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  • 04.08.2022 · 13:24

  • von Stefan Leichsenring

Chevrolet Blazer EV kommt mit Front-, Heck- und Allradantrieb

Chevrolet stellt den Blazer als Elektroauto vor. Ungewöhnlich: Man kann zwischen FWD, RWD und AWD wählen - Marktstart ist aber erst in einem Jahr

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Chevrolet stellt die Elektroversion des Blazer vor. Dank der Ultium-Plattform ist man beim Antrieb außergewöhnlich flexibel: Man kann zwischen Front-, Heck- und Allradantrieb auswählen. Die reichweitenstärkste Version soll 515 km nach amerikanischer EPA-Norm schaffen.

Chevrolet Blazer EV

Chevrolet Blazer EV Zoom

Die sportliche Optik lehnt sich an die 2018 erschienene aktuelle Verbrenner-Version an. Zu den Maßen macht Chevy noch keine Angaben, doch die fossile Version misst 4,85 Meter, ist also etwa so groß wie ein Audi e-tron oder Mercedes EQC. In den USA gilt der Wagen als mid-size SUV.

Vier verschiedene Versionen werden angeboten: 1LT, 2LT, RS und SS. Eine Übersicht über alle Motor-Akku-Kombinationen gibt es noch nicht, auch Angaben zu den verfügbaren Batterien fehlen, genauso wie exakte Systemleistungen aller Varianten. Doch die stärkste Version hat einen 410 kW starken Allradantrieb und bis zu 879 Newtonmeter Drehmoment sowie einen WOW-Modus (Wide Open Watts), der Sprints auf Tempo 100 in etwa vier Sekunden ermöglicht.

Betätigung des Bremspedals startet den Motor

Aufgeladen wird mit 11,5 kW auf Level 2 (Wechselstrom); mit Gleichstrom sollen je nach Version bis zu 190 kW möglich sein. Damit kann in zehn Minuten Strom für weitere 125 km nachgeladen werden, so Chevrolet.

19-Zoll-Räder sind Serie, der RS hat 21-Zöller und der SS sogar 22-Zöller; die sportliche Topversion hat zudem einen speziellen Grill und eine Bicolor-Optik mit schwarzem Dach. Das LED-Licht spielt eine Begrüßungssequenz ab, wenn man sich dem Auto nähert, dabei leuchten auch eine durchgehende Lichtleiste und das Bowtie-Markenlogo an der Front auf.

Wenn man in den Blazer EV einsteigt, muss kein Knopf gedrückt werden, um das Fahrzeug zu starten. Nach dem Schließen der Tür betätigt man einfach das Bremspedal, und der Blazer EV ist fahrbereit.

Navigation hilft beim Einplanen von Ladestopps

Innen gibt es einen 17,7-Zoll-Touchscreen im Querformat; daneben steht ein 11-Zoll-Instrumentendisplay auf dem Armaturenbrett:

Die Navigation soll beim Einplanen von Ladestopps helfen. Mit dem Rekuperationssystem ist auch das One-Pedal-Driving mit Verlangsamung bis zum Stillstand möglich. Zu den Assistenzsystemen gehören das teilautonome Fahrsystem SuperCruise, automatische Notbremssysteme und mehr.


Fotostrecke: Chevrolet Blazer EV kommt mit Front-, Heck- und Allradantrieb

Die Software dafür basiert auf Ultifi-System, bei dem Hard- und Software konsequent voneinander getrennt sein sollen, um nachträgliche OTA-Updates der Software zu erleichtern.

Die Versionen 2LT und RS kommen im Sommer 2023 in den Handel und kosten 47.595 beziehungsweise 51.995 Dollar. Der SS folgt später im Jahr 2023 zu Preisen ab 65.995 Dollar, gefolgt vom 1LT (44.995 Dollar).

Neben den zivilen Modellen wird auch eine spezielle Polizei-Version angekündigt, das Police Pursuit Vehicle (PPV). Es basiert auf dem SS, bekommt die größte Batterie und wird mit Heck- oder Allradantrieb angeboten. Dazu kommen Brembo-Bremsen und ein polizeispezifischer Innenraum.

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Gebaut wird der Blazer EV wie der fossil angetriebene Blazer im GM-Werk in Ramos Arizpe (Mexiko). Nächstes Jahr soll die Chevrolet-Elektropalette noch um den Pick-up Silverado EV und den Equinox erweitert werden.

Quelle: Chevrolet

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