit.#w1#

Mitgeliefert wird auch die berühmte "Roller-Map" von Beifahrer Denis Jenkinson, dem rauschebärtigen Ex-Seitenwagen-Weltmeister und renommierten Motorport-Journalisten. "Ohne Denis neben mir hätte ich das Rennen niemals gewonnen", lobte Moss seinen Co., der seinen aufgerollten 5,19 Meter langen Kartenaufschrieb nicht nur bei extremen Querbeschleunigungen "vorbetete", sondern sich auch nicht aus der Ruhe bringen ließ, als ihm die Brille weggeflogen war.

"Jenks" leistete sich nur einen minimalen Patzer, als er bei einem Tankdepot zu früh zur Weiterfahrt "blies" (Gegensprechanlagen gab es ja damals nicht), und sich ein halber Liter Sprit ins Cockpit ergoss: Vergleichweise harmlos gegen die Kollision mit einem Lastwagen der italienischen Luftwaffe im Training. Die Ladefläche des Lkw, der die Geschwindigkeit des SLR (bis 300 km/h) unterschätzt hatte, war vollbepackt mit Bomben. Zum Glück ging keine hoch.

Die ersten Exemplare dieses CMC-Modells für 215 Euro kommen noch vor Weihnachten in den Handel. Die Nachfrage ist groß, denn dieser Mercedes mit der Startnummer 722 (entspricht der Startzeit) hat Motorsport-Geschichte geschrieben: Für das berühmt-berüchtigte Straßenrennen benötigte er lediglich 10 Stunden und 17,48 Minuten, was einem Schnitt von 157,65 km/h entspricht.

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