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Audi Sport kämpft um V10 für nächsten R8: Licht am Ende des Tunnels?

Audi Sport will wohl um den 5,2-Liter-V10-Saugmotor für die dritte Generation des R8 kämpfen, obwohl davon ausgegangen wird, dass er als Elektroauto kommt

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Die Zukunft des R8 steht nach wie vor in den Sternen. Audi hat noch nicht endgültig entschieden, wie es mit seinem Flaggschiff-Supersportwagen weitergehen soll. Möglicherweise schickt man den Verbrennungsmotor aufs Altenteil und macht das Auto zum Vollzeit-Elektriker, so wie beim etwas unglückseligen R8 e-tron. Oder man wirft den Mittelmotor-Sportler gleich komplett aus der Modellpalette.

Nun, so scheint es, könnte es noch ein drittes Szenario geben, denn die schnelle Truppe von Audi Sport (verantwortlich für alle RS-Modelle und den R8) hat ihr Interesse bekundet, den gloriosen Zehnzylinder auch für die dritte Generation des Supercars am Leben halten zu wollen.  

In einem Interview mit dem britischen Magazin Autocar sagte Oliver Hoffmann, der Geschäftsführer von Audi Sport, dass man alles tun werde, um den Vorstand von einer Zukunft mit dem hochdrehenden 5,2-Liter-Aggregat im R8 zu überzeugen:

"Wir kämpfen für den V10, aber [für die nächste Generation] ist es mehr oder weniger eine Frage, ob man auf einen Verbrenner oder auf Elektrifizierung setzt und welche Art von Motor am besten geeignet ist."

Bevor Sie sich nun zu große Hoffnungen machen: Die Emissionsregularien werden in Europa strikter und strikter. Bedenkt man darüber hinaus, dass der R8 nicht unbedingt ein Stückzahlen-Champion ist, könnte der Aufwand, den es benötigt, um den großvolumigen Haudegen zukunftsfähig zu machen, einfach zu hoch sein. 

Ob mit V10 oder ohne, die nächste Generation des R8 soll angeblich im Jahr 2022 debütieren. Und womöglich besteht ja die Chance, dass eine Version mit dem 5,2-Liter FSI als limitierte Sonderedition neben dem elektrischen Modell vom Band läuft. Es wird erwartet, dass Lamborghini auch beim Nachfolger des Huracán weiter auf den Zehnzylinder setzt. Ganz von der Bildfläche verschwinden wird er also vorerst nicht. 

Hoffmann betont zudem, dass Audi Sport und Lamborghini "sehr eng zusammenarbeiten", um Entwicklungskosten zu teilen. Die aktuellen Varianten von R8 und Huracán (sowie der streng limitierte Italdesign Zerouno) haben so viel gemeinsam, dass auch die Nachfolger mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen großen Stamm von Gleichteilen zurückgreifen werden. Möglicherweise wird der V10 im kommenden Baby-Lambo elektrifiziert und der Huracán-Nachfolger kommt als Hybrid. Es wäre unter diesen Umständen nicht verwunderlich, wenn Audi beim künftigen R8 den gleichen Weg einschlägt. 

Unterdessen hat Hoffmann die Audi-Sport-Pläne für weitere Hardcore-Versionen des aktuellen R8 bekräftigt. Eine davon könnte bereits nächste Woche auf dem Goodwood Festival of Speed angekündigt werden. Autocar spekuliert auf ein Kundensport-Modell mit GT2-Spezifikation.

Quelle: Autocar

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