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  • 08.02.2012 · 09:50

  • von Roman Wittemeier

Pescarolo-Kader komplett: Mit Seiji Ara in Le Mans

Neben Sebastien Bourdais und Nicolas Minassian setzt Pescarolo auf einen Ex-Le-Mans-Sieger im Dome S102.5: Seiji Ara bringt viel Erfahrung mit

(Motorsport-Total.com) - Mit Pauken und Trompeten wird Pescarolo in diesem Jahr auf der Langstrecke antreten. Das Team von Le-Mans-Legende Henri Pescarolo (33 Teilnahmen als Fahrer, vier Gesamtsiege, elf Teilnahmen als Teamchef) wird zwei unterschiedliche Autos mit prominenten Piloten an den Start bringen. Der Fahrerkader ist nun endgültig fixiert. Im Dome S102.5 wird neben Sebastien Bourdais und Nicolas Minassian der Japaner Seiji Ara sitzen.

Seiji Ara

Seiji Ara kennt den Dome von vielen Einsätzen und Testfahrten bereits bestens

Ara ist damit der einzige Pilot des schnellen Trios im japanischen Dome-LMP1-Judd, der das legendäre 24-Stunden-Rennen schon einmal gewinnen konnte. Der 37-Jährige feierte 2004 gemeinsam mit Tom Kristensen und Dindo Capello einen Gesamtsieg im Audi R8. Insgesamt blickt Ara bereits auf sechs Starts an der Sarthe zurück. Seine beiden Kollegen haben noch mehr Erfahrung: Nicolas Minassian (zwölf Le-Mans-Starts) und Bourdais (neun) kennen die Pescarolo-Mannschaft allerdings sehr gut.

Minassian startete bereits dreimal mit Pescarolo beim Langstrecken-Klassiker, der in Le Mans geborene Bourdais sogar viermal. "Schade, dass Peugeot sein Le-Mans-Programm beendet hat", sagt der viermalige ChampCar-Titelträger im Interview mit der Zeitung 'Le Maine libre'. Er habe nach dem Rückzug der Löwen sofort zum Telefon gegriffen und seinen Mentor Pescarolo angerufen. "Henri erzählte mir von dem Dome-Projekt. Das hörte sich sehr interessant an. Vor allem deshalb, weil Dome viel investiert."

Bourdais zurück bei seinem Mentor

"Das Pescarolo-Team ist wie eine zweite Familie für mich. Bei Henri habe ich im Jahr 2000 mit dem Langstreckensport angefangen", erklärt Bourdais, der gemeinsam mit Minassian im Jahr 2004 für Pescarolo gestartet war. "Audi ist mit seinen vier Autos natürlich der logische Favorit auf den Gesamtsieg. Wie müssen den Dome weiter voranbringen, ihn auch mal in den Windkanal stellen. Insgeheim schielen wir aber darauf, bestes Benzinerteam zu werden. Lustig, denn die Jungs im anderen Pescarolo-Auto wollen das auch."

Christian Klien, Darren Turner, Stefan Mücke

Der neue AMR-One von Aston Martin war 2011 ein großer Reinfall Zoom

Der zweite Wagen des Teams basiert auf dem enttäuschenden Aston Martin AMR-One. Die Briten beendeten ihr Engagement mit einer großen Pleite in Le Mans. Die beiden LMP1-Prototypen überstanden im Juni 2011 nicht einmal die erste Stunde des langen Dauerlaufs. Aston Martin hatte mit dem neuen Reihen-Sechszylinder-Motor offenbar einen falschen Weg eingeschlagen. Das Triebwerk war schlichtweg nicht Langstrecken-tauglich.

Pescarolo erkannte die Chance, die solide Basis, die das Chassis bietet, im Jahr 2012 für sich zu nutzen. "Wir trennen uns von den schlechten Dingen wie Motor und Teilen der Aerodynamik, dann bauen wir neue Teile ein", sagt der Teamchef. Im Heck des Autos wird ein Judd-Aggregat für Schub sorgen, die Aerodynamik wird komplett überarbeitet. Derzeit finden die letzten Arbeiten statt. Schon Mitte März wird man in Sebring das Debüt des sogenannten Pescarolo 03 erleben.

"In dem ehemaligen Aston Martin wird auch Jean-Cristophe Boullion sitzen, der bei Rebellion keine Chance mehr bekommt", sagt Pescarolo. "Er wird sich das Auto mit Emmanuel Collard und Julien Jousse teilen." Im Vergleich zur Teamaufstellung 2011 werden die "Grünen" aus Le Mans also auf die Dienste von Christophe Tinseau verzichten. Der 42-Jährige war insgesamt viermal für Pescarolo in Le Mans gefahren. Der gesamte Fahrerkader der Franzosen bringt 2012 die Erfahrung von 60 Starts an der Sarthe mit.

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