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  • 27.09.2022 · 22:07

  • von Stefan Wagner

Brabus P 900 Rocket "One of Ten": Monströser Giganten-G

Der Tuner macht schon wieder einen Mercedes-AMG G 63 Pick-up, nur noch wilder - Bereit für 0-100 km/h in deutlich unter vier Sekunden?

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Das Irritierende ist ja irgendwie, dass es nicht mal mehr wirklich überrascht. Sagen Sie Hallo zum neuen Brabus P900 Rocket Edition "One of Ten", einem "Performance-Pickup" auf Basis des Mercedes AMG G 63 (jetzt Mercedes-Benz AMG G 63 Gebrauchtwagen kaufen) mit - Sie ahnen es - 900 PS, Breitbau, 24-Zoll-Rädern, einer 0-100-km/h-Zeit von 3,7 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h.

Brabus P 900 Rocket Edition One of Ten (2022)

Brabus P 900 Rocket Edition One of Ten (2022) Zoom

Warum? Vermutlich, weil es geht. Und weil es mehr als genug Menschen gibt, die für so ein Unding Schlange stehen. Trotz eines Preisschilds von 773.000 Euro. Aber fangen wir von vorne an:

Im Mai hatte uns der Bottroper Edel-Veredler ja bereits mit dem Brabus 900 XLP "One of Ten" beglückt. Der hat allerdings Portalachsen und All-Terrain-Reifen und ist aufgrund dieser Performance-Lähmung fast schon. Gerade mal 210 km/h sind drin. Der 0-100-km/h-Sprint dauert 4,4 Sekunden. Was soll da nur der Nachbar denken?

G-Klasse auf Supercar-Niveau

Die neueste Rakete auf G-Klasse-Basis bietet jetzt Fahrleistungen auf absolutem Supercar-Niveau. Trotz eines Kampfgewichts von 2.720 Kilo. Ob die zehn glücklichen Kunden eine zusätzliche Steuer für brennende Straßen entrichten müssen, ist nicht bekannt.

Ein Heckmodul mit Seitenwänden aus Carbon macht den G 63 zum viersitzigen Pickup-Truck. Die Ladefläche ist mit Teakholz beplankt und verfügt über einen mattschwarz beschichteten Stahlbügel.

Zum Umbau gehört auch in dieser Variante die Verlängerung des Radstands um 50 Zentimeter und die damit verbundene, nach hinten versetzte Hinterachsaufhängung.

Brabus holt weitere 315 PS aus dem Antrieb heraus

Das dafür notwendige Spezialmodul für den Stahlleiterrahmen soll die Torsionssteifigkeit des Rahmens trotz der Verlängerung in vollem Maße erhalten. Die Passagierkabine wird hinter den Rücksitzen durch ein neues Stahlblechelement mit integrierter, beheizter Heckscheibe von der neuen Ladefläche abgetrennt.

Der P900 Rocket ist 5,38 Meter lang. Ein serienmäßiger G 63 ohne Reserverad am Heck ist exakt 68,9 Zentimeter kürzer. Und weil so eine Pickup-Optik allein in Sachen Blickfang-Performance noch nicht ausreicht, gibt es natürlich auch hier den hauseigenen Widestar-Breitbau samt zusätzlicher Rocket-Edition-Sichtcarbon-Applikationen und jeder Menge rot lackierter Gimmicks.


Fotostrecke: Brabus P 900 Rocket "One of Ten": Monströser Giganten-G

Vom serienmäßig 4,0 Liter großen Achtzylinder des 63ers bleibt auch nicht mehr all zu viel übrig. Brabus zerlegt das Aggregat "in alle seine Einzelteile" und holt am Ende 315 PS mehr als ab Werk. Los geht's mit einer Hubraumerweiterung von 3.982 auf 4.407 ccm.

Größere Turbos ersetzen Serienlader

Dazu gibt's auf 84 Millimeter aufgebohrte Zylinderbohrungen und eine aus dem Vollen gefräste und feingewuchtete Spezialkurbelwelle mit auf 100 Millimeter vergrößertem Hub sowie neue Hochleistungspleuel.

Die Serienlader müssen größeren Turbos weichen. Der Ladedruck wird auf 1,4 bar erhöht. Zwei BoostXtra Ventile sorgen beim Lastwechsel für standesgemäßes Blow-Off-Gepfeife. Größere Hochdruckpumpen blasen mehr Sprit in die Brennkammern. Außerdem gibt es eine von Grund auf neue Auspuffanlage mit Klappensteuerung.

Nach abschließender Programmierung der Kennfelder von Einspritzung, Zündung und Ladedrucksteuerung stehen dann 900 PS bei 6.200 U/min und 1.250 Nm Drehmoment ab 2.900 Touren an. Um die Kraftübertragungselemente zu schonen, wird das Drehmoment jedoch auf 1.050 Nm limitiert.

Innenraum mit "Brabus-Masterpiece-"Ausstattung

Damit dieser viel zu starke Truck nicht in jeder zweiten Kurve in die Pampa abfliegt, verbaut Brabus ein Aluminium-Gewindefahrwerk mit vom Cockpit aus härteverstellbaren Dämpfern. Damit geht der G um bis zu 45 Millimeter in die Knie.

Felgenmäßig scheint unter 24 Zoll auch nicht mehr viel zu gehen. Dazu gibt es funky Carbon-Aero-Disc-Aufsätze. Die zehn Zoll breiten Felgen vorne sind mit speziell entwickelten Conti-Gummis in 295/30 ZR 24 bestückt. Unter den hinteren Verbreiterungen drehen sich 12-Zoll-Räder mit 355/25/24er-Bereifung.

Fehlt noch der Innenraum, der bei Brabus ja seit jeher besondere Aufmerksamkeit genießt. In diesem Fall gibt es eine "Brabus Masterpiece"-Ausstattung in royalschwarzem Leder mit unendlich vielen Steppungen und roten Ziernähten. Dazu werden insgesamt 206 Cockpit-Elemente in Rot lasiert, es gibt eine Ambiente-Beleuchtung für die Lüftungsdüsen und natürlich Unmengen an Carbon.

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Im Fond können es sich die Mitfahrer auf zwei Einzelsitzen mit zahlreichen Komfortfunktionen wie Multikonturverstellung, Memory und integrierter Sitzbelüftung und -heizung bequem machen. Zwischen ihnen hat man eine Mittelkonsole mit ausfahrbaren Tischen platziert.

Fürs körperliche Wohl gibt es in der Mittelkonsole zwei Cupholder, die Getränke wahlweise kühlen oder warmhalten können sowie ein integriertes Kühlfach, auf das von beiden Sitzen aus zugegriffen werden kann.

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